: Gianfranco Fini

italien: Zollfrei nach Israel

Italiens Vizepremier Gianfranco Fini hat eine bemerkenswerte Wandlung hinter sich – vom Bewunderer des Duce zum Freund Ariel Scharons

Das Paradies der Saubermänner

Im reichen Treviso nennt sich der Bürgermeister Sheriff und predigt "Null Toleranz". Im armen Crotone lässt das Stadtoberhaupt faschistischeDenkmäler bauen. Unter Berlusconi wird Italien neu geordnet

I T A L I E N : Das Paradies der Saubermänner

Im reichen Treviso nennt sich der Bürgermeister Sheriff und predigt "Null Toleranz". Im armen Crotone lässt das Stadtoberhaupt faschistische Denkmäler bauen. Unter Berlusconi wird Italien neu geordnet

P O R T R Ä T : Schwarzhemd und Dreiteiler

Gianfranco Fini ist Italiens Mann im EU-Verfassungskonvent - ist er nun ein verkleideter Neofaschist oder geläuterter Demokrat? Mit sicherem Instinkt bewegt er sich immer dorthin, wo die nächste applausträchtige Szene sich abspielen wird. Er schlüpft selten in die Rolle des Hauptdarstellers, aber dabei ist er immer

Il buco - das Loch

Die vermeintlichen Stillosigkeiten der neuen italienischen Rechtsregierung haben System

Dubios, mächtig, populär

Silvio Berlusconi ist Repräsentant und Erbe des alten Systems der italienischen Politik. Weil er das so virtuos verschleiert, steht er nunvor seinem zweiten Wahlsieg

"Alle haben sich verändert"

Gerhard Schröder warnte vor seiner Regierungsbeteiligung: ZEIT-Gespräch mit dem Postfaschisten Gianfranco Fini

Jeder summt seine Melodie

Die Europäer sind sich gar nicht so einig, wie sie mit Haider umgehen sollen

Links und liberal

Der neue italienische Ministerpräsident ist der Wirtschaft willkommen

Worte der Woche

„So, wie der tödliche Absturz Otto Lilienthals nicht das Ende der Fliegerei, sondern der Anfang einer neuen Ära der Luftfahrt gewesen ist, so könnte das Ende des real existierenden Sozialismus in Europa auch der Beginn eines neuen Weges zu seiner fundierten Verwirklichung sein.

Mit Ausflüchten und Beschönigungen nimmt Italiens Ministerpräsident Berlusconi die Faschisten in Schutz: Nettes über den Duce

Von lästigen Freunden befreit man sich leicht, wenn sie entbehrlich sind. Wie aber könnte Silvio Berlusconi, der ein neues italienisches Wunder für "machbar" hält, auf die Neofaschisten verzichten, ohne die er keine Parlamentsmehrheit hätte? Also verlegt sich der Regierungschef aufs Leugnen und Beschönigen: "Es gibt doch gar keine Faschisten in meiner Regierung", behauptet er.

Die neue Firma

Auch wenn die Gespenster, die das Gruseln lehren, am hellichten Tag und im eleganten Anzug ohne Totenkopf und Schwarzhemd auftreten: Das Erschrecken, das Italiens Neofaschisten durch ihren Marsch an die Hebel der Macht in aller Welt ausgelöst haben, wirkt sogar wie ein Bumerang.