: Fritz Baade

Das Fenster zum Bosporus

Zwischen 1933 und 1945 fliehen viele hundert Menschen aus Deutschland und Österreich in die Türkei - und helfen, den neuen Staat des Kemal Atatürk mit aufzubauen

Ernährungsprobleme: Chancen für arm und reich

Wir wissen“, so faßt der bald 80jährige ehemalige Kieler Universitätsprofessor Fritz Baade seine neue, „in der menschlichen Geschichte völlig umstürzende“ Einsicht zusammen, „daß reiche Völker nicht reich bleiben können, wenn sie nicht den Weg finden, die armen Völker aus der Armut herauszuführen.

Stophs 100-Milliarden-Rechnung: Nur Taktik?

Der Tag hat mich reicher gemacht", sagte Bundeskanzler Brandt nach seiner Rückkehr aus Erfurt. Doch sein Gesprächspartner, DDR-Ministerpräsident Stoph, hat, zumindest vorerst noch, eine andere Bereicherung im Sinn.

Aufstocken statt aufwerten

Die Entscheidung der Bundesregierung und des Bundestages, sich dem Drängen der Länder mit notleidender Währung zu widersetzen und die Mark nicht aufzuwerten, ist eine richtige Entscheidung.

Wunderweizen statt Anti-Baby-Pille: Brot für die ganze Welt

Die Weltöffentlichkeit kommt zum Glück immer stärker zu dem Bewußtsein, daß eine Welthungersnot nicht nur für die vom Hunger bedrohten Länder, sondern auch für die im Wohlstand und im Nahrungsüberfluß lebenden Länder eine tödliche Katastrophe sein würde.

Die Zukunft der Zukunftsforschung

Hat die naturwissenschaftliche und technische Entwicklung der letzten Jahrzehnte das Denken der Menschen in den fortgeschrittenen Industrienationen verändert? Die Standardantwort auf diese Frage heißt: Ja, denn die Erde ist für unsere Erfahrung und unser Bewußtsein kleiner geworden.

Namen der Woche

Fritz Baade, Kieler Wirtschaftswissenschaftler und ehemaliger SPD-Bundestagsabgeordneter, wurde zum türkischen Ehren-Generalkonsul in der Bundesrepublik ernannt.

Griechenland: Freie Fahrt durch Hellas

Noch vor wenigen Jahren kannten die deutschen Reisenden in Griechenland im wesentlichen nur fünf oder sechs Stätten: Athen mit der Akropolis und seinen Museen, ferner Olympia und Delphi und die Inseln Korfu, Delos (mit Mykonos) und Rhodos.

Türkei:: Ein Paradies der Zukunft

In die Mittelmeerländer ergießt sich seit Jahren ein immer tiefer und breiter werdender Geldstrom. Seine Quelle ist der Tourismus.

Weltkampf gegen den Hunger

Nach seinem provozierenden Buche "Der Wettlauf zum Jahre Zweitausend" legt der Verfasser, im Klappentext als "gefürchteter" ehemaliger Direktor des bekannten Harmsschen Institutes für Weltwirtschaft in Kiel vorgestellt, ein weiteres Werk vor, dessen Inhalt sich wiederum mit dem Lieblingsthema dieses Gelehrten und Publizisten beschäftigt: der Malthusschen Bevölkerungsentwicklung unter modernen Industrie- und weltwirtschaftlichen Voraussetzungen.

Nochmals: Hunger und deutscher Getreidepreis

Auch für Amerika "soll das Leitbild von nichts anderem bestimmt sein als von den praktischen Erfordernissen, einer rationellen Getreide Produktion – auch wenn dadurch die Zahl der in der Landwirtschaft, tätigen Menschen und die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe wesentlich geringer sein wird als heute".

