: Djuna Barnes

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Lydia Davis: Die gefürchtete Perfektionistin

Lydia Davis ist ein Star des literarischen Amerikas. Ihre "Stories" sind präzise, witzig, philosophisch und gelten als neue Gattung. Eine Begegnung mit der Autorin

Siri Hustvedt: Phallus perpetuiert Profit

Siri Hustvedt greift in ihrem neuen Roman den patriarchalischen Kunstbetrieb an. "Die gleißende Welt" ist ein Zwitter aus feministischem Traktat und Autobiographie.

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Woody Allen in der Apotheke, koreanische Suppen gegen Schwulst, Steinbockschädel an der Heizung – Katja Nicodemus hat während der Filmfestspiele Tagebuch geführt.

Promi-Lieblingsbücher: Meine Bücher

Was liest, wer selbst erfolgreich schreibt? Und aus welchen Gründen greift er oder sie immer wieder zu dem einen Buch? Zeit Campus hat bekannte Autoren gebeten, fünf Lieblingsbücher auszuwählen und ihre Wahl zu erklären. Den Anfang machen Brigitte Kronauer, Raoul Schrott, Alexa Henning von Lange und Susanne Riedel.

musik: Wie früher, aber anders

Folkmusic war einmal. In New York spielt man jetzt Antifolk: gegen den öden Wohlklang und den Zwang zum Konformismus. Szenen aus dem Leben der neuesten Boheme

Aus ironischer Deckung: Wahre und erfundene Geschichten und intime Bekenntnisse von Irene Dische: Von der Liebe des Soßenkochs

Tyrannen in spe haben horrende Preise, als wüßten sie bereits, daß sie der Menschheit noch einmal teuer zu stehen kommen. Zehn Dollar pro Wort verlangte Adolf Hitler Anfang der zwanziger Jahre, als er noch ein kleiner Schirinowskij war, für ein Interview, das Djuna Barnes im Auftrag einer New Yorker Zeitung mit ihm in München führen sollte.

Mit Djuna Barnes unterwegs: Krankheit Reisen

Zweifel sind erlaubt, ob Djuna Barnes wirklich auf Mallorca war. Unzweifelhaft ist, daß eine hinreißende literarische Selbstparodistin namens Djuna Barnes eine kleine Geschichte geschrieben hat, in der die Baleareninsel als Regenloch und eine reisende Schriftstellerin als Witzfigur vorkommen.

Ich bin schon tot

Eine alte Frau. Blaue Pudelmütze, große Ohren, tiefe Falten. Auf den Straßen New Yorks sieht man sie mit erhobenem Stock, die Handtasche als Armbrust vor den Körper gepreßt, hört sie Flüche gegen ihre Verleger ausstoßen.

Rosaobszön

Nicht immer ist ein Verbot die beste Werbung für ein Buch. Als die sechsunddreißigjährige Schriftstellerin Djuna Barnes 1928 ihr erstes Buch herausbrachte, "Ryder", interessierte sich für dieses Jugendwerk mehr die Zensur als die literarische Öffentlichkeit.

Djuna Barnes: Ladies Almanach

Die ganze Lage der Frau ist so sehr dem Zufall unterworfen, so komplex und verdrießlich, daß man sie nicht einen Augenblick lang festlegen kann, ohne sie im nächsten falsch plaziert zu haben.

Das Bücherschaufenster

Von Geheimtip. oder Legende sprechen ihre Verehrer – einerseits erbost über den schnöden Literaturbetrieb, in dem Djuna Barnes, die amerikanische Schriftstellerin, die Autorin des sagenumrankten Romans "Nachtgewächs", nie eine große Rolle spielte, andererseits die Exklusivität im Klub der Besserwissenden genießend.

Zeitmosaik

Name des berühmtesten deutschen Schauspielkunstlers – so die Auskunft eines Herrn vom Ullstein Verlag im Sportstudio des Zweiten Deutschen Fernsehens vom 19.

James Joyce: Ulysses

Ein Schriftsteller", so hat Joyce einmal zu Djuna Barnes gesagt, "sollte niemals über das Außergewöhnliche schreiben. Das ist recht für einen Journalisten.

Dem Edward Gorey in die Falle gegangen

Der heute achtundvierzigjährige New Yorker Zeichner Edward Gorey erfreut sich eines leicht esoterischen und subversiven internationalen Ruhms, wie er einem Mann zukommt, der sein Publikum mit viel Talent programmatisch im unklaren darüber läßt, woran es mit ihm und seinen phantastischen Bildergeschichten ist.

Familientag im Chorherrenstift

Die Familie, einst vielgerühmter Hort der Ehegatten und des Kindes, entpuppte sich im Drama der Jahrhundertwende als ein psychisches Schlachtfeld.