: Erich Wonder

T H E A T E R : 100 Steinchen, keine Welt

Neues aus dem Tempel der Werktreue: Peter Stein inszeniert Botho Strauß' Hotelstück "Pancomedia" in Berlin und verabschiedet sich endgültig von der Kunst der Menschendarstellung

festival: Tristan, Pflegestufe III

Jubel für die Solisten, Buhgeheul für die Regie: Christoph Marthaler inszeniert in Bayreuth Wagners "Tristan und Isolde"

100 Steinchen, keine Welt

Neues aus dem Tempel der Werktreue: Peter Stein inszeniert Botho Strauß' Hotelstück "Pancomedia" in Berlin und verabschiedet sich endgültig von der Kunst der Menschendarstellung

Hat sich etwas bewegt?

Die neue Bayreuther "Ring"-Inszenierung produziert zwar viel Pulverdampf, aber das Politische verflüchtigt sich dabei auch

Isolde muß nicht sterben

Peter Konwitschny und Zubin Mehta eröffnen die Münchner Opernfestspiele mit einem neuen "Tristan"

Phädra hat gelebt

Luc Bondy inszeniert in Lausanne seinen ersten Racine

Wir sind ein blödes Volk

19. Mai. Eröffnung. Im Foyer der Frankfurter Schirn, dort, wo sich die Treppenaufgänge der Kunsthalle kreuzen und eine steinerne Plattform bilden, stehen unter einem monumentalen Gemälde von A.

Gesungenes Spiel im Raum

Das wäre die Erfindung schlechthin: ein Elixier, mit dem der menschliche Alterungsprozeß gehemmt oder ausgesetzt, das menschliche Leben also verlängert werden könnte.

Wo bleibt es, das herrliche Leben?

Einem einzigen Akteur in siebzehn Tagen ist es gelungen, so etwas wie Zorn zu erregen: Hamburgs Bürgermeister Voscherau, der die Begrüßungsrede halten mußte.

Zeitmosaik

Auf Antrag des Ensemble-Sprechers und des Betriebsrates hat mir die Mehrheit der Burgschauspieler das Mißtrauen ausgesprochen für den Fall, daß ich mich nicht noch einmal und detailliert für mein ZEIT-Interview entschuldige; da ich mehrfach öffentlich und ernsthaft erklärt habe, daß ich mit meinen Äußerungen niemanden persönlich habe verletzen wollen, und mir eventuelle persönliche Verletzungen unendlich leid täten, besteht zu einer nochmaligen Entschuldigung kein Anlaß.

Frieda Parmeggiani: Schmerz ist ihr Panzer

In der Hotelhalle ist sie tief über eine Opernkritik gebeugt, in der sie bereits in der zwölften Zeile Erwähnung findet. "Schauen Sie, hier: Kostüme von Frieda Parmeggiani.

Der neue "Ring" in München: Ja, aber, nein

Mitten hinein in die jubelselige und bravofreudige Stimmung am Ende der Münchner Opern-Festspiele hat die bayerische Staatsregierung eine Bombe geworfen: Es sei "politisch nicht verantwortbar", schrieb die Frau Staatssekretärin an den Herrn Intendanten, wenn die Ausstattung der für kommenden März geplanten Neuinszenierung von Wagners "Ring des Nibelungen" mehr als zwei Millionen koste.

Fernseh-Kritik: Angst vor neuen Bildern

Im Fränkischen, nahe der Grenze zur DDR, liegt der Ort Hölle. In dieser Gegend nahm der Bühnenbildner Erich Wonder Quartier, um mit seiner Kamera die Grenze zu beobachten.