: Clemens Brentano

Weltbürger: Das Eigene und das Fremde

Die Globalisierung erleichtert das Reisen- und doch lässt sich der multikulturalistische Traum vom Weltbürger, der überall zuhause ist, nur schwer erfüllen.

Serie: Finis

Finis: Das Letzte

Unser Kolumnist über Peinlichkeiten in der Geschichte des Literaturnobelpreises

Gold spinnen

"Harry Potter" als Film - aber wer wagt sich ans Volksmärchen?

Weihnachtsbriefe deutscher Dichter

... Jetzt ist es sehr kalt, viele arme Kinder frieren sehr, arme Leute haben kein Wasser, weil die Brunnen vertrocknet sind und die Teiche gefroren, da können sie die Kühe nicht tränken, da können diese keine Milch geben, da müssen auch wohl Kinder und Eltern noch hungern zu der Kälte.

Die geordnete Stadt

Unter allen Künsten ist die Architektur an die Logik der Ordnung am meisten gebunden. Einen Roman kann man sich als einen wilden Roman vorstellen, so wie Clemens Brentano seinen „Godwi“ einen „verwilderten Roman“ genannt hat.

Zu empfehlen

ES ENTHÄLT Christoph Martin Wieland: Die Geschichte des Prinzen Biribinker; Johann Wolfgang Goethe: Das Märchen; Wilhelm Heinrich Wackenroder: Ein wunderbares morgenländisches Märchen von einem nachten Heiligen; Novalis: Das Märchen von Hyazinth und Rosenblütchen; Novalis: Klingsohrs Märchen; Clemens Brentano: Von dem traurigen Untergang zeitlicher Liebe; Eduard Mörike: Die Hand der Jezerte; Carl Wilhelm Salice Contessa: Magister Rößlein; Friedrich de la Motte Fouqué: Eine Geschichte vom Galgenmännlein; Achim von Arnim: Die drei liebreichen Schwestern und der glückliche Färber; E.

kleiner werdende Zeit.: Kleine Zeiten

Hans Magnus Enzensberger, 1929 in Kaufbeuren geboren, Studium der Germanistik und Philosophie, Promotion über Clemens Brentano, ist Autor mehrerer Gedichtbände (zuletzt „Die Furie des Verschwindens“, 1980), vieler Essaybände (zuletzt „Politische Brosamen“, 1982), Herausgeber von Anthologien, Gründer von Zeitschriften (zuletzt „Trans Atlantik“) und Träger mehrerer Literaturpreise.

Warum ist es am Rhein so schön?

Frauen vor blitzenden Automobilen, Frauen im grünen Gras, Frauen in teuer dekorierten Schlafzimmern. Was uns an ihnen anfänglich irritiert: Sie sind alle nackt, strecken uns ihre Brüste und Schenkel entgegen.

Günter Grass:: Die andere Wahrheit

Als die Gesindeköchin Amanda Woyke gestorben war, worauf überall die Franzosen Quartier machten, und Sophie, Amandas Enkelkind, mit immer noch revolutionärem Sinn dem Gouverneur Napoleons die Küche zu führen begonnen hatte, trafen sich im Herbst des Jahres 1807, als in allen Wäldern die Pilze zuhauf standen, die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm mit den Dichtern Clemens Brentano und Achim von Arnim in der Försterei des Olivaer Waldes, wo sie verlegerisch tätig sein und ihre Gedanken tauschen wollten.

Heidelberger Mythen

Dann stehen wir alle, denn das gehört zur Führung, arrangiert zum Gruppenbild auf einem Holzgerüst mit dem Blick hinüber zum Ottheinrichsbau, den die Führerin gerade noch so liebevoll erläutert hatte: „Oberereihevonlinksnachrechtssaturnmarsvenusmer kurundlunadarunterstärkeglaubeliebehoffnungund gerechtigkeit.

Verwilderte Romantik als Leiden an der Unendlichkeit: Dichter des anderen Zustands

Zwei soeben erschienene Bände der vom Freien Hochstift Frankfurt herausgegebenen historisch-kritischen Ausgabe der Werke und Briefe Clemens Brentanos – ein in sich geschlossener Band: „Die Mährchen vom Rhein“ und ein Teilband der „Lehrjahre Jesu“ – geben den Anlaß, eine Zwischenbilanz dessen zu ziehen, was bei diesem groß angelegten und von schwierigsten editorischen Problemen begleiteten Unternehmen bereits geleistet wurde.

Staatsminister: Vertreter gesucht

Fanferlieschen hat schöne Füßchen, nicht zu lang, nicht zu kurz; schüttle mir aus Deinem Schurz einen guten Staatsminister – Herr, da ist er!“ Des Dichters Clemens Brentano Märchengestalt, die Minister aus der Schürze schüttelt, könnte dieser Tage in Bonn sehr wohl gebraucht werden: Weniger bei der Suche nach Kabinettsbewerbern für die zweite Regierung Brandt/Scheel als nach deren künftigen Stellvertretern, für die der Name „Staatsminister“ in Aussicht genommen ist.

Eine Liebesgeschichte aus der Romantik: O Stern und Blume...

Den Staub fortblasen: Frederik Hetmann hat sich diese Maxime selbst gestellt für die Aufarbeitung der Biographien und Schicksale von Menschen, deren Bilder im Laufe der Zeit durch irreführende Legendenbildung oder durch die Patina veredelnden Wunschdenkens unscharf geworden sind.

Zeitmosaik

Die Autorin von „Wunschkind“ und „Lenracker“, von „Das Labyrinth“ und „Michaela“, der Biographien von Clemens Brentano und Bettina von Arnim, die Übersetzerin der Briefe Thomas Wolfes an seine Mutter, die in Halle/Saale geborene Dichterin Ina Seidel begeht am 15.

Gedichte von Walter Helmut Fritz: Poesie ohne Aufwand

Können Gedichte im Zeitalter der künstlichen Zeichensysteme verhindern helfen, daß uns Hören und Sehen vergeht? Dies scheint jedenfalls zu den wichtigen Aufgaben zu gehören, die Walter Helmut Fritz seiner Poesie aufgetragen hat: in einer technikvernarrten Epoche die sinnliche Wahrnehmung zurückzuerobern.