: Friedrich Heer

Bilder aus der Hölle

Theresienstadt – Auschwitz – Schwarzheide: Das waren die Leidensstationen des jungen tschechischen Künstlers Alfred Kantor in den Jahren 1941-1945.

Fernseh- Vorschau: Der Fall Österreich

Karl Kraus nannte Österreich eine "Experimentierstelle für Weltuntergänge". Einen Satz, den Axel Corti wohl im Sinn gehabt haben mag, als er sich Franz Werfels Novelle "Eine blaßblaue Frauenschrift" als Vorlage für seinen zweiteiligen Fernsehfilm wählte.

Katholische Kirche in Lateinamerika: Welche Rolle spielen "Basisgemeinden" und "Befreiungstheologie"?: Das Paradies auch auf Erden

Fidel Castro, immer ein taktisches Genie, kümmert sich plötzlich um Religion. Wird der alternde Revolutionär fromm? Oder bietet ihm Lateinamerikas katholische Kirche die Chance für eine neue revolutionäre Offensive? Fidels Interessen an religiösen Fragen belegt wohl am deutlichsten, daß im lateinamerikanischen Katholizismus einiges in Bewegung geraten ist.

Österreich: Fast eine Nation

Von den Illyrern bis Kreisky: Friedrich Heers Suche nach der Identität seines Landes / Von Rolf Schneider

Warum ich Christ, Atheist, Agnostiker bin: Theologischer Dreikampf

Seltsam, wie die Haltungen sich verändert, ja umgedreht haben: Wenn vor hundert, vor zweihundert Jahren ein Atheist, ein Agnostiker und ein Christ sich unter ein Buchnach begeben hätten (illusionäre Vorstellung, jeder schrieb seine Bekenntnisse allein, polemisierte von Buch zu Buch), hätte man vom Christen wahrscheinlich am meisten Dogmatik, Intoleranz, Bekenntnissicherheit zu hören bekommen.

Verfolgung ohne Ende?

Peinliche Fragen eines Juden an die Christen – Zur "Woche der Brüderlichkeit"

Ein Feuer auf der Erde

Im Rahmen des letzten Philosophen-Kongresses kam es, in Wien, zu einem Zusammenstoß Ernst Blochs mit einem Vertreter der UdSSR, der den akademischen Rahmen sprengte.

Österreicher unter sich

Friedrich Heer ist einer der produktivsten Autoren deutscher Sprache. In kurzen Abständen folgt Band auf Band, und man schmälert diese Fruchtbarkeit nicht, wenn man anmerkt, daß sich die Themen gelegentlich überschneiden und immer wieder Stücke aus älteren Werken mit in die neuen eingebaut werden.

Der Krebsschaden unserer Kirchen

Über den Leser der 584 Seiten Text und 128 Seiten Anmerkungen bricht eine Sturmflut an Informationen herein, deren Umfang und Vielfalt sich in dem 27 Seiten starken Namensregister zeigt (das nicht einmal ganz vollständig ist: Abraham a Santa Clara und der evangelische Theologe Paul Althaus erscheinen im Text, nicht aber im Register).

Fernsehen:: Warten auf Naphta

In der Woche vor Weihnachten waren sie schon einmal zusammengekommen, die vier Matadore, und hatten die Klingen gekreuzt nun traten sie abermals unter Eugen Kogons Ägide in die Arena: Max Bense zunächst, ein Cartesianer vom Rhein, der den theologischen Tiefsinnigkeiten seiner Kondebattanten die schlichte Zuversicht, des zwei mal zwei bleibt vier entgegenhielt; Ernst Topitsch sodann, dessen Munde die grimmigsten Sentenzen wie Milch und Honig einströmten: Selbst die Zurechtweisungen nahmen sich im nasalierend-ärarischen Tonfall eher wie väterliche Zusprüche aus.

Die Kinder der Welt

Dem französischen Staatsmann Talleyrand, der der Französischen Revolution, Napoleon, den Bourbonen und dem Bürgerkönig seine Dienste zur Verfügung gestellt hat, wird das Wort zugeschrieben, die Sprache sei dazu da, die Gedanken zu verbergen.

Eine bayerische Furche

Die Vorgänge um die vom ehemaligen Chefredakteur der christlich-sozialen "Reichspost", Friedrich Funder, nach dem Zweiten Weltkrieg gegründete, vom Wiener Herold-Verlag herausgegebene "Furche", eine "freie kulturpolitische Wochenschrift", sind zu einem "Fall" geworden, der die Österreicher – wie üblich – entzweit.

Fernsehen: Tu felix Austria...

Von Wien war die Rede, eine Spieldose klimperte O du lieber Augustin, alles ist hin, und der Sprecher aus Deutschland, ein sympathischer Herr, fügte erläuternd hinzu, mit der Vergangenheit verglichen sei heute für die Bewohner der Donau-Metropole eben alles eine Nummer zu groß .

Kanzler in Lederhosen

Über den neuen österreichischen Bundeskanzler Dr. Josef Klaus, den 53jährigen Rechtsanwalt aus der Salinen-Kleinstadt Hallein bei Salzburg, gibt es keine Anekdoten zu berichten.

Eine Einladung, neu zu sehen

Das Neue hat im Zeitalter der Massenkommunikationsmittel die Chance, übersehen zu werden....................................

Das Mittelalter – offen und geschlossen

Große Historiker sind nicht häufig, große Kulturhistoriker eine Rarität. Sie müssen zuviel zusammensehen, zuviel Zusammengehörendes, Verflochtenes in der Darstellung wieder auseinanderlegen.

Zeitmosaik

Mit Mozarts seit ungefähr 1780 vergessener Oper "Thamos, König in Ägypten" (Leitung Joseph Keilberth) werden am 13. August die Münchner Festspiele beginnen, die bis zum 9.