: Gabun

Zeitspiegel

Zum erstenmal ist der frühere chinesische Staatschef Liu Schao-tschi von einer chinesischen kommunistischen Zeitung offiziell als tot erklärt worden.

Entwicklungshilfe: Schlamperei in Owendo

Kostenexplosionen von olympischem Ausmaß registrieren Experten der Brüsseler Europa-Kommission bei der Überprüfung von Entwicklungshilfeaufträgen.

Atomphysik: Kernreaktor aus der Urzeit

Offenbar ist alles schon einmal dagewesen, sogar der Atommeiler. Jedenfalls glauben französische Wissenschaftler einen Jahrmillionen alten Kernreaktor entdeckt zu haben, der freilich nicht etwa von Menschen (oder Dänikens Urastronauten) errichtet wurde, sondern auf natürliche Weise entstanden war.

Sand, weiß wie Schnee

Noch sind Geschäftsleute, Techniker und Regierungsberater unter sich, wenn sich irgendwo in Gabun Europäer an einer Bar zum Aperitif treffen.

Das Erbe Albert Schweitzers in alten Baracken

In diesen Tagen reist der Franzose Max Caulet durch Europa und versucht um Verständnis dafür zu werben, daß ein Denkmal Und ein Krankenhaus zwei verschiedene Dinge sind.

Kavaliere

Fast unmittelbar am Äquator wurde am vergangenen Wochenende das jüngste Haus in der weltweiten Kette der Intercontinental-Hotels eröffnet.

Gemeinschaften afrikanischer Staaten

Ziele: Förderung der Einheit und Solidarität der afrikanischen Staaten. Koordination und Verstärkung ihrer Bemühungen um die Anbetung des Lebensstandards.

"Gebt mir vier Monate Zeit"

Im vergangenen Jahr waren es fast nur die Kirchen und das Rote Kreuz, die Biafra halfen. Damals machte das Wort vom "Belsen in Afrika", vom "Völkermord" die Runde, und Bilder von Kindern, die apathisch auf den Hungertod warteten, gingen um die Erde.

Unter dem Diktat der Angst

Damals hatten die Propheten Hochkonjunktur: Die einen mutmaßten, Kamerun werde der erste kommunistische Staat in Afrika sein; andere sahen ein "kleines Algerien" voraus.

Biafra vor dem Ende

In Nigeria naht die Stunde der Entscheidung: Nach dem Fall von Aba und Owerri rückten die Bundestruppen bei Wochenbeginn in drei Stoßkeilen auf Umuahia vor, die letzte bedeutende Bastion Biafras.

Gestörter Dialog

Die nigerianisch-biafranischen Friedensgespräche in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba stockten schon am zweiten Tag: Die Delegation der Zentralregierung drohte mit einem Verhandlungsboykott, falls der Abordnung Biafras weiterhin Ausländer angehörten.

Rettung für Biafra?

Die afrikanischen Regierungs- und Staatschefs konnten den erbarmungslosen Krieg auf ihrem Kontinent nicht länger ignorieren.

Somifer: Erz aus Gabun

Die frühere französische Kolonie und heutige Republik Gabun ist eine wirtschaftliche Schatzkammer. Heute bereits der zweite Erdöl-Erzeuger der Frankenzone (nach Algerien), enthalt der Boden des jungen Staates auch reiche Reserven an wichtigen Mineralien wie Uranium, Mangan, Kupfer und vor allem hochgradiges Eisenerz.

Werden die Weichen für eine Weltwährungsreform richtig gestellt? In New York fällt jetzt die Entscheidung: Mehr Geld ist nicht vonnöten

In New York City werden sich Ende nächster Woche rund neunzig Prozent des in der Welt vorhandenen Kapitals versammeln, wenn die im Jahre 1944 in Bretton Woods gegründeten Institute – die Weltbank, der Internationale Währungsfonds (IMF) und die Internationale Entwicklung-Gesellschaft (IDA) – ihre diesjährige Jahrestagung abhalten.

Bund der "Französischen"?

Dreizehn Staatsoberhäupter des französischsprechenden West- und Zentralafrika und von Madagaskar versammelten sich vorige Woche in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott, um die Grundlagen ihrer Zusammenarbeit zu überprüfen.

Besuch beim Urwalddoktor

Nehmt nur, nehmt nur, die sind gut, das sind selbstgemachte! fordert er uns auf und schiebt die Dose mit den dürren ältlichen Keksen über den Tisch.

Die Goldene Palme für den Leoparden

Graf Don Luchino Visconti di Madrone, dessen Ahnen, wie es heißt, bis zu Desiderins zurückgehen und der mit den Königshäusern von Italien, Frankreich und England verwandt ist, Visconti, der Opern- und Schauspielregisseur, Choreograph, Drehbuchautor und Filmregisseur, hat den"Leopard" des Fürsten di Lampedusa verfilmt – den Roman des Niedergangs der aristokratischen Welt Italiens um 1860, als Garibaldi die Bourbonen aus dem Königreich Neape-Sizilien vertrieb.