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: FPÖ

RAPPELKOPF

Ein Sturm, kein Sturz: Claus Peymann, das ZEIT-Interview und die Schlacht ums Wiener Burgtheater

Zeitmosaik

Der Vorsitzende der national-liberalen Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), Jörg Haider, hat am Samstag den Rücktritt von Claus Peymann als Direktor des Burgtheaters in Wien gefordert.

Österreich: Eine Maut macht’s möglich

Robert Graf ist in der Klemme. Der österreichische Wirtschaftsminister soll den Ausbau der Autobahnen in der Alpenrepublik vorantreiben, doch die dazu nötigen Millionen fehlen in der Kasse des von ihm verwalteten Bauressorts.

Theater in München: Die Stammtisch-Schwimmer

Schon Anfang November letzten Jahres wies der Linzer Bürgermeister "den von Herrn Achternbusch ausgeworfenen literarischen Unrat über Linz mit aller Schärfe und Entschiedenheit, zurück".

Was für den einen das Paradies ist, kann für den anderen die Hölle sein

Welcher Natur ist das Fette im österreichischen Schweinsbraten, an dem Peter Handke würgt? Was ist dieses österreichische Land, das, wie Wolfgang Bauer schreibt, die Form einer Bauchspeicheldrüse hat, die, wenn sie entzündet ist, sich selbst verdaut? Und weshalb schmort diese entzündete Bauchspeicheldrüse ewig in einem fort weiter in ihrem eigenen Saft, ohne sich selbst zu zerstören? Dem Versuch, die Ursache dieser Unverdaubarkeit als eine geistige Krankheit, einen Minderwertigkeitskomplex darzustellen, wie es der Wiener Psychiater Ringel in der "Österreichischen Seele" mit dem Vokabular der Psychoanalyse getan hat, soll hier ein phänomenologischer Deutungsversuch entgegengestellt werden, eine Art Stichwörtersammlung auf der Basis des Generalisierens.

"Liberal" – ein Wort wird verschrottet: Bin so frei!

Dieses Bild hatte noch gefehlt. Drei Männer, einander strahlend ins Auge blickend, drei Siegertypen. Zwei Rundköpfe und ein Spitzkopf: die Herren Bangemann und Genscher von der bundesdeutschen FDP und der Herr Haider (von seinen Freunden "Haider Jörgl" oder kurz "HJ" genannt), Vorsitzender von Österreichs FPÖ.

Wahlkampf in Österreich: Ohne Furcht und Tadel

Armes Österreich: verschuldet und verspottet, Skandalrepublik und Operettenstaat. Dem Stahlkonzern "Voest" drohen riesige Verluste (Prognose 1986: eine Milliarde Mark), auf die Arbeiter der verstaatlichten Schwerindustrie warten Massenentlassungen und Kurzarbeit, das Budgetdefizit wird knapp 20 Milliarden Mark betragen.

Noch Kraft zum Kampf?

Was man sich für sein Verhältnis zu seinem Stellvertreter, dem Sozialminister Alfred Dallinger, schwer vorstellen kann: für seine Beziehung zum Präsidenten der Arbeitgeber, Rudolf Sallinger, gilt es als ausgemacht, daß sie auf verständnisvoller Herzlichkeit beruht.

Österreich: Cabaret, Cabaret

Seitdem bekannt wurde, daß das Flaggschiff der verstaatlichten Industrie, der Voest-Alpine-Konzern, mit spekulativen Termingeschäften Hunderte von Millionen Mark verlor und nur durch Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt wieder flottgemacht werden konnte, kündigen dem Finanzminister vor allem die hochbesteuerten Hoteliers und Gastronomen ihre Zahlungsdisziplin auf.

Minderheitenprobleme der Nachbarn: Ein Dorn im Auge

Ach, du mein liebes Österreich: Waren das Zeiten, als die Tanzschiffe der Bodenseeflotte mit uns jungen Lindauern vor Bregenz abdrehen mußten, weil in Vorarlberg der Twist verboten war! Waren das Nächte, als die konkreten Poeten der Wiener Gruppe, voran Gerhard Rühm, Ossi Wiener und H.

Österreich: Zwist um Zwentendorf

Gehen in Österreich bald die Lichter aus, ist die Stromversorgung nicht mehr gesichert? Dieser Eindruck könnte leicht entstehen, denn nur wenige Wochen nach dem Bauaufschub für das Donaukraftwerk Hainburg möchte Österreichs Bundeskanzler Fred Sinowatz nun einen Versuch starten, das stillgelegte Kernkraftwerk Zwentendorf in Betrieb gehen zu lassen.

Österreich: Krach in der Koalition

Krise in Wien: Verteidigungsminister Frischenschlager bereitete dem begnadigten Kriegsverbrecher Walter Reder einen militärischen Staatsempfang.

Wahrscheinlich wäre ich ein Lustmörder

Elfriede Jelinek: Der Grund dafür ist wahrscheinlich eine stark verbal ausgerichtete Erziehung gewesen. Als ich noch ein Säugling war, hat mir meine Mutter Goethe-Gedichte vorgelesen, was ja an sich absurd ist, aber doch offenbar Wirkung gezeigt hat.

Österreich: Durch die Hintertür

Für zwei Tage war Österreichs Bundesregierung in der vergangenen Woche in die oberösterreichische Staat Steyr gekommen, um sich auf die wichtigsten Aufgaben der kommenden Monate vorzubereiten.

Österreich: Wahehrheit auf Raten

Das österreichische Parlament unterbrach seine politische Sommerpause, die Opposition führte harte Anklage, Der Anlaß: Österreichs Budgetdefizit wird dieses Jahr erstmals die Schmerzgrenze von hundert Milliarden Schilling – das sind rund vierzehn Milliarden Mark – erreichen.

Österreich: Rot mit Blau

Bruno Kreiskys Wille geschah: Seit vergangenem Dienstag ist sein Wunschkandidat Fred Sinowatz Bundeskanzler, wird das Land von einer kleinen Koalition aus Sozialisten und Freiheitlichen regiert.

Österreich: Die Trickkiste ist leer

Deutsche Politiker und Gewerkschafter blicken immer wieder voll Neid nach Österreich, der "Insel der Seligen" in einem Meer von Arbeitslosigkeit.

Österreich: Geld aus trüben Quellen

Seit einem Jahr duelliert sich die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ), die über 16 000 Mitglieder verfügt und auf 45 000 Wähler zählen kann, mit einem Ungetreuen aus ihren Reihen vor dem Handelsgericht.

Österreich: Den Abgang vergoldet

Der Kronprinz will abdanken. Hannes Androsch, viele Jahre lang Anwärter auf das Kanzleramt in Wien, scheidet nun doch aus der Regierung aus, ehe Bruno Kreisky dieses Amt niederlegt.