Der Hunger und der deutsche Getreidepreis

In der ZEIT Nr. 31 unterbreitete Prof. Baade der Öffentlichkeit eine alarmierende These. Er schlug vor, dem Hunger in der Welt dadurch die Stirn zu bieten, daß die europäischen Industrieländer auf der Basis der hohen deutschen Getreidepreise bewußt landwirtschaftliche Überschüsse produzieren, diese Überschüsse dann von den Regierungen aufgekauft und an die Entwicklungsländer verschenkt werden.

Dem Hunger die Stirne bieten

Dem Hunger in der Welt kann in den kommenden sieben bis zehn Jahren nur durch vermehrte Nahrungsproduktion der Industrieländer begegnet werden.

Der Leser schreibt...

In der Tat hat sich Erstaunliches vollzogen. Die Unternehmerverbände der Bauindustrie haben einen Tarifvertrag unterschrieben, der, das ist nicht zu bezweifeln, die Gewerkschaft ungeheuer stärken muß.

Politik der Nadelstiche

Es soll hier ganz nüchtern weltwirtschaftlich untersucht werden, welche Stellung die russischen Pipeline-Pläne in der Röhren Wirtschaft der Welt haben und ob es möglich ist, durch Liefrungsstopp aus der westlichen Welt diese Pläne irgendwie nennenswert zu stören.

Die Entwicklungsländer müssen arbeiten lernen

Professor Baade, Leiter des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, hat in der vorigen Nummer geschildert, wieviel Kapital in den Entwicklungsländern bereits versenkt wurde.

Entwicklungshilfe – Faß ohne Boden?

Es wird immer klarer, daß die Hilfe der westlichen Welt für die Entwicklungsländer endlich aus dem Zustand von Stückwerk und Zufall heraus muß.

Neuerscheinungen für die Wirtschaft

Dr. Richard Heineke: Probleme der Industriellen Gemüseverarbeitung – insbesondere des Tiefgefrierens in Schweden unter Berücksichtigung der sich für die Bundesrepublik Deutschland ergebenden Entwicklungsmöglichkeiten – Kieler Studien, Heft 49, Forschungsberichte des Inst.

Festschrift für Fritz Baade

Professor Baade, der Direktor des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, kann am 23. Januar seinen 65. Geburtstag feiern. Als Wissenschaftler (Ordinarius in Kiel seit 1948) und als Politiker (Bundestagsabgeordneter seit 1949) hat Dr.

Und sie ernährt sie doch!

Da gibt es eine alte These, die noch heute die Menschen mit Angst erfüllt: nämlich die Behauptung von Th. R. Malthus, die Bevölkerung wachse in geometrischer Progression (1,2,4,8.

Noch einmal: Demontage...

Die Ernennung von Christian Herter zum Unterstaatssekretär im US-State-Department weckt Erinnerungen an die ersten Jahre nach dem Zusammenbruch, in denen Herter der erste war, der eine Bresche in die Morgenthau-Rachsucht schlug.

BRIEFE AN "DIE ZEIT"

Mit Interesse verfolgte ich das temperamentvolle Streitgespräch um den "Juliusturm". Fühlte sich bei der Lektüre des Beitrags von Fritz Baade der Wirtschaftsdilettant (Liebhaber) in mir erfreulich bereichert, so las ich des Herrn Ministers Antwort mit gespannter Teilnahme (DIE ZEIT vom 19.

Abermals der Juliusturm

Die ZEIT ist zum Forum geworden, auf dem der Kampf um ein Prinzip ausgefochten wird, das Bundesminister Schäffer "Sparsamkeit", Prof.

"Das Märchen vom Juliusturm"

Fritz Baade, Professor an der Universität Kiel und Mitglied des Bundestages, hat in der vorigen Ausgabe der ZEIT (Nr. 2) unter der Überschrift "Das Märchen vom Juliusturm" zur "Hortungspolitik des Finanzministers sehr kritisch und temperamentvoll Stellung genommen; "zum Vergnügen der Leser" so fügte unsere redaktionelle Einleitung hinzu und "zur Mahnung an Schäffer".