: Blankenese

Fernseh-Vorschau: Herzabwärts

Im Fernsehen war Hamburg vor allem ein Nummernschild am TV-Polizeiauto. Dann kamen die Tiere (Tierpark Hagenbeck), die zwei Bayern („Zwei Münchner in Hamburg“) und das nationale Bewußtsein (Der Spiegel).

Die Lust am Lug und Trug

Diese braungebrannten Typen, die hier vor sich hindösen, findet er unerträglich. Am liebsten würde er eine Handgranate in diese gepflegte Stille werfen. Doch statt dessen macht er etwas viel Raffinierteres.

Barlachs weites Land

Manches zwischen Wedel und Blankenese ist geblieben wie es schon zu Barlachs Zeiten war: Dünen und Leuchttürme, Schiffshörner, die über den Fluß hallen, Liebespaare, die sich nicht stören lassen, und Ausflügler, die den Grog hinunterstürzen.

Alltagsgeschichten: Zunge raus

Daß Kinder in öffentlichen Verkehrsmitteln immer so viel Lärm machen, liegt vielleicht nur daran, daß sie nicht wissen, wie schwer es Kindergärtnerinnen haben, wenn sie dauernd mahnen müssen: "Bitte nicht so laut, ihr seid nicht die einzigen im Bus.

Mama, warum...?

Die Katastrophe kündigte sich an, als unser Bus auf der Reeperbahn, schräg gegenüber vom Eros-Center, seinen ersten Stopp hatte.

Lyrik auf dem Markt

Dichter hinaus auf den Marktplatz und unter die Leute! meinte der „Schutzverband Deutscher Autoren Nordwest“ und arrangierte eine Veranstaltungsreihe, die am Freitagabend voriger Woche ihren Anfang nahm: Auf dem Hamburger Adolphsplatz, vor der Deutschen Bank und gegenüber der Börse, die Kameras von Fernsehen und Wochenschau im Genick, diskret vom Michael-Naura-Quartett begleitet, las Peter Rühmkorf gedruckte und ungedruckte Gedichte (ein Bericht findet sich auf Seite 7 dieser Ausgabe) – und hielt eine Rede über eben die Frage, die zu diesem Abend geführt hatte und die dieser Abend aufs neue stellte, über die Marktchancen der Lyrik.

Hamburg: Neubau für die Alten

Durch die schaufenstergroßen Fenster des Neubaus fiel der helle Sonnenschein auf Urgroßmütterchens Wohnzimmermöbel. Stühle mit Polstern aus jener Zeit, da man die Bequemlichkeit einer Sitzgelegenheit noch nicht dadurch zu erreichen wußte, daß man ihnen die Negativform der menschlichen Sitzfläche gab, aus der Zeit, als die Stühle sich rücklings und auf der Sitzfläche, noch wölbten – sie standen da mit ihrem rötlich gemusterten Plüschbezug in der grellen Sonne, vor der sie ganz wohl seit Beginn des Jahrhunderts beschützt worden waren.

Wo ißt man gut und was ißt man?

Ich notiere den niedrigsten und den höchsten Preis, denen ich im März 1953 auf Hamburger Speisekarten begegnet bin: Im „Alten Ritter“ gibt es einen „Happ“ für 5 Pfennig, und im „Atlantic“ besteht die Möglichkeit, für ein Gericht 25 Mark anzulegen.

Auflösung zum Weihnachts-Preisausschreiben

1. Photo Scheel, Photo Atelier, Photo Bedarf, Hbg, Mdnckebergstr; 5 2. Kaffeehans Vaterland, Wilhelm F. A. Burmeister GmbH, Kaffeehaus, Kaba- rett, Herrenbar, Hbg, Bollindamm 3 3. Carl Gundlach, aehnhhaus, Hbg„ Kppendot fer Baum 3 0 4.