: Friedensreich Hundertwasser

Serie: 10 nach 8

Neuseeland: Schöner scheißen

Öffentliche Toiletten in Neuseeland sind eine Offenbarung: Sie sind sauber, die Seife ist nachgefüllt. Und manchmal hat sie ein weltberühmter Künstler entworfen.

© B.Mayer/Andechser Molkerei

Molkerei: Turmbau zu Andechs

Barbara Scheitz führt die größte Biomolkerei Europas und hatte in Oberbayern nie Probleme. Bis sie eine Lagerhalle in Ferkelrosa errichten wollte.

© Zackery Michael
Blog Tonträger

Tonträger-Blog: Das Herz ist in topform

Tom Krell nennt sich How To Dress Well und entwirft einen neuen Typ des Songwriters: hochemotional, empfindsamer als Sturm und Drang, im ständigen Dialog mit dem Hörer.

MARKTNOTIZEN

Hans-Jürgen Müller, Köln, Lindenstraße, und Ha. Jo. Müller, Köln, Brüsseler Straße, haben unabhängig voneinander einen Kunstservice eingerichtet: Beim „Linden“-Müller können Kunden Bilder, die sie verkaufen wollen, ausstellen.

Zeitmosaik

Bekannt wurde er auch bei uns durch seine Platte „Change is Pain“: Seit 1987 bemühen sich deutsche Gewerkschafter, Mzwakhe Mbuli, den schwarzen Dichter aus Soweto, zu Auftritten in die Bundesrepublik zu bekommen – bereits zweimal vergeblich.

Kunstkalender

Man kennt Ackermanns Affinität zu den realen und imaginären Architekturen des 18. Jahrhunderts, zu den „Carceri d’Invenzione“ des Piranesi, eine Affinität, die ihn im Zusammenhang des neuen Berliner Realismus eher an die Peripherie rückt; Ackermann läßt sich dafür in einen ganz anderen Zusammenhang situieren, in eine Tradition des Phantastischen, die in de Quincey und Baudelaire ihre literarischen Zeugen hat.

Spielraum für Leben

Im Protokoll der polizeilichen Vernehmung stellte der Vorgeladene den Münchener Vorgang so dar: „Man stellte mich der Frau Stadtrat vor, ich nahm neben ihr Platz, dann sprachen Frau Stadtrat und Herr Muhr, sodann ging ich nach vorn, spielte eine Schallplatte vom Maler Erich Brauer, die sich mit Architektur befaßt (,Glaubt nicht an das Winkelmaß’ und das ‚Rostauto’), sodann warf ich die beiden Eier, und zwar das schwarze auf einen quadratischen Lichtauslaß an der Decke über mir (ich stand mit dem Gesicht zu den Sitzenden), das rote warf ich auf die Wand links neben mir.

Kunst vom Versandhaus

Geschäft mit der Graphik: Kaufhäuser und Versender machen den Galerien das Leben schwer

Auszeichnung: Mission Bahnhof

Gehen die Uhren? Stinken die Klos? Und was ist so schön in Uelzen und Erfurt? Wie eine Jury die besten Bahnhöfe ermittelt

Gestatten: Lord Barfuß

Wie ein englischer Adeliger sein Familienschloss in eine Goldgrube verwandelte

Global Kiffer

Bob Marleys gesammelte Werke dokumentieren, wie Reggae zum Sound für die Welt wurde

In höherem Auftrag

Gottes krumme Linien: Zum Tode von Friedensreich Hundertwasser

Hundertwasser-Bau in Magdeburg

Frohsinn zum Anschrauben. Niemand in der Bauwelt ist beliebter als Friedensreich Hundertwasser, und kein anderer wird mehr gehasst

Bäume, Büsche und ein paar Steine

FRANKFURT AM MAIN. – Verstehe einer die Bauplaner: Da engagieren sie den berühmten Maler und Architekten Friedensreich Hundertwasser, um ihn eine Kindertagesstätte bauen zu lassen.

Zeitmosaik

Ernte 93. Das Feuilleton blickt auf sein Schaffen zurück. Die Bilanz fällt zwiespältig aus. Natürlich schreiben in den anderen Weltblättern noch schärfere Analytiker (Willms/München), noch bessere Patrioten (Schirrmacher/Frankfurt).

„Wozu brauchen wir diese neue Kulturbürokratie?“: Im Rausch leerer Worte

Die Liste erlauchter Namen war lang: Umberto Eco und Karlheinz Stockhausen, Friedensreich Hundertwasser und Hans Magnus Enzensberger, Tom Stoppard, George Amado und Graham Greene – doch leider war es die Liste derer, die abgesagt hatten; taktvollerweise las man sie dreißig Minuten lang den Verblüfften vor, die dumm genug gewesen waren, der Einladung zur Gründung des Europäischen Kulturklubs in Prag zu folgen.