DSGVO: Was sich mit der Datenschutz-Grundverodnung ändert

  • Ab dem 25. Mai 2018 ist die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wirksam. Es ist das größte Datenschutz-Gesetz auf EU-Ebene seit 1995 und soll den Datenschutz an das Internetzeitalter anpassen.
  • Der erste Gesetzesvorschlag wurde 2012 veröffentlicht. Seit 2016 ist es in Kraft, ab Mai 2018 wird es verpflichtend umgesetzt. Es betrifft alle, die "personenbezogene Daten" digital verarbeiten – von sozialen Netzwerken zu Onlineshops und selbstständigen Fotografen.
  • Die DSGVO soll vor allem den Verbrauchern mehr Rechte einräumen und Unternehmen stärker in die Pflicht nehmen. Nutzer sollen mehr Informationen darüber erhalten, wozu ihre Daten erhoben und eingesetzt werden. Firmen müssen ihre Angebote transparenter gestalten. Bei Gesetzesverstößen drohen hohe Strafen.
  • Vor der Umsetzung gab es viel Diskussionen. Kritiker bemängelten unklare Formulierungen und die Anforderungen an Unternehmen, aber auch an kleine Websitebetreiber. Die Befürworter antworten: Vieles, was durch die DSGVO geregelt wird, stand auch schon im Bundesdatenschutzgesetz. Klagen und Gerichtsurteile sind nicht ausgeschlossen.
© Henning Kretschmer für DIE ZEIT

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