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Crispr: Der Mensch erschafft sich neu

  • Die Welt von morgen schafft sich der Mensch selbst. Möglich macht das eine neue Gentechnik: Crispr/Cas9, kurz Crispr.
  • Erst vor wenigen Jahren hatten Forscherteams entdeckt, wie ein Abwehrsystem, das Bakterien gegen Viren einsetzt, als Allzweckwerkzeug in der Bearbeitung von Erbgut verwendet werden kann. Diese Erkenntnis veränderte innerhalb von Monaten die Arbeit der Forschungslabore aus aller Welt maßgeblich.
  • Im November 2018 berichtete ein chinesischer Forscher, es seien Zwillinge zur Welt gekommen, bei denen er im Embryonalstadium gezielt ein Gen ausgeschaltet habe. Sollte sich der Bericht bewahrheiten, wären die beiden die ersten Crispr-Babys der Welt. Bereits vorher hatten Forscherinnen und Forscher mit Crispr in das Genom von Embryonen eingegriffen. Diese waren aber immer verworfen worden.
  • Am 25. Juli hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass neue biologische Werkzeuge unter das Gentechnik-Recht fallen. Dazu zählt auch Crispr. Die Grundsatzfrage: Muss auch eine naturidentische Pflanzensorte die strengen Risikoprüfungen durchlaufen, nur weil sie mithilfe von Gentechnik entstanden ist?
  • Schon heute arbeiten Wissenschaftler mit Crispr, etwa in der Biotechnologie.
  • Klar ist: Crispr ist Alltag. International ist die Genomschneiderei schon Praxis in der Forschung, der deutsche Ethikrat fordert derweil globale Regeln und mahnt zur Vorsicht.
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Crispr: Darf er, was er kann?

Der chinesische Forscher He Jiankui sagt, er habe genmanipulierte Zwillinge geschaffen. Höchste Zeit sich intensiver mit Gen-Editing zu beschäftigen.

Crispr: Wunschbabys? Nicht um jeden Preis!

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Mit neuen Gentechniken wie Crispr wollen Forscher Erbkrankheiten heilen. Die Werkzeuge müssen aber reguliert sein – bloß wie? Weltweite Absprachen haben keine Konjunktur.

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Crispr: Die Natur infizieren, um sie zu retten

Leben? Ist vielleicht gar nichts Besonderes, sagt die Künstlerin Daisy Ginsberg. Sie erfindet dank Gentechnik fiktive Lebewesen, die sich um die Umwelt kümmern sollen.

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Crispr: Dagegen aus den falschen Gründen

Auch für neue Biotechwerkzeuge wie Crispr sollen strenge Gentechnikgesetze gelten, urteilt der EuGH. Ein Sieg für Verbraucher? Nein. Eher ein gefährlicher Rückschritt.

Crispr: Schwein ist mein ganzes Herz

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Schweine als Organspender für Menschen könnten irgendwann kommen. Forscher basteln dran. Jetzt züchteten sie genmanipulierte Ferkel ohne gefährliche Viren. Will man das?

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Genetik: Und morgen? Designer-Sperma!

Geht dieser Plan auf, hätte manches Kind bald Gene, die manipuliert wurden, ehe es gezeugt wurde. Der Eingriff in die Evolution soll unfruchtbare Männer zu Vätern machen.

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Stammzellenforschung: Menschwerdung im Schwein

Bauchspeicheldrüsen für Mäuse, gezüchtet in Ratten und Schweineembryos, in denen menschliches Gewebe wächst: Die Forschung kommt tierischen Organspendern immer näher.