: Gentechnik

Wir brauchen wüste Pessimisten

Erwin Chargaff wurde 1905 in Czemowitz geboren. Er studierte in Wien Chemie und hörte die Vorlesungen von Karl Kraus, ging 1934 über Paris nach Amerika.

Kein Brot für die Welt

£ine unbarmherzige Sonne, ein unendlich weiter Horizont. Der Boden, sand- und Steinfarben, bricht vor Trockenheit in risigen Schollen auseinander.

Flora Brasiliensis

Amerika, diese neue ... Welt, ist seit seiner Entdeckung Gegenstand der Vorliebe und der Bewunderung Europas." Umso mehr war der deutsche Botaniker Carl Friedrich Philipp von Martius begeistert, als ihn im Jahre 1818 die aus Österreich stammende brasilianische Kaiserin Leopoldine von Habsburg und Branganca nach Rio de Janeiro einlud.

An der Grenze

Die Warnung des Philosophen Hans Jonas anläßlich eines Symposiums der Frankfurter Hoechst-AG 1986: "Wir müssen wieder Furcht und Zittern lernen und, selbst ohne Gott, die Scheu vor dem Heiligen" – diese Warnung ist durchaus gehört worden.

Die Gefahren des Erfolges

Natürlich läßt sich eine Kultur vorstellen,in welcher die Gene durch einwirksames Tabu vor jeglicher Manipulationgeschützt wären.

Klug bremsen!

In der Woche zuvor hatte der Ausschuß für Energie, Forschung und Technologie des Europäischen Parlaments den Brüsseler Rat und die Kommission der EG aufgefordert, den Einsatz des Rinderwachstumshormons BST, vor allem wegen der unerwünschten sozial- und agrarpolitischen Folgen, EG-weit zu verbieten.

Multis in der Mutation

Im Fahrstuhl geht es in den Frühling. Während draußen grimmiger Frost die weite, winterliche Ödnis des amerikanischen Corn Belt beherrscht, sprießen oben im sechsten Stock des Forschungszentrums Baumwolle und Mais.

Patente auf das Leben

Forscher und Firmen streiten um das Eigentum an der Natur / Von Wolfgang Gehrmann

Risikoangst und Risikolust

Zunehmend beeinflussen globale Gefahren wie radioaktive Verseuchung, Wald- und Artensterben, Schadstoffbelastungen der Nahrung, Luftverschmutzung und Klimaveränderungen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Die Ein-Mann-Bewegung

Eine amerikanische Zeitschrift hat ihn vor kurzem unter die "150 einflußreichsten Personen des Jahres" gewählt; Gentechniker würden ihn vermutlich, wenn man sie fragte, zu den zehn lästigsten Personen des Jahrzehnts zählen: Jeremy Rifkin, ein streitbarer Gegner jeglicher Form von Erbgutmanipulation, ist jedenfalls kein Mann, der einer Kontroverse aus dem Weg geht.

Aids-Mäuse und Schlimmeres

Biowissenschaftler sind den Anblick von Mäusen gewohnt. In den meisten Laborsdieser Welt spielen die Nagetiere die Rolle von Versuchskaninchen; da gibt es nackte Mäuse, Mäuse ohne Schwänze und Mäuse mit allerlei exotischen Krankheiten.

Die nachgebesserte Schöpfung

Es vergeht kaum ein Tag", gesteht die Mittvierzigerin, "an dem ich mich nicht für einige Zeit dem Wunschtraum hingebe, Frank würde plötzlich von seinem Rollstuhl aufstehen, ganz ruhig durch die Wohnung spazieren, und niemand müßte mehr befürchten, daß er sich oder seinen Mitmenschen Schaden zufügt.

Sex unter der Hirnschale

"Das Gottesprogramm": John Updikes Roman über die Religion, den Computer und Liebe im Aids-Zeitalter

Die Welt nach Maß

Am 18. Juli 1973 ereignete sich eine wissenschaftliche Revolution. Erstmals gelang es Wissenschaftlern, Erbinformation über die natürlichen Artgrenzen hinweg in fremde Organismen einzubauen – mit Hilfe der Gentechnik.

Fernseh- Vorschau: Tele-Gen

Es geht um Embryonen, um menschliche Embryonen. Darf man an oder mit menschlichen Embryonen forschen? Ein grausiger Gedanke, der Erinnerungen weckt.

Manager und Märkte

Hoechst-Chef Wolfgang Hilger hat mal wieder allen Grund, sich ernsthaft zu überlegen, ob er die Produktionsanlagen seines Chemie-Konzerns ins Ausland verlegen soll.

Donaueschinger Musiktage 1987: Klänge jede Menge

Der eine beruft sich auf T. S. Eliot, "Four Quartets wo es heißt: "Darum ist jeder Versuch / ein neuer Anfang, / ein Vorstoß in das Sprachlose, / mit schlechter Ausrüstung, / die sich weiter abnutzt / im Durcheinander unbestimmter Gefühle, / ungezügelter Truppen des Herzens.