: Bundesverband der Deutschen Industrie

Markenhersteller: Fälscher am Werk

Flugzeugabstürze, Autobus-Unfälle, Mißernten, Hautkrankheiten – vor nichts scheint die unorganisierte Gilde der "Marken-Piraten" zurückzuschrecken, sofern nur rasche Profite winken.

Gesucht: der Boss der Bosse

Gesucht wird ein Fabelwesen: Ein voll im Geschirr stehender Industrieller allererster Bonität, der bereit ist, die Hälfte seiner Arbeitszeit zu opfern, ein nüchterner Praktiker mit einem ausgeprägten Sinn für die drängenden gesellschaftspolitischen Probleme und ein harter Verfechter interessengebundener Standpunkte der Wirtschaft, der zudem im "politischen Raum" und – über die Massenmedien – gleichzeitig beim kleinen Mann gut ankommt.

Von Eigennutz und öffentlichen Dingen

Als vierundzwanzigjähriger Student schrieb Max Weber im Jahr 1888, dem sogenannten Dreikaiserjahr, in dem der Thron des preußisch-deutschen Reiches zweimal durch Tod verwaiste: "Ich denke unausgesetzt an die öffentlichen Dinge.

Der Mann, der den Rücktritt wählte

Der eindrucksvolle Ein-Meter-Sechsundneunzig-Mann sieht aus, als könnte ihn nichts erschüttern. Doch der Augenschein trügt. Der Eröffnung der beiden Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft hat ihn arg gebeutelt.

Manager und Märkte

Einem delikaten Personalproblem sieht sich der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gegenüber. 1978 stolperte ihr Präsident Nikolaus Fasolt über eine Parteispendenaffäre, jetzt muß sich die BDI-Führung aus demselben Grund um den als Nachfolger des gegenwärtigen Präsidenten Rolf Rodenstock bereits gewählten Eberhard von Brauchitsch Gedanken machen.

Ära Adenauer: Zeitgeschichte, schmissig

Eine Stilfrage: Soll man – in einem Buch über die Nachkriegsgeschichte – schreiben: "Im Anfang war Adenauer – so läßt sich der Beginn der Bundesrepublik kurz kennzeichnen.

Ungeliebt, aber unverzichtbar

Für Innenminister Gerhart Baum muß es schon eine recht ungewöhnliche Situation sein, sich gleichermaßen bei Industrie und Umweltschützern unbeliebt zu machen.

Umweltschutz: Zu kleine Schritte

Der Platz des Liberalen – Zyniker wissen es längst – ist zwischen allen Stühlen, und Schelte von allen Betroffenen mag durchaus den Beweis für die richtige Politik abgeben.

Zeitraffer

Die schwache Mark hat auch ihre starke Seite: Sie hat die Auslandsnachfrage belebt und damit die anhaltende Schwäche der Inlandskonjunktur etwas auffangen können.

Hoher Zins - was nun?

Handwerk und Industrie: Der Zwang zum Investieren ist stärker als die Theorie

Bonner Kulisse

Die Bemerkung von Innenminister Gerhart Baum, der Streik der Deutschen Postgewerkschaft sei eigentlich nicht nötig gewesen, hat nach der Einigung zwischen Gewerkschaftsführung und der Post erstaunt.

Das Gastgeschenk

Der Kanzler kann dem polnischen Parteichef mit einem Milliarden-Kredit helfen

Kernenergie: Sparzwang – nein danke!

Kernkraft oder nicht, ihre Risiken wie ihre Chancen – das waren im wesentlichen die Fragen, mit denen sich die fünfzehn Mitglieder der Enquetekommission "Zukünftige Kernenergiepolitik" – sieben Abgeordnete und acht Wissenschaftler – rund ein Jahr lang beschäftigt haben.

Schuldenberg

Bis auf die CDU/CSU-Opposition haben sich alle, die ein fundiertes Urteil darüber abgeben können, für die optimale Lösung entschieden: Erst soll 1980 die jährliche Neuverschuldung des Staates abgebaut und dann, ein Jahr später, sollen die Steuern gesenkt werden.

Bundesverband der Deutschen Industrie: Dreißig Jahre und ein bißchen weiser

Wer auf der einen Seite die Höhe der Staatsverschuldung und den Umstand beklagt, daß trotz einer gewissen Rückführung Anfang bis Mitte der achtziger Jahre die Nettokreditaufnahme in der Höhe des Zinsendienstes der Staatsverschuldung liegen wird, kann mit seinem daraus resultierenden Konsolidierungsverlangen nicht unreflektiert die Forderung nach Steuerermäßigungen, das heißt nach Einnahmeverzichten, oder nach Ausgabenerhöhungen verbinden".

Rauf oder runter?

Die Konjunkturpropheten bieten derzeit für jeden Geschmack etwas. Die Rezession kommt, sagen die einen. Der Aufschwung setzt sich fort, sagen die anderen.

Zum Schornstein hinaus

Daß die Unternehmer rücksichtslose Ausbeuter sind, haben sie in den siebziger Jahren erneut bewiesen: Die Ausnutzung der eingesetzten Energie wurde so verbessert, daß trotz steigender Produktion der Anteil am gesamten Energieverbrauch kräftig zurückging.

MANAGER UND MÄRKTE

Der fallende Börsenkurs brachte es ans Licht. Als die Klöckner-Werke zu Beginn dieser Woche mit 77 Mark für die 100-Mark-Aktie einen seit Jahren nicht gekannten Tiefstand erreichte, wurde ruchbar, daß der tief in den roten Zahlen steckende deutsche Stahlriese schon vor Monaten beim Bundeswirtschaftsministerium eine Investitionsbürgschaft beantragt hat.

Iran: Die Deutschen bleiben

Vor Ort, sei es im Herzen der persischen Hauptstadt Teheran oder auch auf den Baustellen am Persieben Golf, sieht alles offenbar ganz anders aus als in den deutschen Zeitungen.

Buch der Woche

Die Arbeitslosigkeit ist zu einem Dauerproblem geworden; die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist auch so widersprüchlich, die vorgeschlagenen Rezepte zur Überwindung der Arbeitslosigkeit sind so kontrovers, daß eine Orientierung, schwerfällt.

Zurück zu den Fliesen

Als Nikolaus Fasolt Amt und Würde des BDI-Präsidenten übernahm, beschrieb er die Rolle des deutschen Unternehmers so: Er sei "der eigentliche Neuerer der Gesellschaft" und "Träger des Fortschritts" schlechthin.

Schlechte Noten für die Roten?

Einhundertdreiunddreißig Briefe schrieben die Präsidenten der Freien Universität (FU) und der Technischen Universität’ (TU) Berlin.

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