: Franz Fühmann

Bücher-Bestenliste

Die Jury- Hans Bender (Köln), Sibylle Cramer (Aachen), Jörg Drews (Bielefeld), Elisabeth Endres (München), Friederike Fecht (Baden-Baden), Franz Josef Görtz (Frankfurt), Peter Hamm (München), Hanno Hebling (Zürich), Agnes Hüfner (Düsseldorf), Wolfgang Ignée (Stuttgart), Kurt Kahl (Wien), Horn Röpke (Frankfurt), Alfred Kolleritsch (Graz), Peter Laemmle (München), Gisela Lindemann (Hannover), Sigrid Löffler (Wien), W.

DDR

Trivialpoesie geht davon aus, daß jedes geschriebene oder ausgesprochene Wort wahr ist... Wenn man alles zitieren und sich auf alles berufen kann, dann muß es auch möglich sein, nichts zu zitieren und sich auf nichts zu berufen.

Bücher-Bestenliste

Die Jury: Hans Bender (Köln), Sibylle Cramer (Aachen), Jörg Drews (Bielefeld), Elisabeth Endres (München), Friederike Fecht (Baden-Baden), Franz Josef Görtz (Frankfurt), Peter Hamm (München), Hanno Helbling (Zürich), Agnes Haber (Düsseldorf), Wolfgang Ignée (Stuttgart), Kurt Kahl (Wien), Horst Röpke (Frankfurt), Alfred Kolleritsch (Graz), Peter Laemmle (München), Gisela Lindemann (Hannover), Sigrid Löffler (Wien), W.

Kultur nach Plan

Harald Wessel, der wortgewandte Kollege vom „Neuen Deutschland“, hat uns die Augen geöffnet. Es wurde wieder einmal, wie jeden Tag sechs Stunden lang, diskutiert.

Zeitmosaik

Die Hamburger Buchhandlung M. Glogau jr. veranstaltet, ohne viel Aufhebens davon zu machen, zusammen mit dem CVJM seit langem Ost-West-Begegnungen.

Die Rebellen schweigen

Die SED-Macht probte die Koexistenz mit dem Geist. Die DDR-Literaten ließen den Aufstand. Und die mit einiger Spannung erwartete Jahreskonferenz des Schriftstellerverbandes in Ostberlin ging vorüber, ohne daß es zu der offenen Auseinandersetzung zwischen jenen, die schreiben in der DDR, und jenen, die Literatur in den Parteibüros programmieren, gekommen wäre.

Hüben und drüben: Nein!

Es gibt nur wenige Originaltexte des Schrifttums der anderen Seite in westdeutschen Ausgaben. Unsere Jugend... fragt mit Recht mehr nach Quellen als nach fertig formulierten Urteilen.

Der exemplarische Weg...

Nichts lag ihm ferner, als die Leier des Aufruhrs zu schlagen. Zur Gefolgschaft, nicht zum Widerstand fühlte er sich immer schon gedrängt.

Strich durch die Rechnung

Volker Braun hat seine Schublade geöffnet, in der sich in den letzten Jahren offenbar einiges gesammelt hat, das er entweder nicht veröffentlichen wollte oder konnte.

Nur noch mit Genehmigung

Es wäre wirklich übertrieben,’ wollte man sagen, der Schriftstellerverband der DDR werde in den literarischen Kreisen Ostberlins angefeindet oder gar gehaßt.

Zum Bücherkauf nach Budapest: Mit Fühmann und Forint

Die Fährte in Budapest hatte Franz Fühmann gelegt. In seinem voriges Jahr in der DDR (aus dem 25-Mark-Pflichtumtausch) gekauften Leipziger Reclam-Band „Zweiundzwanzig Tage oder die Hälfte des Lebens“ war eine Stelle dick angestrichen worden: „Ferenc zeigte mir ein Antiquariat, das ich tatsächlich noch nicht kenne.

Peter Huchels Zeitschrift

Selbst wer nie ein Exemplar von Sinn und Form zu Gesicht bekam, kennt heute den Titel dieser ostdeutschen Zeitschrift. Seit nämlich der Lyriker Peter Huchel, der Sinn und Form vierzehn Jahre lang redigierte, im vorigen Jahr von der SED und ihren Kulturfunktionären aufs heftigste attackiert wurde und gezwungen werden sollte, entweder seine Konzeption dieser Zeitschrift grundlegend zu ändern oder von seinem Posten abzutreten (was Huchel denn auch „freiwillig“ tat), hat man auch hierzulande öffentlich Notiz genommen von einem Organ, das seit 1949 ununterbrochen und mit energischer Unerschrockenheit für die Verständigung – zumindest auf kulturellem Gebiet – zwischen den beiden deutschen Staaten gearbeitet hat.

Unser Leben in feurigen Farben

Die Schriftsteller sind wieder einmal die Prügelknaben der Nation – diesmal zu beiden Seiten der Elbe. Einige Parallelen lassen sich ziehen – Jürgen Habermas zog sie auch im letzten Heft des Merkur – zwischen dem literarischen Unverstand hüben und drüben.

In Kürze

Katherine Anne Porter suchte die Ruhe in einem Landgasthaus in Pennsylvania, Simone de Beauvoir dagegen die Geräusche im Café, um zu schreiben.

Schmuggelware, Geheimschrift

Es begann mit einem Paukenschlag; Franz Fühmann – Förderer und Entdecker vieler Talente in der DDR – rief sein Plädoyer aus: „Ich zeige Ihnen einen Dichter.

Protokoll einer vertraulichen SED-Sitzung: Die Ausbürgerung der Speerspitze

Die Kulturszene in der DDR scheint äußerlich ruhig. Unterzeichner des Briefes, der sich gegen die Ausbürgerung Biermanns richtete, dürfen in den Westen reisen (Günter Kunert zur Akademie-Tagung nach West-Berlin, Egon Günther zur ARD-Sendung „Das ist Ihr Leben“ mit Lilli Palmer, Sarah Kirsch zur Trauerfeier für Fuchs).

Der Augenblick des Glaubens

Zu den DDR-Schriftstellern, deren Namen genannt werden, wenn von bemerkenswerten literarischen Leistungen des „anderen Deutschland“ die Rede ist, gehört der sechsundvierzigjährige, aus Rochlitz im Sudetenland stammende Franz Fühmann.

KRITIK IN KÜRZE

„Ungarische Dichtung aus fünf Jahrhunderten“. Für den Ungarn, der gewohnt ist, ausländische Dichtung in der Übersetzung seiner besten Dichter zu lesen (János Arany, Mihály Babits, Árpád Tóth und Miklós Radnóti übertreffen sogar an mancher Stelle das Original), bedeutet dieser Band eine arge Enttäuschung, obwohl bei seinem Zustandekommen Dichter wie Stephan Hermlin, Franz Fühmann, Peter Hacks, Günter Kunert mitgewirkt haben.