: Danzig

Religion: Wenn Politik glaubt

In seltenen Augenblicken offenbart sich die Nähe der Politik zur Religion. Manchmal ist das der Beginn von etwas Neuem.

Wie es zur Oder-Neiße-Linie kam

Historischer Bericht über das Schicksal der deutschen Ostgebiete auf Grund polnischer, amerikanischer und englischer Darstellungen

Triest im Lichte Danziger Erfahrungen

Wir werden kein zweites Danzig schaffen!" Diese leidenschaftliche Versicherung, die im angloamerikanischen Lager erklang, sobald sich die Absicht, das Triester Problem durch Bildung eines Freistaates zu lösen, herauszukristallisieren begann, enthielt nicht allein ein Programm, sondern verriet zugleich die Befürchtungen, die sich angesichts der Erfahrungen der Vergangenheit und der großen Ähnlichkeit der Problemstellung aufdrängten.

Deutschland und die UNO

Im Zusammenhang mit der Eingliederung Westdeutschlands in den europäischem Wiederaufbau wird in der Öffentlichkeit nicht nur die Einbeziehung des Westzonengebiets in den politischen Rahmen Westeuropas (also in den kommenden Atlantikpakt) erörtert, sondern „deutsche politische Kreise“ befassen sich angeblich ernsthaft auch mit der Möglichkeit einer Zulassung Westdeutschlands zur Organisation der Vereinten Nationen.

Das Prinzip Heimat

Ulrich, der „Mann ohne Eigenschaften“ aus – Musils Roman, äußert einmal: Land kommen die Götter noch zu den Menschen, man ist jemand und erlebt etwas, aber in der Stadt, wo es tausendmal so viel Erlebnisse gibt, ist man nicht mehr imstande, sie in Beziehung zu sich zu bringen: und so beginnt ja wohl das berüchtigte Abstraktwerden des Lebens.

Revolutionäre Dichtung ohne Spruchbänder

In seinem Kurzroman „Kein Brief für den Oberst“ (1958) läßt Gabriel García Márquez in einem südamerikanischen Dorf folgendes Gespräch stattfinden: „,Seit es die Zensur gibt, schreiben die Zeitungen nur noch von Europa.

Der Staat nimmt auch das tägliche Brot

Von der Kollektivierung auf dem Lande in Polen erzählte der Verfasser in seinem ersten Bericht. Von der Kollektivierung in der Industrie erzählt er heute.

Wenn das Sozialamt seinen Alten gratuliert: Der Bürgermeister kommt erst zum 100.

Der Herr Pfarrer betont die Hetze des Tages. Gerade eben habe er noch jemanden beerdigt. Doch nun sei er da. "Ja, wo ist denn unser Geburtstagskind?" Ein "Fläschchen zur Stär-Worte hat er parat und das, was man passende Worte nennt – über die Hürden, die das Leben in den Weg stellt und die Kraft, mit der man diese Hürden nimmt, und über die langen, schönen Jahre.

Der geheimnisvolle Herr Bibi Quatorze

Zweimal bin ich dem Manne, der im ersten Weltkrieg Bibi Quatorze genannt wurde, begegnet: in Solingen, wo er die Ziege als „die Kuh des kleinen Mannes“ propagierte, und viele Jahre später in Genf, wo der Waadtländer Wein und vielleicht auch die Ahnung seines nahen Todes ihn gesprächig machten auf einer Terrasse am abendlichen See.

Polen vor dem 1. Mai: Zwölf Uhr mittags in der Kathedrale

Aus dem Meer der Menschen heben sich, wie von einer plötzlichen Woge getragen, ungezählte Kreuze zum Himmel. Gleich einem tausendfachen Schwur strecken sich die zum V-Zeichen gespreizten Finger dem blassen Mond entgegen.

Pius und das Dritte Reich

Gott soll die Kirche nicht verderben, nur weil ein Papst sich seinem Ruf entzieht.“ Dieses böse Wort über Pius XII. hat Rolf Hochhuth in seinem Bühnenstück „Der Stellvertreter“ einem seiner Akteure, dem Jesuitenpater Riccardo Fontana, in den Mund gelegt.

Der Staat nimmt auch das tägliche Brot

Von einem Land jenseits des Eisernen Vorhangs, von Polen, erzählt unser Bericht. Der Verfasser des Berichtes war weder Funktionär noch General, noch irgendein anderer Amtsträger im östlichen Lager.

Polen: „Nieder mit der Junta“

Schwere Zusammenstöße in Warschau, Danzig und anderen polnischen Städten haben gezeigt, daß General Jaruzelskis Konzept der „nationalen Verständigung“ von großen Teilen der Bevölkerung weiterhin abgelehnt wird.

Lech Walesa ist frei: Eine Chance für den Dialog?

Noch vor Wochen schien all das unvorstellbar: Ein Lech Walesa, der aus seiner Verbannung "nicht auf den Knien", auch nicht Tribun einer auferstandenen Solidarność und doch mit der Geste eines – versöhnlich gestimmten – Siegers nach Danzig zurückkehrte.

Die Mutter einer "Kirchenfamilie"

Der gotische Backsteinbau von St. Marien zu Lübeck, der in der Palmsonntagnacht des Jahres 1942 von Bomben getroffen wurde und in Brand geriet," galt viel bei den Kunstfreunden in der Welt.

Geschichte ganz anders

Carlo Emilio Gadda, der Generation Bergengruens und Jüngers, aber auch Brechts und Tollers angehörig, galt lange Zeit als Geheimtip der Kenner.

Ei er dir

Ihrem Filmrezensenten muß in puncto J. Pohlands „K&M“ auch von ganz privater Danziger Seite leider beigepflichtet werden. Ich sah den Film Ende voriger Woche in einem fast leeren Saal.

Wolfgang Ebert:: Denkzettel

„Ach, nicht viel. Sah mir bloß in einer Kneipe einen Fernsehbericht über Schlesien an. Beim Anblick neuer Siedlungen murmelte ich: ‚Donnerwetter! Sieht ja ganz ordentlich aus!‘ Ich saß inmitten einer schlesischen Landmannschaft.

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