: Elvis Presley

Zeitmosaik

Zu den erfreulichen Perspektiven gehört die Aussicht auf eine Normalisierung des geistigen Lebens in der Bundesrepublik, auf eine Auflösung der linken Diktatur in Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen, in Rundfunksendern, Kunstvereinen und Theaterdramaturgien.

Der Zorn der Jugend

Ein junges Mädchen, das in der Sowjetzone wohnt, schrieb mir diesen Brief: „Da Sie, wie ich annehme, ein dickes Fell haben, kann ich ohne Angst, psychischen Schaden anzurichten, sagen, daß Sie mir ausgesprochen unsympathisch sind.

Filmtips

„Elvis“ von John Carpenter, eine Arbeit des Regisseurs von „Assault – Anschlag bei Nacht“ und „Halloween“ für das amerikanische Fernsehen.

III. Spielcasinos

Wer einen Vulgär-Kapitalismus hassen lernen möchte, der braucht nur in deutsche Spielcasinos zu gehen. Freilich nicht an einem jener freundlichen Ferienorte wie Westerland oder Bad Reichenhall, wo Urlauber an einem einsamen Abend auch mal ein bißchen „jeuen“ und sich dabei aufs harmloseste verworfen vorkommen.

„...ärmer ohne dieses Lied“

Als Kinder haben wir das Lied „Stille Nacht“ ebenso gefürchtet wie geliebt. An Adventsonntagen durfte es nicht gesungen werden, da wurden „fröhliche“ Weihnachtslieder gespielt.

Die neue Schallplatte

David Forman: „David Forman.“ Napoleons Hochzeit und Erinnerungen an Ferien im ländlichen Louisiana, psychisch leicht verwirrte Vietnam-Veteranen, die einem Mädchen, das sie jahrelang nicht mehr sahen, gleich einen Heiratsantrag machen, und „Pop“-Idole wie Phillip Marlowe und Elvis Presley als nostalgisch verklärte Identifikationsobjekte sind sicher nicht jedermanns Thema.

Wenn ein Symbol der Jugend langsam älter wird: Zum Beispiel Elvis

Auf einem erleuchteten Quadrat, einem Boxring nicht unähnlich, von aufgereihten Zuschauern angestarrt, kämpft ein Mann. Er kämpft allein, bewaffnet mit einer Gitarre; der Gegner ist nicht sichtbar, aber er ist anwesend und heißt: am Ende sein, erledigt sein, überholt sein, überführt sein.

Die neue Schallplatte

Lonnie Donegan: „Puttin’ On The Style“. Der heute 47 Jahre alte Donegan war vielleicht eine wichtige Gründerfigur für die britische Rockmusik, bevor die Beatles, Stones, Kinks und andere den amerikanischen Rock ’n’ Roll adaptierten – aber auch ungefähr so originell wie seinerzeit die Lords aus Deutschland im Vergleich zu Elvis Presley.

Die neue Schallplatte

Dieses sorgfältig zusammengestellte und kompetent kommentierte Doppelalbum alter Aufnahmen der Pionier-Firmen Sun, Chess, Roulette und Checker dokumentiert – fast schon etwas lehrbuchhaft – die Ursprünge des Rock ’n’ Roll aus dem Blues, dem Rhythm & Blues und der Country Music.

Papa Rock Hallyday

An einem regnerischen Nachmittag des Jahres 1958 ging Jean-Philippe Smet ins Kino, denn er langweilte sich. In dem verlotterten Saal an der Place Clichy zeigte man „Amour frénétique“.

,,Hängen wir einen Nigger auf!“

Die meisten der 20 471 Einwohner von Tupelo im Bundesstaat Mississippi sagen, in ihrem Städtchen geschehe nie etwas. Wirklich nie? Der Name Tupelo läßt an die Indianer Mississippis zurückdenken, von denen nur wenige überlebt haben; auf der Landkarte von Mississippi aber finden sich ihre Namen noch heute, und sie haben den pulsierenden Klang von Indianertrommeln: Tupelo, Tishomingo, Itawamba, Pontotoe, Chichasaw, Choctaw, Tallahathie, Coahoma, Yalobusha, Toccopola, Wenasoga.

Alles o.k.

Am 16. August 1977 starb in Memphis (Tennessee) ein 42jähriger fetter, herzkranker, wahrscheinlich sehr einsamer und unglücklicher Amerikaner: Elvis Presley.

Plattensammler: Besser Elvis als Adolf

Wenn der Eisenbahner Josef Fimpel von der Arbeit kommt, geht sie erst richtig los. Dann steigt er in seinen Hobbyraum, führt Listen, schreibt Gesuche, katalogisiert Nummern und telephoniert kreuz und quer durch Deutschland.

Popsänger: 99 Fragen an Harry Belafonte

Gerade ist er 85 geworden, dieser Tage erscheint seine Biografie. Im Interview mit Moritz von Uslar blickt der Sänger und Schauspieler zurück auf das 20. Jahrhundert.

Andy Warhol "Headlines": Mantras der Massenkultur

Die Schlagzeilen der New Yorker Klatschpresse lieferten Andy Warhol jede Menge Stoff für sein kolossales Œu­v­re. Aus Storys zu Stars und Katastrophen machte er Kunst.

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