: Genetik

Genetik: Lektor im Erbgut

Als Anfang der sechziger Jahre der genetische Code geknackt wurde, da schien alles einfach zu sein: Ein Gen, also ein Stückchen des Erbmoleküls DNA, enthält die Information für ein bestimmtes Eiweiß (Protein).

Genetik: Ungleiches Erbe

Ein Dogma der Genetik gerät ins Wanken. So steht in jedem Biologiebuch, daß bei der Fortpflanzung mütterliches und väterliches Erbgut zu gleichen Teilen auf den Nachwuchs übergeht.

Vom Sinn des Wissens

Ethik ist die philosophische Lehre von den Werten und Normen, die unsere Entscheidungen leiten, Genetik die Disziplin, die unsere natürlichen Erbanlagen erforscht.

Strahlenresistente Greifschwanztypen

An positiven Utopien hat es in der Geschichte der Genetik nie gefehlt. Die Tatsache, daß die Vererbung eine materielle Grundlage besitzt, hat die Forscher in diesem Jahrhundert zu phantastischen Vorstellungen beflügelt; einen Höhepunkt erreichte die Diskussion Anfang der sechziger Jahre, als die Struktur der Erbsubstanz Desoxyribonukleinsäure (DNA) entschlüsselt und der genetische Code entziffert wurden.

Genetik: Der gläserne Mensch

Für den Zeitungsleser wäre es eine äußerst lange und auch langweilige Lektüre: 1300 Exemplare von der Größe und Dicke der ZEIT, in denen weder Bilder noch Überschriften, sondern nur die vier Buchstaben A, C, G und T in gemischter Reihenfolge abgedruckt sind.

Von Aristoteles bis Zufall

Das System von Anschauungen, das als Lyssenkoismus bekannt ist, hat seinen Namen von Trofim Denissowitsch Lyssenko (1898-1976), dem bösen Geist der russischen Genetik und Agrarbiologie, der aus eigenem Antrieb Lehre und Anwendung der "mendelistisch-morganistischen Genetik" (also der Genetik schlechthin) in Rußland unterband und ihren wichtigsten Vertretern Schmähliches antat.

Genetik: Nachweis aus dem Erbgut

Nach zwei Jahren Kampf mit den britischen Einwanderungsbehörden war es endlich soweit: Andrew Sarbah, ein 15 Jahre alter farbiger Brite, durfte zurück nach England.

Genetik: Marker des Krebses

Warum entarten gesunde Zellen? Wie entwickelt sich embryonales Gewebe? Britische Forscher fanden verdächtige Markierungen im Erbgut

Medizin-Nobelpreis 1983 an Barbara McClintock

Sie mochte das Aufsehen um ihre Person noch nie. Doch nun, 57 Jahre nach der Veröffentlichung ihres ersten, bahnbrechenden Forschungsberichtes über die Genetik der Maispflanze, zerrann der Wunsch nach einem ungestörten Leben wohl endgültig: Barbara McClintock erhielt am Montag dieser Woche den mit rund 495 000 Mark dotierten diesjährigen Nobelpreis für Medizin und Physiologie zugesprochen.

Genetik: Mit der Katze ein bißchen verwandt

Wenn es zutrifft, was eine Gruppe von Wissenschaftlern des Krebsinstituts in Washington als höchstwahrscheinlich ansehen, dann hat vor fünf- bis zehnmillionen Jahren ein Virus genetisches Material von einem gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Affe auf einen Vorfahren der Hauskatze übertragen.

Genetische Vernichtung durch vertauschte Chromosomen

Vor zwei Jahren flog Professor Hannes Laven, Direktor des Instituts für Genetik an der Universität Mainz, nach Burma. In seinem Gepäck hatte er eine Anzahl Gläschen mit ein paar hundert Mückenlarven, die er in seinem Institut gezüchtet hatte.

Genetik: Männlich, weil die Zellen flotter sind

Der Unterschied zwischen Mann und Frau, so verrät mit englischem Humor die Londoner Biologin Ursula Mittwoch vom Galton-Laboratorium in der Zeitschrift "Nature", interessiere "zweifellos von allen erblichen Unterschieden zwischen Individuen einer Art die meisten Menschen am stärksten.

Von Drosophila sprach keiner mehr

Dichter Nebel hing über dem Taunusstädtchen Königstein, als dort die Prominenz einer ganz und gar nicht nebulösen Wissenschaft zusammenkam, um vom 22.

Chromosomen und Kriminalität

"Er gehört zu den Leuten, die in einer Stunde hundert neue Ideen haben und sich später noch daran erinnern." So charakterisierte kürzlich ein amerikanischer Biologe seinen berühmten Kollegen Joshua Lederberg, der für seine bahnbrechenden Entdeckungen auf dem Gebiet der Genetik im Jahre 1958 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

Noch viele werden zu Wort kommen

Hermann J. Muller, mit dessen Äußerungen über die Eugenik Sie zu Gericht gehen, ist einer der angesehensten Wissenschaftler auf seinem Gebiet, der allgemeinen Genetik und ihrer Anwendung auf den Menschen.