: Dadaismus

Dadaismus: So wunderbar gaga

Vor 100 Jahren trafen sich ein paar Künstler, die erklärtermaßen gar nichts wollten. Das hatte schwere Folgen: für die Kunst – und auch die Welt. Eine Hommage auf Dada

Luxus: "Dadaismus des Besitzens"

Gar nicht protzig: Lambert Wiesing erklärt in seinem neuen Buch, warum wir uns mit der Liebe zum Luxus gegen die Herrschaft der Effizienz wehren. Ein Gespräch.

Tristan Tzara

Im Alter von neunundsechzig Jahren starb in Paris Tristan Tzara, der zusammen mit Hugo Ball, Richard Huelsenbeck, Hans Arp, Emmy Hennings, Marcel Janko und anderen im Zürcher Cabaret Voltaire Anfang 1916 den Dadaismus begründet hatte – als wütenden Protest gegen alles Bürgerliche und bisher Dagewesene.

Verrückte in einer verrückten Welt

Dem oft genug blutigen Unfug des Lebens, den in Gemetzel ausartenden Weltverbesserungsprogrammen, dem wichtigtuerischen Leerlauf des Spießers einen bewußten, unblutigen Unfug eigener Art entgegenzusetzen; die Absurdität der Welt mit willkürlich absurdem Verhalten zu beantworten; schadenfroh zuzusehen, wie die Gesellschaft über die eigenen Beine stolpert; die Gesichter in Fratzen zu verwandeln; Tumult und Skandal um jeden Preis – das und anderes waren die Ziele des Berliner Dadaismus, des Kreises um Raoul Hausmann, Richard Hülsenbeck, George Grosz, Hans Arp, Johannes Baader, Tristan Tzara, die Gebrüder „Vize“ und „Musi“ Herzfelde / Heartfield und Walter Mehring.

Dada – ein Jux und mehr

Mag sein, daß dies ein Buch ist, dessen Lektüre man für den Strand empfehlen kann: denn es ist kein eigentlich schweres Buch, obwohl es "literatur-historischen" Charakter hat; zuweilen ist es auch ein lustiges Buch, wenngleich seine Autoren es einmal ernst gemeint haben.