: Charlotte von Stein

starke frau: Nur ein einziger Kuss

Sie war Werthers Lotte, sie war Goethes Idol. Vor allem aber war sie eine souveräne Frau – "stark wie ein Baum": Charlotte Buff, geboren am 11. Januar 1753 in Wetzlar Von Doris Maurer

© Adrian Sanchez-Gonzalez/AFP/Getty Images

Liebe und Ökonomie: Das Paar, ein Kleinunternehmen

Wer Karriere und Kinder unter einen Hut bringt, wird ehrfürchtig "Power-Paar" genannt. An der Geschichte solcher Paare lässt sich in diesen Tagen unsere Welt erklären.

© Klassik Stiftung Weimar, Bestand Museen

Schlossmuseum Weimar: Museumsdirektor Goethe

Goethe hatte viele Talente, als Kurator hätte er sich aber besser nicht versucht. Das zeigt ein Rundgang durch das Schlossmuseum in Weinmar.

Goethe und die Frauen: Am Musenhof

Norbert Leithold hat in "Graf Goertz. Der große Unbekannte" einen Briefwechsel veröffentlicht, der auf die Verhältnisse am Weimarer Hof ein neues Licht werfen könnte.

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Goethe: Oh, Anna! Ach, Charlotte!

Die Goethegemeinde ist außer sich: Der Dichterfürst liebte offenbar die Herzogin Anna Amalia. Muss die Literaturwissenschaft nun ihre Bücher umschreiben?

Zurückgeblättert: ZEIT-Magazin vor 30 Jahren

In einer neuen Serie zeigen wir ehemalige Titelgeschichten aus dem ZEIT-Magazin. Am 23. Dezember 1977 ging es um eine Winterreise in den Harz - 200 Jahre nach Goethe.

Goethes Frau: eine Wiedergutmachung – Goethes Sohn: eine Anklage. Bücher über Christiane und August von Goethe: Das Genie im Unterkleid

Zeitliche Fügungen haben ihre eigene Ironie. Es traf sich gut und gerecht, daß Eckart Kleßmann wenige Monate vor dem 250. Geburtstag der Charlotte von Stein, der in allen Feuilletons aufs prächtigste gefeiert wurde, sein Portrait der Christiane Vulpius drücken ließ, die von den Literaturhistorikern so hochmütig und beharrlich in den Schatten der gebildeten, gewissermaßen an Leib und Seele adligen Freundin verbannt worden war.

In Goethes Quartier

Ich muß nach Weimar. Weimar, schöne Pflicht. Ich nehme mir drei Tage. Es ist schwer, es war schwer, in Weimar unterzukommen.

1988, das "Schopenhauer-Jahr", ist vorbei; in unzähligen Artikeln und Büchern, auf Kongressen überall in der Welt hat man des Philosophen gedacht. Vergessen aber und ignoriert wurden wieder einmal die beiden "anderen Schopenhauer": die Mutter und die Schwester.: Bestseller und Scherenschnitte

Die junge Dame... war recht unschönen, aber intelligenten Ansehens, – ja, schon die Art, wie sie vom ersten Augenblick an und dann immerfort das doch unverkennbare Schielen ihrer gelb-grünen Augen teils durch häufigen Lidschlag, teils durch hurtiges Umher- und namentlich Emporblicken zu verbergen suchte, erweckte den Eindruck einer nervösen Intelligenz, und ein zwar breiter und schmaler, aber klug lächelnder und sichtlich in gebildeten Rede geübter Mund konnte die hängende Länge der Nase, den ebenfalls zu langen Hals, die betrüblich abstehenden Ohren übersehen lassen .

Literaturkalender

Zum 38. Mal gibt Effi Biedrzynski im Artemis Verlag, Zürich/München, ihren kleinen Taschenkalender "Mit Goethe durch das Jahr" heraus (112 Seiten, Handschriften und Bilder, 6,80 Mark).

Wie Goethe zu Goethe wurde

Klatsch und Theorie, Dichtung und Wahrheit: K. R. Eisslers Versuch der Rekonstruktion eines Genies

Fernseh-Kritik: Geborgenheit und Zwang

Es ist gar schön, an einem Orte fremd zu sein, und doch so notwendig, eine Heimat zu haben": der Satz Goethes, formuliert Dezember 1782, in einem Brief an Charlotte von Stein, hätte als Motto einer Sendung voranstehen können, in der – endlich, statt der vielen Fitzelchen-Beiträger, ein kompetenter Hauptbefragter! – Hermann Bausinger am Beispiel der Stadt Wangen analysierte, was Heimat einmal bedeutet hat: wie schön es war, die Stadttore verlassen und in die Welt hinausziehen zu können, und wie notwendig zugleich, eine Heimat zu haben.

Kuren und Krisen

Anmerkungen zu einer Ausstellung über Johann Wolfgang Goethe, der am 28. August 1749 geboren wurde

GOETHE: Todesgedenken

"Jeder außerordentliche Mensch hat eine gewisse Sendung, die er zu vollführen berufen ist. Hat er sie vollbracht, so ist er auf Erden in dieser Gestalt nicht mehr vonnöten."

Das alte Häusgen im lieben Gärtgen

In diesen Tagen eines klarfarben späten Frühlings kann man noch gut durch das von zartgrün frühem Blattflaum nur leicht verschleierte Astwerk der Bäume und Büsche des Weimarer Ilmparks schauen und das Gartenhaus, Goethes Gartenhaus, von überallher gut erkennen.

Nach Weimar um Goethes willen

Als Johann Wolfgang von Goethe diese Knittelverse den Zusammenhang von Literatur und Geographie betreffend schrieb, da war eine Reise von Hamburg nach, zum Beispiel, Weimar zwar möglich, aber mit Achsenbrüchen und anderen Schicksalsschlägen mußte gerechnet werden.

Ew. treugehorsamster J.W.G.

Lassen Sie um Gottes willen, meine Briefe niemand sehen" – rund dreißig Jahre nach dieser an Auguste zu Stolberg gerichteten Bitte schrieb Goethe als Herausgeber eines Teils der Winckelmannschen Korrespondenz mit Berendis: "Briefe gehören unter die wichtigsten Denkmäler, die der einzelne Mensch hinterlassen kann.