: Dorothee Sölle

Protestantismus: Mehr Wasser als Wein

Evangelisch 2017 – im Reformationsjahr stellt sich die alte Frage neu: Wie selbstbewusst sind Protestanten heute?

Pastor hinter Gittern

Der angesehene Gemeindepfarrer Klaus Geyer soll seine Frau erschlagen haben - Zuspruch von Reemtsma

Was sie eint . . .

In seinem jüngsten Thesenbuch entwirft Hans Küng die Vision eines neuen Ethos der Weltreligionen

Mit Gott gegen das Geld

Das Berliner Jahrestreffen von Währungsfonds und Weltbank löst beispiellose Proteste aus

Dorothee Sölle: Unmöglich, wie wir leben

Es war an einem Abend, als Gäste um den Tisch saßen, da klingelte es. Ein junger Mann. Wahrscheinlich ein Student meines Mannes, dachte sie; er brauche Hilfe, sagte er, Hilfe für Freunde.

"Gott liebt uns ebenso wie die Weißen"

In Lateinamerika konkurrieren heute zwei grundverschiedene Formen des Christentums miteinander: die aggressiv missionierenden protestantischen Sekten mit ihrer individualistischen Frömmigkeit, ihren bürgerlichen Sekundärtugenden wie Disziplin, Fleiß, Sauberkeit, Anerkennung der Obrigkeit und ihrem massiven Antikommunismus Reaganscher Prägung.

Viele kleine Heinrich Bölls

Ein großer Wurf soll es werden, wenn die Grünen stiften gehen. Sie zieren sich noch ein wenig, aber niemand mag im Ernst mehr daran glauben, daß die Grünen auf ihren Anteil an jenen Millionen verzichten, die der Staat den Stiftungen von CDU, CSU, SPD und FDP alljährlich in die Taschen stopft.

Dorothee Sölles Bekenntnis zur Utopie: Ein christliches Ärgernis

Diese Person ist ein Ärgernis", stellte Anfang der siebziger Jahre ein Bonner Politiker mißbilligend fest, als die evangelische Pastorin Dorothee Sölle das von ihr und einigen anderen protestantischen Geistlichen entwickelte "Politische Nachtgebet" in einer Kölner Kirche einführte und damit insbesondere bei jungen Leuten so viel Anklang fand, daß die Teilnehmer an diesem Gottesdienst wegen Überfüllung der Kirche häufig bis auf die Straße hinaus standen.

Von Gott verlassen

Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar", sagte Ingeborg Bachmann 1959. An diesen Satz habe ich bei dem Film "Shoah" denken müssen; er mutet denen, die unter der selbstverständlich gewordenen Lüge leben, Wahrheit zu und erfüllt so eine wesentliche Voraussetzung der Kunst.

Hildegard Hamm-Brücher: Sehr einsam und sehr zornig

Er ist ihr „Kind“, und sie eine stolze „Mutter“: Hildegard Hamm-Brücher und der Theodor-Heuss-Preis. Am 9. Februar wird sie ihn in München zum zwanzigsten Male vergeben, diesmal an Georg Leber, den redlichen Schlichter in der Krise; an Karlheinz Böhm und Rupert Neudeck, die Helfer gegen Hunger- und Flüchtlingselend.

Wir sind die Verfassungsschützer

Fritz J. Raddatz: Viele Aktionen, Statements,öffentliche Briefe, Reden, Manifestevon Ihnen in der letzten Zeit haben ungewohnlichviele Gegenstimmen hervorgerufen, mindestens kritische Kommentare, wenn nicht Attacken.

Wege zum Leben in seiner Fülle

Ich spreche zu Ihnen als eine Frau, die aus einem der reichsten Länder der Erde kommt; einem Land mit einer blutigen, nach Gas stinkenden Geschichte, die einige von uns Deutschen noch nicht vergessen konnten; ein Land, das heute die größte Dichte von Atomwaffen in der Welt bereithält.

Heilige Emma, hilf!

Über die kleinmütige Provokation von Dorothee Sölle: Darf Gott kein "Herr" sein?