: Erwin Chargaff

H Ö R B U C H : Vorm Berühren Hände waschen

Erwin Chargaff liest aus seinem Buch "Das Feuer des Heraklit - Skizzen aus dem Leben vor der Natur", das 1979 in Deutschland erschien. Es sind die Erinnerungen eines Moralisten, der versehentlich Naturwissenschaftler wurde, weil er eine Abneigung gegen das Predigen hatte und hoffte, die Anschauung der Natur würde ihn überzeugen

L I T E R A T U R : Das Gespenst Ethik

Die Ärzte sind überlastet. Was aber wäre ein guter Arzt? Klaus Dörner hat ein Lehrbuch nicht nur für angehende Mediziner geschrieben

ZEIT FORUM: „Einsteins Erben“

Das 15. ZEIT Forum der Wissenschaft wurde zum Einsteinjahr 2005 abgehalten. Kommendes Jahr wird nicht nur der 50. Todestag Albert Einsteins gefeiert, sondern auch einhundert Jahre Relativitätstheorie. Lesen Sie das vollständige Transskript

Wir brauchen wüste Pessimisten

Erwin Chargaff wurde 1905 in Czemowitz geboren. Er studierte in Wien Chemie und hörte die Vorlesungen von Karl Kraus, ging 1934 über Paris nach Amerika.

Es ist irgendein Teufel...

Das Museum of Natural History liegt an der Westseite des Central Park, etwa in der Höhe der 78. Straße. Es ist eine Arche all dessen, das uns in den letzten zweihundert Jahren Menschheitsgeschichte abhanden kam: vom Blauwal bis zum kalifornischen Kondor, von den Kwakiutl-Indianern und ihrer hohen Kunstfertigkeit im Umgang mit Holz bis zur Vielfalt der Kulte auf den Karolinen.

Im Prinzip: Hoffnung

Der Stoff, auf dem die Hoffnung ruht, verwirrt durch eine Reihe von paradoxen Eigenschaften: Er kommt im Körper jedes Menschen, in Tieren und sogar in Tabakpflanzen vor – und dennoch vermochten alle Forscher und Firmen, der Welt nicht einmal ein einziges Gramm zu isolieren.

Abscheu vor der Weltgeschichte

Am Anfang der Welt war die Lüge: „Und es ward Licht.“ Am Anfang der Naturwissenschaft war ein Bestechungsskandal. Er sorgte dafür, daß der Lordkanzler Francis Bacon im Jahre des Heils 1621 seiner sämtlichen Ämter verlustig ging, energischer denn je ans Pläneschmieden geriet und jenes Schlaraffenland der instrumentellen Vernunft vorprogrammierte, das er „neues Atlantis“ nannte.

Zwei Pioniere beenden unsere Serie: Erwin Chargaff, dessen Arbeiten über die DNA ein entscheidender Schritt zur Doppel-Helix waren; und Joshua Lederberg, der den Genaustausch bei Bakterien entdeckte. Es gelang nicht, beide Wissenschaftler an einen Tisch zu bringen. Deshalb hier zwei Interviews.: Probleme wird man lösen können

Der Amerikaner Joshua Lederberg entdeckte 1947, damals 21 Jahre alt, gemeinsam mit Edward Tatum den natürlichen Genaustausch bei Bakterien – eine wesentliche Vorarbeit für die Entwicklung der Gentechnik.

Albrechts Pfingsten

Was ist, wenn Sinn und Ton vergehen? Der ungeschriebene, nicht in einzelne Sinngehalte gesonderte Sinn. Sinn schlechthin. Der tonlose Ton.

Per aspera ad absurdum

die Menschheit ab. Alternde deutsche Manager sind euphorisiert von der „Torheit des Mutes, Dinge anzupacken, gegen die sich der intelligente Verstand sträubt“; Software-Spezialisten in Washington kriegen das Glitzern in die Augen, weil sie versuchen dürfen, wovon ihre erfahreneren Kollegen sagen, es sei unmöglich: dieses absolut letzte Computerspiel für Laserkanonen und Abwehrraketen, gegen alle Geschosse und Bomber und U-Boote der Welt fehlerfrei zu programmieren.

forum: Der Traum des Leuchtturmwärters

Einstein wusste: Junge Forscher brauchen Zeit und Ruhe zum Nachdenken. Heute ist Muße im Labor ein Fremdwort. Ein ZEIT-Forum über Geld und Genie, Pflicht und Verantwortung

genforschung: Der Kopfgeburtshelfer

Mit der Entschlüsselung der DNA gab sich Francis Crick nicht zufrieden. Er wollte das Rätsel des Bewusstseins lösen. Ein Nachruf

Clowns im Labor

James Watson und Francis Crick hatten von Chemie keine Ahnung und den Nobelpreis im Kopf

Das Gespenst Ethik

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