: Friedrich Luft

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Salz: Bloß weg mit dem Salz? Von wegen!

Universaltipp: Wer gesund leben will, sollte Salz meiden. Das soll den Blutdruck senken. Nun aber gibt es Hinweise darauf, dass konsequentes Entsalzen gar schaden könnte.

Das denunzierte Wort

Verbot, Verrat, Verfolgung: Wie Macht und Ideologie das Schreiben vergifteten

Im Kabinett

Kurt Kusenberg gehört zu den amüsantesten und hintersinnigsten Erzählern der Nachkriegszeit. Eine Erinnerung

"Was wollten sie wirklich von mir?"

Olga Tschechowa, die deutsch-russische Schauspielerin (1897–1980), ist über drei Jahrzehnte in 221 Filmen aufgetreten. Diese "wirklich wunderschöne Filmfrau" (Friedrich Luft) hatte noch in der Moskauer Theaterschule Stanislawskijs ihr Handwerk gelernt.

"Uns wird alle der Teufel holen"

Glückliche Tage am Berg. Ski und Rodel gut. Doch schwere Wetter ziehen auf: "Stürme über dem Montblanc", 1930, unter der Regie von Arnold Fanck.

Zeitmosaik

Ich habe einen Autor in mein Kontor sperren müssen, vierzehn Tage lang, damit er überhaupt dichtete – anders war aus dem Mann keine Zeile herauszubringen.

"Medusa": Hirnherz

Ein gigantischer Traum aus Worten, Bildern, Szenen: "Medusa" – das erste Prosa-Buch des Dramatikers Stefan Schütz

Gefragte Büglerinnen

Es hat so fortschrittlich angefangen. Garantiert tropfnaß aufgehängt baumelte die Riege weißer Oberhemden über deutschen Badewannen, und Friedrich Luft lobte den immerglatten Nylonstoff im Radio: Abends war man noch mit dem Hemd im Theater gewesen, und morgens konntest Du es proper von der Leine nehmen – war das nicht wunderbar? Junggesellen, wie damals männliche Singles hießen, wurden ein Stück unabhängiger, und die Frauen brachte das direkt weiter auf dem Weg zur Befreiung.

Curth Flatow: Heile Welt und gute Laune

Wenn Berlin New York wäre, könnte Curth Flatow ein weltbekannter Broadway-Autor sein. So aber ist er eine Berliner Institution, ähnlich wie Fritze Luft, und daß Berlin immer noch Deutschlands heimliche Hauptstadt ist, merkt man daran, daß dort am Kurfürstendamm auf wenigen hundert Metern gleich mehrere größere Theater stehen, in denen regelmäßig Boulevardstücke zur Uraufführung kommen, die zudem noch zu großen Teilen aus der Feder Flatows stammen.

Wolfgang Neuss: Ein Narr hält hof

Juppi von der Ufa-Fabrik hatte schon vor Monaten gesagt, du mußt mal was über den Wolfgang Neuss schreiben. Der kommt wieder raus, da ist echt noch was.

Bürgerrechte: Gibt es noch Richter in Berlin?

Der hoffnungsvolle Ausspruch "Es gibt noch Richter in Berlin", mit dem sich vor mehr als zweihundert Jahren preußischer Bürgerstolz wider die Herrscherwillkür des Großen Friedrich Luft machte, muß heutzutage den Westberlinern – und nicht nur ihnen – eher wie eine Reminiszenz an bessere Zeiten erscheinen.

Großer Mann, was nun?

Ein Notschrei nach Peter Zadeks Berliner "Bunbury"-Inszenierung / von Benjamin Henrichs

Zeitmosaik

Es gab eine Zeit, da war er beinahe so beliebt und populär wie heute der große Minetti: der Schauspieler Friedrich Maurer, "der wunderbare Friedrich Maurer wie Friedrich Luft immer wiede emphatisch schrieb.

Unheimliche Heimat

Von "Nachtschatten" bis "Rheingold": Ein Regisseur erzählt deutsche Märchen und Mythen

Zeitmosaik

Das Amt des Kritikers ist kurios. Es wird ja nicht öffentlich ausgeteilt, nicht ausgeschrieben wie Ämter sonst. Man usurpiert es, wenn man Lust dazu hat, genügend Selbstbewußtsein und Ellbogenkraft.

Theater imFernsehen: Abschalten!

Theater im Fernsehen: ein Trauerspiel in kaum noch zählbaren Akten. Da werden die schönsten Stücke der dramatischen Literatur den Fernsehspiel-Routiniers ausgeliefert.

Jung Siegfried auf Altherrenjagd

Die hierin spitz oder grob Erstochenen sind sämtlich Angehörige der vorangegangenen Rezensenten-Generation: Neben Reich-Ranicki liegen die Leichen von Horst Krüger und natürlich Joachim Kaiser und Friedrich Luft; auch Heißenbüttel und Jens sind zu beklagen, aber am meisten zerrupft werden Baumgart und Walser, der schleunigst aus Amerika zurückkehren sollte, denn inzwischen ist zu lesen: „Wie man in Ärsche so kriecht, daß es aussieht, man trete rein“; dieses Talent habe Walser in den sechziger Jahren zur Perfektion entwickelt, meint Hermann Peter Piwitt in einem auch sonst kessen Aufsatz „Klassiker der Anpassung“.