Frankfurter Buchmesse: Bücher, Bücher, Bücher

  • Vom 10. bis zum 14. Oktober 2018 fand die 70. Frankfurter Buchmesse statt. Sie ist die weltweit größte Bücherschau. Rund 7.300 Aussteller aus mehr als 100 Ländern sowie 280.000 Besucherinnen und Besucher waren zu Gast.
  • Gastland war Georgien, 100 Jahre nach seiner Unabhängigkeit. 70 Autorinnen und Autoren kamen nach Frankfurt, um die Literatur ihres Landes zu präsentieren.
  • Zum Auftakt der Messewoche am 8. Oktober 2018 wurde der Deutsche Buchpreis für den besten Roman des Jahres an Inger-Maria Mahlkes "Archipel" verliehen. Auf der Shortlist standen außerdem María Cecilia Barbetta ("Nachtleuchten"), Maxim Biller ("Sechs Koffer"), Nino Haratischwili ("Die Katze und der General"), Susanne Röckel ("Der Vogelgott") und Stephan Thome ("Gott der Barbaren").
  • Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2018 geht an die deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und den deutschen Ägyptologen und Kulturwissenschaftler Jan Assmann. Die Verleihung fand am Buchmessensonntag in der Frankfurter Paulskirche statt.
© Andrea Artz für DIE ZEIT

Taschen Verlag: Die Großen sind die Besten

Kraft und Opulenz: Der Taschen Verlag ist der umsatzstärkste deutsche Kunstbuchverlag. Schafft die neue Verlegerin Marlene Taschen einen Generationswechsel?

© Quenten Janssen

Georgien: Amber, Schweiß und Aggression

Ich kenne kein anderes Land, in dem es mehr Kirchen als öffentliche Toiletten gibt als in Georgien. Was findet der Westen nur an meiner Heimat?

© Dagmar Morath

"Archipel": Gelöscht ist für immer gespeichert

Inger-Maria Mahlkes Roman "Archipel" erzählt anhand von drei Familien vom spanischen Faschismus und Kolonialismus. Er hat zu Recht den Deutschen Buchpreis erhalten.

Thomas Hürlimann: Kater Dada kommt mit

Thomas Hürlimanns Roman "Heimkehr" beschreibt einen Grenzgang zwischen Leben und Tod. Ein Buch voller Pointen, Überraschungen und karnevalesker Heiterkeit

© Joyce McCown/unsplash.com

Maggie Nelson: Das Herz der Welt ist blau

Die Schriftstellerin Maggie Nelson schreibt ein Buch über die Liebe zu einer Farbe. Ihr "Bluets" ist eine philosophische, schmerzhafte, ironische Selbsterkundung.

© Hulton Archive/Getty Images

"Gott der Barbaren": Hier flirrt der Lotus

Zwischen Orient und Okzident: Stephan Thomes Roman "Gott der Barbaren" spielt im China des 19. Jahrhunderts. Doch unsere Gegenwart scheint immer durch.

© Christian Werner

"Sechs Koffer": Und dann lachten sie alle

Ausweichen, andeuten, weiterreden: Maxim Biller erzählt in seinem Roman "Sechs Koffer" vom Nichtgesagten einer permanent sprechenden jüdischen Intellektuellenfamilie.

© Taylor Weidman / Getty Images

Stadttour: Drei Tage in Tiflis

In Georgiens Hauptstadt Tiflis trifft Orient auf Okzident. Kuriose Bauten, traditionelle Thermalbäder und eine raffinierte Bauernküche locken immer mehr Besucher an.

© Tim Brederecke und Maximilian Mann

"Das erste Gewand": Der Parzival Georgiens

Guram Dotschanaschwilis Roman "Das erste Gewand" ist das zentrale Werk der georgischen Literatur. Es erzählt viel über die religiöse und politische Tradition des Landes.