: Gerhard Stoltenberg

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3. Oktober 1990: Und Recht und Freibier

Jeder weiß, dass sich am 3. Oktober 1990 Deutschland vereinigte. Aber was geschah an diesem Tag eigentlich genau? Eine Chronik verrückter Stunden

Ein Ur-Hamburger

Gunnar Uldall, der neue Wirtschaftssenator der Hansestadt, will ein offenes und liberales Klima

N A C H R U F : Zuverlässig, anständig

Zum Tode von Gerhard Stoltenberg. Mit seinen Fähigkeiten, Eigenarten und seinen umfassenden Erfahrungen wäre er gleichwohl ein tüchtiger, solider Bundeskanzler geworden, wenn die CDU/CSU dies gewollt hätte - und wenn er selbst es auch gewollt hätte

I N T E R V I E W : "Man darf nicht zu viel lachen"

Die Erfahrungen eines Insiders: "Keiner im Kabinett will zurückstecken. Aber der natürliche Gegner des Finanzministers ist der Sozialminister. Was dem einfällt, ist atemberaubend." Theo Waigel über Sünden, Tugenden und die schwierigsten Gegner eines Bundesfinanzministers

Schleswig-Holstein: Kaum noch Lust?

Kiel oder Bonn – für Gerhard Stoltenberg geht es am 3. Oktober, dem Tag der Wahlen für den Bundestag, um eine echte Alternative.

Der fröhliche Sanierer

Von Dieter Piel Mit nur zwei Worten animierte Franz Josef Strauß die Delegierten des CDU-Bundesparteitags in der vorigen Woche in Köln zum ersten, deutlichen Beifall für seine Gast-Rede: „Norbert Blüm“.

Zeitspiegel

Bundeskanzler Willy Brandt will den in seiner Regierungserklärung beklagten schlechten Umgang mit der Sprache der Politik durch gutes Beispiel bekämpfen.

Bonner Kulisse

Der SPD-Abgeordnete Joachim Poß, stellvertretender Obmann im Finanzausschuß des Bundestages, hatte schon immer den Verdacht, es handele sich um ein Märchen, wenn deutsche Unternehmen behaupten, sie seien mit 70 Prozent Steuern unverhältnismäßig hoch be- und überlastet.

Bonner Kulisse

Zur politischen Wende gehört, in Bonn wie auch anderenorts, ein Revirement des Personals. Zwar hat es davon schon einiges gegeben, seit Helmut Kohl am 1.

Worte der Woche

„Für uns als Arbeitnehmer, Gewerkschafter und teilweise SPD-Mitglieder ist es niederschmetternd, aus dem Munde des stellvertretenden SPD-Vorsitzenden zu hören, die Arbeitszeit solle auf Samstag und Sonntag ausgedehnt werden, um die Produktionskosten zu senken.

Schleswig-Holstein: Umstrittener Brief

Während die Debatte über die Umstände seines Todes, angefacht von Amateur-Kriminologen und der Boulevardpresse, wieder hochflackert, macht ein angeblicher Brief des ehemaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein Furore.

Worte der Woche

„Wir haben alle mehr erhofft, aber auf diesem schwierigen Feld ist jeder Schritt wichtig. Und in einer schwierigen Situation kann auch ein kleiner Schritt ein wichtiges Zeichen sein.

Schaukampf ohne Folgen

Wird Hans-Ulrich Klose, Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, doch noch um einen seiner größten politischen Erfolge gebracht? Der Parteitag der Hamburger SPD folgte noch dem Bürgermeister und stimmte gegen die Beteiligung der Hansestadt am Kernkraftwerk Brokdorf.

BONNER KULISSE

Innenminister Hans-Dietrich Genscher, für den Umweltschutz zuständig, verlor eine Umweltschlacht. Genschers Mitstreiter, der CDU-Parteivorsitzende Helmut Kohl, blieb gleichfalls auf der Strecke.

Von ZEIT zu ZEIT

Demokraten Ewald Bucher wurde der Christ-Demokrat Karl Weber zum Bundesjustizminister ernannt. Mit einer Mahn-Rede an Bonn und Paris eröffnete Konrad Adenauer den Düsseldorfer CDU-Parteitag.

Worte der Woche

"Laß nicht zu, daß wir die Instrumente benutzen, die im Dienst des Todes Und der Zerstörung stehen und deren Gewalt, Reichweite und Präzision alle bisherigen Grenzen überschreiten.

Finanzplanungsrat: Totaler Wahlkampf

Mit Argumenten und Gegenargumenten zur Finanzlage in der Bundesrepublik beteiligen sich nun auch die Länder am Wahlkampf: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg meldete neue Wünsche an, obwohl Bund und Länder erst in diesem Jahr eine bis Ende 1973 geltende Finanzausgleichsregelung getroffen haben.