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Flüchtlinge: Hoffnung Europa

  • In den vergangenen Monaten hat es in der EU immer wieder Streit um die Aufnahme geretteter Migrantinnen und Migranten gegeben. Nach dem Dublin-Verfahren ist der EU-Staat für Flüchtlinge zuständig, den sie zuerst erreichen. Länder wie Italien, Griechenland und Malta sind besonders betroffen, da sie durch ihre Lage am oder im Mittelmeer von privaten Seenotrettungsdiensten angesteuert werden.
  • Besonders viel Aufmerksamkeit hat der Fall der Kapitänin Carola Rackete bekommen, die mit dem Seenotrettungsschiff Sea-Watch 3 und über 40 Migranten an Bord unerlaubt in den Hafen von Lampedusa gefahren war. Sie hatte zuvor über zwei Wochen auf die Erlaubnis gewartet, einen Hafen ansteuern zu dürfen. Rackete wurde von italienischen Behörden festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Mittlerweile konnte sie diesen wieder verlassen, gegen sie wird jedoch ermittelt.
  • 2018 sind 138.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa gekommen. Die Route ist gefährlich – über 2.200 Menschen starben im selben Jahr bei dem Versuch, so nach Europa zu gelangen.
  • Insgesamt waren im letzten Jahr laut UN-Flüchtlingshilfswerk mehr als 70 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Das ist die höchste Zahl in der 70-jährigen Geschichte des UNHCR.
  • In Deutschland wurden 162.000 Asylerstanträge gestellt.