: Dieter Lattmann

Angeklagt: Der Verband deutscher Schriftsteller: Gekungel

Die Schriftsteller stecken im Schlamassel. Der Vorwurf an ihren westdeutschen Berufsverband lautet: Unter dem Vorsitz von Bernt Engelmann sei die Verbandspolitik mit der DDR abgestimmt, wenn nicht sogar von der DDR gelenkt worden.

Bonner Bühne: Wimpel der Erinnerung

Kaum jemand ist verlassener als ein Abgeordneter, der nach einer Abendversammlung im Wahlkreis spät in der Nacht hinter Scheinwerfern hundert oder mehr Kilometer nach Hause fährt.

Ein neues Kapitel

Nach dem Gewerkschafts-Zusammenschluß von Hamburg muß sich die IG Medien erst noch bewähren

Deutscher Geist in Gefahr

Der Präsident muß abwiegeln, Ruhe ausstrahlen, verbindlich gute Verbindungen pflegen, Gelassenheit predigen. Diesem Zweck diente auch die Pressekonferenz, die Klaus von Bismarck im Namen des Goethe-Institutes vorige Woche abhielt.

Das Ende des Hungerkünstlers

Sozialer Fortschritt oder Anschlag auf die letzten Freiheiten? Die Künstlersozialversicherung: Ansichten zu einem gut gemeinten, ungeliebten Gesetz

Zeitmosaik

Wir müssen uns klar darüber sein, daß der künstlerische Beruf nicht ins "prima Funktionieren" abgleiten darf... Kunst verlangt Autonomie.

Die Menschen sind nicht das System

Das Überraschende war geschehen: Ich war zu einer Lesung mit Diskussion an die Karl-Marx-Universität nach Leipzig eingeladen worden.

Eher das Fürchten gelernt

Nein, resigniert hat er wohl nicht. Dazu ist die Gelassenheit, die ihm als vornehmste demokratische Tugend erscheint, noch zu gespannt, beinahe zähneknirschend, manchmal bis zu Zorn und böser Bitterkeit.

Mobil, präsent, allzeit bereit

Die Zeit drängt, am Vormittag versuche ich telephonisch über sein Büro in Berlin, ein Gespräch mit Peter Glotz zu arrangieren.

Poet unter Parlamentariern: Abschied als Heimkehr?

Wenn ein Schriftsteller als Parlamentarier das Handtuch wirft, muß das nicht nur ein Zeichen von Mutlosigkeit sein. In der Sprache des einstigen Seekadetten Dieter Lattmann darf man dies auch so verstehen: Hier zeigt einer Flagge.

Noch gähnt der Abgrund

Lernt die sozialdemokratische Bundestagsfraktion aus ihren jüngsten Erfahrungen? Noch sind die Haarrisse nicht gekittet, die sie durchziehen, seit ihr zum wiederholten Mal Geschlossenheit abhanden gekommen ist.

Bonner Haushaltsausschuß: Kasse macht sinnlich

Da saßen sie im Rechteck hinter ihren Handbibliotheken aus Statistiken, Haushaltsgesetzen und Stellungnahmen des Bundesrechnungshofes, Mitglieder des mächtigen Ausschusses als Bücherwürmer in rauchgeschwängertem Kunstlicht, Paragraphengesichter, faltig vor Fachverstand und Erfahrungen hintergründiger Machtkämpfe zwischen Parlament und Ressorts.

Bildender Künstler: Wer sich nicht durchsetzt...

Bundespräsident Walter Scheel sagte im Oktober vor einem Jahr zum Thema Kunst: "Die Kunst wird in der Demokratie nicht gefördert, weil sie unterhaltsame und vergnügliche Dinge zuwege bringt; das tut sie auch und soll sie auch tun, und man sollte das nicht zu verhindern trachten.

Abgeordnete: Einsam in Bonn

Man müsse zäh sein, nicht nur physisch, sondern auch psychisch, sagt Liselotte Funcke, Vizepräsidentin des Bundestages und langgediente Abgeordnete, über ihr politisches Metier.

Einzelgänger im Gleichschritt?

Es gibt in der Bundesrepublik, so schätzt man, rund 50 000 Menschen, die mindestens gelegentlich und nebenbei eine Autorentätigkeit ausüben.

Dichtertrust oder Tarifkampf

Eine aufschlußreiche Fleißarbeit: Zum erstenmal wurde die Geschichte deutscher Autorenverbände geschrieben

Der verlorene Groschen

Es war das konkreteste und blendendste Projekt des neugegründeten Verbands deutscher Schriftsteller (VS) in den ersten Jahren seines Elans: der "Bibliotheksgroschen".