DSGVO: Was sich mit der Datenschutz-Grundverordnung ändert

  • Seit dem 25. Mai 2018 ist die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wirksam. Es ist das größte Datenschutz-Gesetz auf EU-Ebene seit 1995 und soll den Datenschutz an das Internetzeitalter anpassen.
  • Der erste Gesetzesvorschlag wurde 2012 veröffentlicht. 2016 trat das Gesetz in Kraft, ab Mai 2018 wurde es verpflichtend umgesetzt. Es betrifft alle, die "personenbezogene Daten" digital verarbeiten – von sozialen Netzwerken zu Onlineshops und selbstständigen Fotografen.
  • Die DSGVO soll vor allem den Verbrauchern mehr Rechte einräumen und Unternehmen stärker in die Pflicht nehmen. Nutzer sollen mehr Informationen darüber erhalten, wozu ihre Daten erhoben und eingesetzt werden. Firmen müssen ihre Angebote transparenter gestalten. Bei Gesetzesverstößen drohen hohe Strafen.
  • Vor der Umsetzung gab es viel Diskussionen. Kritiker bemängelten unklare Formulierungen und die Anforderungen an Unternehmen, aber auch an kleine Websitebetreiber. Die Befürworter antworten: Vieles, was durch die DSGVO geregelt wird, stand auch schon im Bundesdatenschutzgesetz. Klagen und Gerichtsurteile sind nicht ausgeschlossen.
© Tom Werner/Getty Images

Soziale Medien: Facebook muss unser Vertrauen gewinnen

Wir alle sind nicht Kunden, sondern Ware von Facebook. Die Verantwortung für unsere Datenrechte sieht FDP-Politiker Manuel Höferlin beim Konzern – nicht nur beim Staat.

© David Paul Morris/Bloomberg/Getty Images

Facebook: Was Zuckerberg lieber verschweigt

Statt Probleme bei Facebook zu benennen, blendet der Chef Mark Zuckerberg Brisantes aus. Sein Gastbeitrag auf ZEIT ONLINE zeigt aber, dass großer Druck auf ihm lastet.

© Martin Fengel für ZEITmagazin

Harald Martenstein: Lenny und der Nanny-Staat

Datenschutz für Hunde, aha. Wie kriegt man denn dann raus, ob das Tier es am Herzen hat? Die Verordnung gilt übrigens auch für Meerschweinchen, die auf Diskretion setzen.

© Fabrizio Bensch/Reuters

E-Privacy: Hier bitte keine Werbung

Die E-Privacy-Verordnung soll die Nachverfolgung der Nutzer im Netz einschränken. Verlage sehen ihr Geschäft in Gefahr. Datenschützer sagen: Das ist Sinn der Sache.

© Yves Herman/Reuters

Mark Zuckerberg: "Alles nur Blablabla"

Die Fraktionschefs im EU-Parlament haben Facebook-Chef Mark Zuckerberg zum Datenskandal gehört. Das Ganze war eine Farce, aber das lag nicht an den Fragen der Politiker.