: Bundesgartenschau

Hauptstadt-Streit: Wie gemütlich war’s am Rhein

Peter Radunski vertritt Berlin als Senator beim Bund. Seine These: Berlin wird Regierungssitz. Eine Kommission aus Vertretern aller Verfassungsorgane, Bundesbehörden und unabhängiger Persönlichkeiten legt fest, welche Institutionen an die Spree kommen.

Zwischen Disneyland und Bundesgartenschau

Von weitem schon zieht die ungewöhnliche Silhouette den Blick an und weckt die Erwartung, dem Besucher werde sich nun eine Stadt der Zukunft mit einer nie gesehenen futuristischen Architektur präsentieren: Metallisch schimmernde Riesenkugeln sind zu sehen, gewölbte Dächer, die an windgeblähte Segel erinnern, weitgespannte Bögen, deren Funktion unklar bleibt.

Erlebnisse zum Aufblühen

Wenn es den Gärtner nach Frankfurt verschlägt, geht er natürlich auf die Bundesgartenschau. Und erlebt dort, was so ungeniert noch nie auf die Spitze getrieben wurde: die Verwandlung von Natur in Ware, die Verwandlung des Gartens in schieres Design, die Verwandlung der Pflanzen in Accessoires.

Wochenende zum Spartarif

Eine begrenzte Anzahl" seiner Zimmer vermietet das Hamburger "Marriott-Hotel" noch bis Ende August zu ermäßigten Preisen auch an Gäste, die über kein Spesenkonto verfügen und darum schärfer kalkulieren müssen.

Exportwirtschaften: Ein Stück China für den Garten

Als die Unterschriften schließlich unter dem Vertragswerk standen, atmete man im Frankfurter Garten- und Friedhofsamt auf. Zwei Jahre hatten die Verhandlungen gedauert; "höflich und freundlich" waren sie zwar verlaufen, doch die chinesische Seite verwirrte mit wechselnden Gesprächspartnern, mußte immer wieder Rücksprache mit der Zentrale in Peking halten.

Wolfgang Ebert: Überall und nirgends

"Und erst die armen Protestanten. Die müssen sich ja vorkommen wie, im spanischen Mittelalter. Ich stelle mir gerade vor, wie sie mit den Zähnen knirschen, weil ihnen die Katholiken die Schau stehlen.

Heile Gartenwelt

Frühling! Tusch! Am 30. April wird uns eine dpa-Meldung erreichen, daß in Düsseldorf die diesjährige Bundesgartenschau "ihre Pforten geöffnet" habe.

NUR JA NICHTS KLEINLICHES!

Bundeskanzler Helmut Kohl (55) stand gestern nachmittag im blauen Anzug am Fenster des Reichstags, streckte den rechten Arm aus.

Bundesgartenschau Berlin: Schöne Nebensachen

Reden wir nicht über den "Geländeplan", der dem Besucher der Bundesgartenschau in Berlin für 50 Pfennige zugemutet wird: einen fast unbrauchbaren, in manchen Partien nicht einmal mit der Lupe zu entziffernden, ungenauen Plan; es muß ein ziemlich gedankenloser Mensch gewesen sein, der die Vorlage, einen wandgroßen, gemalten Plan, einfach linear verkleinern ließ.

Bundesgartenschau Berlin: Viel Lärm um die Stille. Angst vor der Stille?: Rummel im Park

Jedes Jahr, habe ich gelesen, würden in der Bundesrepublik und in Berlin ungefähr 60 000 Hektar Landes bebaut, sechshundert Millionen Quadratmeter, jedes Jahr ein Bodensee: "zubetoleisten soll? man denn da noch lange streiten, ob eine Großstadt wie Berlin sich einen neuen Park leisten soll? Hätten die Abgeordneten nicht einfach entscheiden können: wir müssen ihn haben, der Neuköllner Bezirksbürgermeister Stücklen hatte ganz recht, die halbe Million Menschen von Britz, Buckow, Rudow und Umgebung haben im Süden, da, wo sich die Gropiusstadt türmt, dringend ein Erholungsgebiet nötig? Sie brauchten erst einen Trick, um die menschenfreundliche Ausgabe zu rechtfertigen, also bewarben sie sich um eine Bundesgartenschau.

Brandenburger Flora: Rübchen für Goethe

Königin Louise in der Pose von Boticellis "Primavera", die Brüste Äpfelchen, das geraffte Gewand voller Kartoffeln: So schreitet sie barfüßig und leichtgeschürzt zwischen zipfelmützigen Gartenzwergen einher, welche die Gesichter Bismarcks, Eberts, Rathenaus, Rosa Luxemburgs, Ifflands und Napoleons zeigen.

Bonner Kulisse

Manchmal "finde ich es schon etwas bitter, wenn mir junge Leute sagen, Ihre Zeit ist vorbei." Der das sagt, ist ein arbeitsloser ehemaliger Bundestagsabgeordneter, der bei der Bundestagswahl im vergangenen März noch einmal als 60jähriger für die FDP angetreten war, allerdings auf einem ganz aussichtslosen Listenplatz: Walther Ludewig aus Braunschweig, FDP-Abgeordneter von 1976 bis 1980.

Gefährdetes Niddatal: Wohin mit den Wisenten und Hirschen?

Vor allem wohl dem Fernsehstar Professor Grzimek verdankte es Frankfurt, mit einem der vergleichsweise kleinsten zoologischen Gärten in Europa Besucherzahlen zu erreichen, die sich vor den Resultaten von London, Paris und Berlin nicht zu verstecken brauchten.

Zeitmosaik

„Also, ich glaube schon, daß es schöner aussieht als vorher, die haben ja, so wie ich es gesehen habe, da hinten so eine Insel hingemacht, nicht?“ – „Auf keinen Fall sieht es schöner aus als früher.

Städtebau: documenta (sub)urbana in Kassel

Wenn die Stadt Kassel in diesen Tagen ihre leidenschaftlich, umstrittene Bundesgartenschau eröffnet und natürlich hofft, ihre Kritiker mit blühenden Tatsachen zu beschwichtigen, versucht sie sich schon am nächsten, womöglich viel mehr Aufsehen erregenden Projekt.

Silberfäden für Darwins Weg

Kassels Stadtoberen sind behutsame Leute, sie erwarten keine Wunderdinge von der Bundesgartenschau, die in der kommenden Woche am Ufer der Fulda eröffnet wird.

Das Ufer der Museen

Frankfurt entdeckt den Main als Landschaft für Kultur und Freizeit – Nach den monetären die moralischen Investitionen

Zeitmosaik

Beitrag zum Stadtgrün: Alle hohen neuen Häuser werden nur noch in Baumform – wahlweise Birne/Apfel oder Buche/Weide – gebaut; die Möglichkeit, in der obersten Etage eine komplette Altstadt einzubauen, muß berücksichtigt werden.