: Edzard Reuter

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Cumhuriyet: Sie holen uns

Um fünf Uhr morgens stürmten Polizisten die Wohnungen von 18 Journalisten der Zeitung "Cumhuriyet". Erdoğan will die letzte kritische Pressestimme zum Schweigen bringen.

A U T O M O B I L E : "Totes Geld"

Schmale Gewinne, Gerüchte um Aktienverkäufe - DaimlerChrysler steht unter Druck. Auch zwei Jahre nach der Fusion bleibt der Erfolg aus. Dabei hätte Daimler-Chef Schrempp gewarnt sein können: Schon zweimal stand der angeblich so erfolgreiche Konzern Chrysler kurz vor der Pleite

Europa: "Man wird uns zerquetschen"

Mit Leidenschaft kritisiert der frühere Daimler-Chef Edzard Reuter im Interview die Europapolitik der Bundesregierung. Die Kanzlerin scheue es, Wahrheiten auszusprechen.

Spielen: Vor kurzem wurde in Berlin der Grundstock zu einer Ausstellung unter dem Motto "Die Lust am Denken" gelegt – in Erinnerung an den deutschen Schachweltmeister Emanuel Lasker, der 27 Jahre lang (1894–1921) den Titel innehatte, weit länger als jeder andere.

Unter den vielen Gästen war auch der mehrfache Vizeweltmeister Wiktor Kortschnoj, der eine Benefiz-Simultanvorstellung gab und sich als Schüler Laskers bekannte. Und der ehemalige Daimler-Benz-Chef Edzard Reuter berichtete gerührt, wie er auf fast schon wundersame Weise in den Besitz des Schachspiels kam, mit dem sein Vater Ernst Reuter, der erste Regierende Bürgermeister Berlins, 1934 im KZ Lichtenburg mit dem sozialistischen Arbeiterführer Wilhelm Leuschner gespielt hatte, der später zum Kreisauer Kreis gehörte und nach dem 20. Juli 1944 hingerichtet wurde. (Auch Emanuel Lasker musste Deutschland während der Nazizeit verlassen und starb 1941 verarmt in New York.)

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Edzard Reuter, 75, ist der Sohn des früheren Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Ernst Reuter. Nach einem Physik-, Mathematik- und Jurastudium bewarb er sich als 29-Jähriger bei der Daimler-Benz AG ? und wurde abgelehnt. Er ging zunächst als Prokurist zur Berliner Ufa, dann in die Geschäftsleitung der Bertelsmann Fernsehproduktion in München. 1964 holte ihn Hanns Martin Schleyer nach Stuttgart in die Daimler-Benz-Zentrale. Dort stieg Reuter innerhalb von zehn Jahren zum Vorstandsmitglied auf, 1987 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden des Konzerns berufen, 1995 wechselte er in den Aufsichtsrat. Heute ist er Buchautor und vergibt über die Helga und Edzard Reuter-Stiftung Forschungsstipendien "auf dem Gebiet der internationalen Gesinnung und Toleranz". Hier träumt er davon, in Berlin einen neuen Stadtteil zu bauen

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