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Europawahl 2019: Europa hat gewählt

  • Vom 23. bis zum 26. Mai haben die 28 Mitgliedsstaaten der EU ein neues Europäisches Parlament gewählt. Trotz erheblicher Verluste wird die Europäische Volkspartei (EVP) erneut stärkste Kraft. Die zweitstärkste Fraktion werden laut vorläufigem Ergebnis die Sozialdemokraten (S&D). Ein Mehrheitsbündnis der beiden Fraktionen ist nicht mehr möglich – rechte, grüne und liberale Parteien konnten hohe Zugewinne verzeichnen.
  • In Frankreich, Italien und Ungarn wurden rechtspopulistische oder gar rechtsextreme Parteien stärkste Kraft. In Griechenland rief Ministerpräsident Alexis Tsipras vorgezogene Neuwahlen aus – Grund ist das schlechte Abschneiden seiner linken Partei Syriza.
  • In Deutschland wurden CDU/CSU laut vorläufigem Endergebnis mit knapp 29 Prozent stärkste Kraft. Die Grünen kommen auf 20,5 Prozent, die SPD auf rund 16 Prozent, die AfD auf 11 Prozent, Linke und FDP auf jeweils 5,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag in Deutschland mit 61 Prozent deutlich höher als bei der letzten Europawahl.
  • Auch gesamteuropäisch war die Wahlbeteiligung groß. Nach Angaben des EU-Parlaments liegt sie bei voraussichtlich rund 51 Prozent. Das wäre die höchste Wahlbeteiligung seit 20 Jahren.
  • Gewählt wurden insgesamt 751 Abgeordnete, darunter 96 Abgeordnete aus Deutschland, die sich auf acht Fraktionen und eine Gruppe fraktionsloser Abgeordneter verteilen.
  • Stimm­verteilung Deutschland
  • Gewinne und Verluste Deutschland
  • Europa­karte
  • Stimm­verteilung EU
  • Gewinne und Verluste EU
  • Sitz­verteilung
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Frankreich: Totalschaden für die Konservativen

Immer mehr Mitglieder treten aus oder laufen zu Macron und seiner Bewegung über. Frankreichs Konservative stehen vor den Trümmern ihrer Existenz.

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Matteo Salvini: Als befände er sich im Krieg

Italiens Innenminister werden obskure Geschäfte mit Russland vorgeworfen. Statt sich zu verteidigen, attackiert er weiter private Seenotretter und Migranten – mit Erfolg.

© Illustration: Matthieu Bourel für DIE ZEIT (verwendetes Foto: Daniel Hofer)

Ursula von der Leyen : Ursula ... wer?

Kaum einer der 751 EU-Abgeordneten, die von der Leyen zur Kommissionschefin wählen sollen, kann sich ein Bild von ihr machen. Aber sie erwarten viel. Unterwegs in Brüssel

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Europawahl: Was sie mit Europa vorhaben

Einer will die EU schwächen, ein anderer an ihre Spitze. Eine will mehr Sozialtransfers, eine andere genau dies verhindern. Die deutschen Spitzenkandidaten im Steckbrief

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Europawahl 2019: Die neuen Farben Europas

Europa ist weniger grün, als man denkt: Welche Fraktionen vertreten die Bürger im neuen Europäischen Parlament? Wir zeigen die Wahlergebnisse aus fast 80.000 Regionen.

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EU-Kommission: Merkel for President

In Berlin ist die Kanzlerin nach 14 Jahren am Ende, in Brüssel könnte sie noch einmal etwas bewegen: Angela Merkel wäre die ideale EU-Kommissionspräsidentin.

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Italien: Europa wird zum Feind gemacht

Italiens Innenminister Matteo Salvini wird gegenüber der EU radikaler. Er spielt mit hohem Einsatz – und könnte sein Land aus der Währungsunion führen.