: Franz Xaver Kroetz

Schweig, Männla!

Herbert Achternbusch zeigte uns "Plattling", einen Ort in Niederbayern, an der Eisenbahnlinie nach Passau. Wir waren mit Franz Xaver Kroetz in "Oberösterreich" und haben in Felix Mitterers Stücken Tirol fürchten gelernt.

Zeitmosaik

Vielleicht lese ich mal wieder ein Buch, oder geh einfach spazieren und pfeif ein Lied in den Himmel, oder ich kümmere mich um Marie Theres.

Leichname, schlafende Menschen

Oblomow, "Edelmann von Geburt, und Kollegien-Sekretär seinem Rang nach", lebte schon zwölf Jahre lang in Petersburg. Aufgewachsen war er "am Busen der Provinz", in einem beschaulichen Winkel, zu dem das Dörfchen Oblomowka gehörte.

Ein Deutscher kann man überall sein

Martin Walser hat ein "Geschichtsgefühl". Das ist sein gutes Recht. Es entzündet sich an Leipzig und Dresden, an Magdeburg und Königsberg.

Fernseh-Kritik (I): Mehr Zeit für mehr Streit

Was das sein könnte, animierender Streit, Austausch von Argumenten, Weiter-Denken, auch: Weiter-Träumen eines Themas – davon hat die von dem Schriftsteller und Schauspieler Franz Xaver Kroetz vielleicht nicht geleitete, aber angeregte "Kultur-Talkshow‘ (wie hießen solche Sendungen früher, auf deutsch?) immerhin eine Ahnung geben können.

Sirenenklänge, Unheilsgesänge

"Dagegen las ich fort und fort, vom Morgen bis zum Abend und tief in die Nacht hinein. Ich las immer deutsche Bücher und auf die seltsamste Weise.

Fernseh-Kritik: Ich, der Kroetz

Einen "Fernsehstar" konnte Günter Gaus diesmal präsentieren, einen Mann mit landesweiter Berühmtheit, einen, den es in Wirklichkeit gar nicht geben dürfte.

Fernseh- Vorschau: Die Halbwelt ist das Ganze

Als wir uns in den frühen siebziger Jahren aus den bürgerlichen Lebensläufen verabschiedeten, Konsum und Karriere verweigern wollten, erschien in den Vorabendprogrammen Tscharlie, einer von uns.

Zeitmosaik

"Die Uneinigkeit der Einzelgänger" – unter diesem von Heinrich Böll entlehnten Motto wollen sich vom 7. bis 9. Februar rund 50 Autoren und Schriftstellerinnen aus der Bundesrepublik und Berlin im Haus des Literarischen Colloquiums am Wannsee treffen, um den 1984 am gleichen Ort unter dem Motto "Flüchtlingsgespräche" begonnenen Meinungsaustausch fortzusetzen.

Reisen – am Schreibtisch: Franks theatralische Sendung

Angenommen, es gäbe ihn, angenommen, er täte uns den Gefallen, träte vor uns hin und erzählte auch noch von uns: Wie hätte denn der neue Balzac eine neue "Menschliche Komödie" zu schreiben? Vom arbeitssüchtigen Systemtheoretiker bei Siemens müßte die Rede sein, von den zusammengluckenden Kindergarteneltern, von den Gesprächen an Schumanns Tresen.

Der Mann in den Dünen

Wüst ist das Land und leer. Sandberge bis zum Horizont, weiß und kahl, oder mit niedrigem Gesträuch bewachsen. Ein dunstiger Himmel, grau, wäßrig, endlos.

Zeitmosaik

Für das Theatertreffen in Berlin (4. bis 24. Mai) hat die aus sieben Kritikern bestehende Jury dreizehn Aufführungen eingeladen.

Deutscher Geist in Gefahr

Der Präsident muß abwiegeln, Ruhe ausstrahlen, verbindlich gute Verbindungen pflegen, Gelassenheit predigen. Diesem Zweck diente auch die Pressekonferenz, die Klaus von Bismarck im Namen des Goethe-Institutes vorige Woche abhielt.

Finger weg von Goethe!

Wer den Auftrag hat, deutsche Kultur und ein den Wirklichkeiten entsprechendes Deutschlandbild im Ausland zu vermitteln, lebt anfechtbar.

Mein Taschenbuch: Franz Xaver Kroetz "Frühe Prosa, Frühe Stücke"

Ich saß in einem Münchner Kleintheater, dem "Theater 44", als ich das Fräulein Rasch sterben sah. Sie starb zur Un-Fräulein in einem möblierten Zimmer, wo sie nach der Arbeit mit trauriger Routine schweigend täglich denselben Verrichtungen nachging: abspülen, aufräumen, Tee kochen.

Zeitmosaik

Schon vor zwei Jahren, 1981, wurde der 100. Geburtstag des preußischen Baumeisters Friedrich Schinkel mit zwei großen Ausstellungen in Berlin (West und Ost) gefeiert.