: Eduard Spranger

Erinnerungen: Das unerbittliche Auge

Ein Meister der Sprache und des Denkens: Peter Wapnewski, einer der großen deutschen Literaturwissenschaftler, hat seine Erinnerungen geschrieben

Barfuß in den Hörsaal

Am Leibniz-Kolleg in Tübingen lernen angehende Studenten, wie man richtig studiert

Der Fall Lessing

Zum 125. Geburtstag des Kulturphilosophen: Der zweite Band der "Ausgewählten Schriften" Theodor Lessings

Alle Macht dem Parlament!

In dieser Woche vor hundert Jahren wurde Carlo Schmid geboren - Literat, Historiker, Redner, der Hausvater der Republik und erste König des Deutschen Bundestages / Ein Essay von Walter Jens

Schuld und wenig Scham

Daß die Universitäten im "Dritten Reich" nicht gerade Bollwerke gegen die Kriminaldiktatur gewesen sind, sich eher als anpasserisch, opportunistisch oder auch weltanschaulich erbötig erwiesen, ist bekannt und vielfach angeklagt worden.

Vor Gott ist jeder ein Berliner

Athen, Spreeathen. Das Wort geht auf Voltaire zurück, der dem Kronprinzen Friedrich damit schmeicheln und ihn aus dem Sparta-Preußen erlösen wollte.

Autobiographie eines Psychoanalytikers: Vitaler Haß auf Bürokratie

Horst-Eberhard Richter, erfolgreicher Bestseller-Autor (Die Gruppe – Lernziel: Solidarität – Flüchten oder Standhalten – Der Gotteskomplex – Zur Psychologie des Friedens), hat eine Autobiographie veröffentlicht, die er zutreffend "Erinnerungen und Assoziationen" nennt.

Nachforschungen

Einem heutigen Studenten einer Philosophischen Fakultät verspricht der Titel nichts, was er wissen möchte: Er ist – nicht nur ihm – unverständlich.

Abitur-Alternativen ohne Chancen

Eduard Spranger, der Vorfahr aller heutigen Kulturpädagogen und Bildungspolitiker, hat es vorausgesagt: "Wer an das Abiturexamen rührt", prophezeite er bereits 1930, "muß sich klar sein, daß damit der gesamte Organismus des deutschen höheren Schulwesens in Bewegung geriete.

Vom Sinn der politischen Bildung in der Schule: Bis zur törichten Revolte

MEINEN STUDENTEN, den Kämpfern um die „Endlösung“ und den Verächtern des „Systems“, ... aber auch den politisch Uninteressierten und den Humorlosen, bei denen der Unmut habituell geworden ist, und natürlich auch der schweigsamen Mehrheit, den stillen Nutznießern der rechtsstaatlichen Ordnung, deren politische Einstellung nirgends sichtbar wird.

Schiller, Schlegel, Schimären

Emil Staiger, ein literarischer Gourmet unter den Germanisten, der hier an einem zarten Gedicht Goethes nippt, dort von Mörikes zarten tigen Versen kostet oder gar mit subtilem Instrumentarium die koketten Reize der "Musarion"-Dichtung eines Wieland freilegt, hat mit seinen Büchern zweifelsohne Schule gemacht.

Wie christlich ist die Union?

Auf einer der letzten Tagungen der Katholischen Akademie in München verwunderte sich ein Jesuitenpater darüber, wie unbefangen sich mancher entschließe, christlicher Politiker zu werden.

Skeptiker, Pensionäre oder Abenteurer?

Professor Dr. phil. Dr. jur Theodor Wilhelm ist Ordinarius für Pädagogik an der Kieler Universität. Er hat – geboren 1906 – mehrere Schriften zur politischen Nachkriegserziehung verfaßt; im Alfred Kröner Verlag, Stuttgart erschien sein Buch „Pädagogik der Gegenwart“.

Philosoph, Psychologe, Pädagoge

Eduard Spranger hat uns eine kurze Selbstdarstellung hinterlassen. Sie beginnt mit den Sätzen: "Wenn ich in kürzester Formulierung aussprechen sollte, worin ich Aufgabe und Sinn meines Lebens erblickt habe, so würde ich sagen: Ergründung der Kräfte und Schicksale, die aus dem Innern des Menschen emporsteigen; Wunsch, sie zu schützen; Versuch, sie zu bilden.

Zeitmosaik

Der Nestor der deutschen Philosophen und Pädagogen, Professor Eduard Spranger, starb am 17. September im Alter von 81 Jahren in der Tübinger Universitätsklinik.

1962 - im Taumel der Rekorde

Der Philosoph Eduard Spranger hat unsere Zeit ein Jahrhundert des Rekords und des Sports genannt. Die Kultur sei soweit fortgeschritten, meint er, daß die Menschen Gefahr liefen, ganz "Geist" zu werden und dabei "vital", d.

Im alten Preußen gab es nur Pflicht

Aus dem umfassenden Lebenswerk und dem eindrücklichen Lebensbild des Tübinger Gelehrten Eduard Spranger ist es schwer, einzelne Aspekte herauszuheben, ohne der unaufdringlich vorgeprägten, aber in ihrer Unbedingtheit um so wirkungskräftigeren Einheit von Denken und Lehren, von Forschen und Sein empfindlichen Abbruch zu tun.