: Edgar Salin

Die Tragödie des Pfundes

Es gibt in unserer schnellebigen Zeit doch zum Guten und zum Bösen noch Traditionen, die gegen alle Vernunft aus Gefühlsgründen wirken, auch wenn die wenigsten Menschen sich gern ihre Kraft eingestehen.

Max Weber und seine Freunde

Es gehört zu den erstaunlichsten Phänomenen der Gegenwart, daß nicht nur die jüngst vergangenen drei Jahrzehnte gern aus dem Gedächtnis gestrichen werden, sondern daß mit ihnen auch die Erinnerung an die großen Deutschen sich abgeschwächt hat, welche vor und nach der Jahrhundertwende das Forum der Universitäten und die politische Bühne bestimmten.

Jakob Burckhardt und Nietzsche

Auf die Beziehungen Jakob Burckhardts zu Nietzsche ist vor einigen Jahren durch das Buch eines Münchner Soziologen (A. v. Martin "Nietzsche und Burckhardt") nachdrücklich die Aufmerksamkeit gelenkt worden.

Nationalisierung der Währungspolitik?

Wenn man wie der Verfasser vergeblich gegen die Aufwertung gekämpft hat, so überlegt man sich lange, ob es einen Sinn hat, in dieser durch die Aufwertung geschaffenen Situation das Wort zu ergreifen.

Edgar Salin wird 80: Weise ohne Resignation

In diesen Tagen feiert Edgar Salin seinen achtzigsten Geburtstag. 1892 geboren, hatte der Zweiundzwanzigjährige, kurz bevor er als Freiwilliger in den Ersten Weltkrieg zog, 1914 bei Alfred Weber in Heidelberg mit summa cum laude promoviert.

Drei Schritte, die die Welt verändern

Seit dem Anbruch des Atomzeitalters und dem Zu-Ende-Gehen des Zeitalters von Kohle und Eisen leben wir in einer zweiten Phase der industriellen Revolution.

Wo aus Wüsten Gärten wurden

Wie unheimlich noch die Gewalt antiker Tempel sein kann, wird jeder wissen, der in der Morgen- oder Abendsonne sich den Tempeln von Paestum nähert.

Soziologische Aspekte der Konzentration (III): Ein „westdeutsches“ System?

Das Fazit unserer Betrachtung über die „Unterwühlung des Eigentums“ scheint mir eindeutig. Im 19. Jahrhundert verlieh das „heilige“ Eigentum einige wirkliche Macht und darum konnte auch das Schlagwort von der „Expropriation der Expropriateure“ zu einer zündenden Parole, zu einem einigenden Kampfruf der Arbeiterklasse werden.

Gelehrter Feuerkopf

Am 10. Februar wird der derzeitige Rektor der Universität Basel, Edgar Salin, 70 Jahre alt. Wer ihn sieht, wer seine unglaubliche Arbeitskapazität kennt, seine in Jahrzehnten unveränderte Freude am Schaffen, am Lehren, am Schritthalten mit den Erkenntnissen und Erfordernissen der Zeit, der ist überzeugt, daß die Behörden sich irrten, als sie ihn unter dem 10.

Währungspolitik in der Krise

Zwei Jahre nach dem Tode von Hans Luther erscheint, von Dr. W. J. Heibich sorgfältig redigiert, gleichsam als zweiter Band der Lebenserinnerungen des „Politikers ohne Partei“ (so der Titel seines ersten, 1960 erschienenen Memoirenbandes) ein Buch, das sich vornehmlich mit den währungspolitischen Problemen des Young-Planes, der deutschen Zahlungsbilanz, sowie der Weltwirtschaftskrise im Stadium der Kanzlerschaft Brünings und Papens beschäftigt.

Stefan Georges Wiederkehr

Nur eine kleine Zahl der Älteren wird sich heute noch erinnern, welch erschütternden Eindruck die Nachricht vom Tode Stefan Georges vor 25 Jahren nicht nur beim Häuflein seiner Freunde, sondern bei einem großen Teil aller Deutschen hinterließ.

Drei Schritte, die die Welt verändern

Professor Edgar Salin, Ordinarius der Staatswissenschaften in Basel, hat in der letzten Ausgabe der ZEIT entwickelt, daß wir seit dem Zu-Ende-Gehen des Zeitalters von Kohle und Eisen und dem Anbruch des Atomzeitalters in einer zweiten Phase der industriellen Revolution leben, deren weltweite Chancen und Gefahren die der ersten Phase noch weit übersteigen.

Mitbestimmung auf falschem Weg

Es ist schwer heute, in Deutschland sachlich über die Mitbestimmung zu sprechen und sachlich angehört zu werden, und es wird wahrscheinlich demnächst auch in Frankreich nicht leichter sein.

Der Mensch in der Wirtschaft des Westens (1)

Der Mann der Wissenschaft – in unserem Falle der Volkswirtschaftler und Soziologe – zieht es in unseren Tagen häufig vor, Erkenntnisse zu gewinnen, die ihm den Beifall der wirtschaftlichen Praktiker einbringen.