: Ernst Toller

© Hulton Archive/​Getty Images

"Träumer": Die Toten auf Urlaub

Können Schriftsteller die Welt verändern? Volker Weidermann erzählt in seinem Buch "Träumer" über das Jahr 1919, als Dichter die Münchner Räterepublik errichten wollten.

Berlin: Eine Geschichte ohne Moral

Wie prägten die Künste die Goldenen Zwanziger im "Babylon Berlin"? Eine Reise zurück ins Jahr 1927, als die Zukunft kühl, laut und kühn klang.

Volksbühne: Ausgebrüllt!

Die endgültig letzte Premiere der Intendanz Frank Castorf an der Berliner Volksbühne. Der Biograf des Regisseurs nimmt auf sehr persönliche Weise Abschied. Als Wessi

Stich im Gewissen

Der PEN-Club deutscher Autoren im Ausland löst sich auf

© Hulton Archive/​Getty Images

Zeitgeschichte: Mord in München

Im Februar 1919 starb der bayerische Ministerpräsident Kurt Eisner durch die Kugeln eines Attentäters. Die Folgen waren dramatisch.

Abenteuer eines Auflesers

Tankred Dorst ist der produktivste Dramatiker der Gegenwart: Ein Sammler von Stoffen. 2006 soll er in Bayreuth den Ring inszenieren

porträt: Der Verlorene

Er war Jude, Protestant, Kommunist, Katholik. Er floh aus Nazideutschland in die Sowjetunion, kehrte zurück, erlitt die Qualen dreier KZ, fand sein letztes Asyl in Manhattan: Hermann Borchardt (1888 bis 1951). Sein Jahrhundertroman "Die Verschwörung der Zimmerleute" ist das letzte große bislang ungedruckte Werk des deutschen Exils

Stich im Gewissen

Der PEN-Club deutscher Autoren im Ausland löst sich auf

Becher statt Rilke

Lehrplanreform paradox: In Sachsen fallen große Dichter dem Rot-Stift zum Opfer. Eine Polemik

Vor hundert Jahren wurde der Revoluzzer und geniale Selbsthasser Oskar Maria Graf geboren: "Verbrennt mich!"

Einmal eine Revolution, so eine handsame, überschaubare, klitzekleine Revolution. Am 9. November 1918 im Triumph von der Theresienwiese hinein nach München, die Soldaten in den Kasernen, die Arbeiter in den Fabriken, die Bürger in der Straßenbahn befreit, im Vorbei auch die Schwester in ihrem Friseursalon: "Revolution! Revolution! Wir sind Sieger!" Aufruhr, Aufstand, Streik, nieder mit König & Kaiser, mit uns zieht die neue Zeit.

Lange Zeit war sein Bild von Legenden verzerrt: Joseph Süß Oppenheimer, Sündenbock für Fürstenwillkür, Opfer antijüdischer Vorurteile: Die unendliche Geschichte des „Jud Süß“

Der 4. Februar 1738 ist in Württemberg kein Tag wie jeder andere. An diesem Dienstag wird in Stuttgart der „Jud Süß“ gehenkt – „am oberen Galgen bei hellem Sonnenschein, da vor und nach etliche Tag Regen- und Dunckelwetter gewesen“, wie der Schreiber im Exekutionsprotokoll akribisch vermerkt.

Der Mann mit dem Hütel

Oskar Maria Grafs Reisebericht aus Rußland und seine autobiographischen Schriften

Amsterdam, Keizersgracht 333

Die ostdeutschen Verlage berappeln sich und trotzen dem drohenden wirtschaftlichen Ruin mit sorgfältig plazierten Programmhöhepunkten, die Aufmerksamkeit verdienen: bei Volk und Welt Lilja Briks Erinnerungen an Majakowski "Schreib Verse für mich", bei Reclam Leipzig Arnold Zweigs "Bilanz der deutschen Judenheit" und beim Aufbau-Verlag nicht nur der Band "Autoren- und Verlegerbriefe 1945-1949" als Auftakt der neuen Taschenbuchreihe, sondern nun auch im Hauptprogramm die Memoiren von Fritz Landshoff.