: Carl J. Burckhardt

Martin Heidegger (X) : Was ist ist?

An der Philosophie des Mannes, den Le Monde den "größten lebenden Denker" nannte und der von der deutschen Schulphilosophie noch zu Lebzeiten wie ein Heiliger verehrt und in kritiklose Ferne entrückt wird, ist zweierlei interessant: einmal, ob es zwischen Martin Heideggers Eintreten für den Nationalsozialismus und zwischen seiner Philosophie einen Zusammenhang gibt; zum andern, wie die Wirkung dieses Einzelgängers, über dessen Werk es heute schon eine fünfstellige Sekundärliteratur gibt, zu deuten ist.

Aus den Hauptstädten der Welt: : Paris – die Zeit der Bücher

Wären nicht jeden Spätherbst die Literaturpreise fällig, die fünf oder sechs Romane bis in die letzten Bahnhofskioske tragen, so beherrschten die Zeugnisse, Erinnerungen, Essays und Sachbücher das literarische Leben in dieser Saison wie im vergangenen Jahr – und in der erzählenden Literatur blieben hohe Verkaufszahlen das Privileg von Autoren wie Jean Lartéguy oder Guy des Cars, die ohne jede Bemühung der Rezensenten ihre Hunderttausende von Lesern erreichen.

In vielen Zeiten zu Gast

Als sie – das ist nun schon wieder fast zehn Jahre her – seinen fünfundsiebzigsten Geburtstag festlich begingen, die Bremer Landsleute Rudolf Alexander Schröders, sie, die am letzten Montag dem Heimgegangenen, dem zu ihnen Heimgekehrten, auf dem Riensberger Friedhof das Grab bereitet und geschmückt haben –, da hatten sie Gäste geladen aus all den Ländern, um deren Sprachgut sich Schröder gemüht hat: als Leser, als Übersetzer, als Kommentator; Franzosen und Engländer, Flamen, Wallonen und Holländer waren zur Stelle.