: Georgien

Wo weder Milch noch Honig fließt

Es gibt ein altes israelisches Bonmot: "Wenn uns die Russen was Böses antun wollen, dann schicken sie uns ihre drei Millionen Juden auf einen Schlag.

FILMTIPS

Im Fernsehen: "Der kleine Soldat" (Frankreich 1960), von Jean-Luc Godard (Hessen III 25. Februar), war lange in Frankreich verboten, weil Godard auf dem Höhepunkt der Algerienkrise mit Kritik nicht sparte.

Moskau rückt näher

Als ich 1939 zum erstenmal mit der Lufthansa in die Sowjetunion flog, dauerte der Flug von Königsberg nach Moskau sechs Stunden.

Neue Probleme für Israel: Exodus aus Rußland

Die Nahostpolitik der Sowjets gibt einem Rätsel auf: Die ägyptische Armee rüsten sie mit Raketen, Panzern und Jagdbombern aus; der israelischen Armee liefern sie Soldaten.

Augenschein in Südrußland

Ein Funktionär von "Intourist" zitierte als Willkommensgruß ein russisches Sprichwort: Einmal sehen ist mehr als zehnmal hören.

Kummer mit den Kolchosen

Vier Jahre lang haben einhundert Ökonomen, Agronomen, Ideologen, Planer und Politiker gebraucht, um in einundsechzig Paragraphen eine neue Mustersatzung für die Kollektivwirtschaft in der Sowjetunion zu Papier zu bringen und ihren Entwurf schließlich durch das Zentralkomitee zu steuern.

1567 Seiten China:: Reiseführer durch das rote Riesenreich

Ein Reiseführer China liegt vor. Wenigen gelingt es, durch den Bambusvorhang zu schlüpfen. Der Verlag Nagel hat ihn von Mao Tse-tungs Reich beiseite geschoben und einen Führer von 1567 Seiten veröffentlicht, zunächst in französischer und nun auch in englischer Sprache, notwendigerweise ein sehr dickes Buch über das Riesenreich im üblichen Format der knallroten Bände.

Sie leben unter Stalins Schatten

Der Intourist-Chauffeur, der darauf gedrillt war, Ausländer mit Propaganda-Argumenten zu beeindrucken, zeigte mir die riesigen neuen Wohnsiedlungen in Moskau.

„Genossen, nicht in eure Kumpanei...“

Das neue Jahr hat in der Sowjetunion mit erstaunlicher innenpolitischer Aktivität begonnen. Anfang Januar bereisten die Spitzenführer die wichtigsten Zentren des Landes, um die Parteielite über die Vorgänge bei der Moskauer Tagung des Weltkommunismus zu informieren.

ZEITSPIEGEL

Der Sekretär der Kommunistischen Partei des Gebiets von Gori, dem Geburtsort Stalins, erklärte vor ausländischen Korrespondenten, die Regierung der Republik von Georgien habe beschlossen, 800 000 Rubel für ein Stalinmuseum auszugeben.

Wichtig - und warum

Stalin ohne Maske: Die eigentliche Sensation des XX. Parteikongresses waren Chruschtschows nachträglich bekanntgewordene Enthüllungen über Stalin auf einer geschlossenen Sitzung am 24.

Wichtig - und warum

Teure Bundesgenossen: Die drei ehemaligen Besatzungsmächte wünschen, daß die Bundesrepublik auch im kommenden Jahr Besatzungskosten zahlt.

FRIEDRICH SIEBURG:: Schöne Lügen, schönere Wahrheit

Wie oft heißt es nicht: "Solch einen Menschen wird es nie wieder geben!" Es fällt uns leicht, den Vorhang der Geschichte fallen zu lassen, wenn wir in die Vergangenheit gebildet und das Leben einer großen Persönlichkeit betrachtet haben.

Das Rätsel um Stalins Tod

Ist Stalin ermordet worden? Der langjährige Moskauer Korrespondent der New York Times, Harrison E. Salisbury, der jetzt nach Amerika zurückgekehrt ist, scheint dieser Meinung zu sein.

Es pocht eine Sehnsucht an die Welt

Als ich zum ersten Male in das Berliner "Café Größenwahn" kam, verließ ich das Preußentum für immer und betrat das Hoheitsgebiet der Boheme, wo man in fremden Zungen sprach und schrieb, symbolistisch, neo-pathetisch, im Idiom der englischen "Georgiens", des deutschen Stefan-George-"Kreises"; im Argot der Theatergarderoben, der Music-Halls und in einer geschwiegenen Sprache und ungeschriebenen Schrift, die kein Unberufener verstand .

Ein Slum-Viertel Europas

Ohne ausreichende Wohnungen, ohne Maschinen und Geräte zur Bestellung ihrer Felder, ohne Krankenhäuser, ohne Sportplätze und oftmals ohne Wasser und Licht leben die Bauern und Arbeiter in Calabrien.

Flüchtlinge – Figuren in Stalins Spiel

Es ist an der Zeit, daß die Flüchtlingsfrage einmal unter anderen Aspekten betrachtet wird als denen der sozialen Fürsorge oder gar der "nationalen Solidarität".