: Franz von Papen

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Adolf Hitler: "Ruhig abwarten!"

Das Amt wird ihn vernünftig machen, sein Kabinett ihn zähmen. Eine Diktatur? Undenkbar. Kaum jemand ahnte 1933, was Adolf Hitlers Ernennung zum Reichskanzler bedeutete.

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Martin Heidegger: Ein moralisches Desaster

DIE ZEIT veröffentlicht erstmals die Briefe Martin Heideggers an seinen Bruder Fritz. Sie zeigen, wie überzeugt der Philosoph vom Nationalsozialismus war.

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Göring, Ribbentrop, Keitel, Rosenberg, Jodl und Neurath wurden in allen vier Punkten für schuldig erklärt und außer Neurath zum Tode durch den Strang verurteilt.

Zeitspiegel

Zu Ostern marschierten sie wieder. 25 000 demonstrierten bei strömendem Regen drei Tage gegen Bombe und Notstandsgesetze. Herbert Wehner nannte die politischen Osterspaziergänger „nützliche Hilfstruppen Ost-Berlins“.

Geschichte aus der Dunkelkammer

Die lohende Flamme über der Kuppel des Parlamentsgebäudes am Königsplatz in Berlin hatte von Anbeginn eine Signalwirkung, der sich weder Freund noch Feind der Nationalsozialisten entziehen konnten.

Mannentreue

Ein deutscher Botschafter hat bei einem Vortrag Franz von Papens nichts zu suchen. Auch nicht, wenn Papen als Gast einer fremden Regierung spricht und der Botschafter mehrere Einladungen erhalten hat.

Nicht erst während der Sudetenkrise 1938 wurden Staatsstreichpläne gegen die Hitler-Diktatur geschmiedet, sondern bereits 1933/34 gleich nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten: Die Verschwörer des Vizekanzlers

Ungewöhnlich fing schon der Lebenslauf des Rebellen an: 1900 geboren, als Drilling, nach Knabenjahren auf der Herrschaft Lobsens im Netzetal Kadett in Lichterfelde, 1918/20 als Soldat im Freikorps Maercker beim Sturm auf den „Vorwärts“ im Berliner Zeitungsviertel, auf Wache vor der Weimarer Nationalversammlung und bei Straßenkämpfen mit den „Roten Matrosen“ in Braunschweig dabei, dann auf Patrouille an der polnisch-oberschlesischen Grenze.

„Bonn sollte nicht drängeln...“

In einer „Datscha“ in Bonn am Rhein hat das Bild Nikita Chruschtschows seinen Platz behalten. Auf dem Bücherschrank im Arbeitszimmer des früheren deutschen Botschafters in Moskau, Dr.

„Unschuld-Forscher” am Werk

Sag mir, für wen du schreibst, und ich sag dir, wer du bist.“ Wohlan denn. Ehe wir uns den drei Autoren zuwenden, die Adolf Hitler von der Schuld am Zweiten Weltkrieg entlasten wollen, sehen wir uns einmal ihre Verleger oder Auftraggeber an.

Von Papen zu Hitler

Obes die Krisen waren, die in den deutschen Schicksalsjahren vor 1933 Franz von Papen anzogen, oder ob Papen es war, der, wo er hinkam, eine Krise entstehen ließ –, wer wollte das entscheiden? Sicher ist, daß dieser Herrenreiter, Zentrumspolitiker, Reichskanzler, Diplomat immer ganz vorn mit dabei war.

Faschismus-Theorien: Hitler und die Herren der Ruhr

Der Ruf nach Theorie, der so viele Politiker verunsichert, hat vor geraumer Zeit schon eine Wissenschaft erreicht, die von Hause aus ganz dem Konkreten zugewandt ist: die Geschichte.

Papens Kuckucksei

Der Westwind heulte über das Düsseldorfer Rheinufer. Ulanenoberst von Raumont hatte es schwer, mit seiner Stimme gegen den Vind anzukommen.

Habemus Papen

Ein „Ärgernis“, so nannte der Rheinische Merkur, das Blatt der westdeutschen Katholiken, die Tatsache, daß Papst Johannes XXIII.

Das war Hans Zehrer

Seltsam, wenn in diesen Wochen die Älteren den Namen Hans Zehrer hören, erinnern sie sich weniger an die Jahre, da sie seine Artikel in der „Welt“ lasen, als an die Zeit um 1930.

Revision des Geschichtsbildes: Schuldlos am Dritten Reich?

Ist das überhaupt noch ein Thema: „Die Großunternehmer und der Aufstieg Hitlers“? J. Für viele gab und gibt es da nicht die geringsten Zweifel: Es war die Industrie, die erst mit ihrem Geld die Nationalsozialisten zur größten deutschen Partei machte und dann ihren ganzen Einfluß dazu benutzte, um Hitler das Amt des Reichskanzlers zuzuschanzen.

Auch im Beruf bleibt sie „Gnädige Frau”

Ein uralter Berliner Schauspieler, noch sehr aktiv auf den Brettern und bei der Flasche, hat sich jüngst durch eine spontane Meinungsäußerung, genauer gesagt: durch die Form dieser Äußerung eine kleine Unsterblichkeit verschafft.