: Günter Wallraff

Kein Tropfen Morgenrot

Auf den wenigen Photos, die ich von ihm kenne, sieht er aus wie Günter Wallraff: derselbe bohrende Blick, der einen unbeugsamen Willen und eine fast fanatische Wahrheitsliebe ausdrückt.

Das Sport-Sonderheft der Zeitschrift "konkret": Doppelte Moral der linken Weggenossen

Die Redaktion der Zeitschrift konkret hat kürzlich ein Sonderheft zum Thema Sport herausgebracht. Nachdem in der Vergangenheit bereits Sonderhefte über Sexualität und – jeweils zur Buchmesse – über Literatur erschienen sind, wird nun ein Phänomen behandelt, das die Themen der vorausgegangenen specials sozusagen symbiotisch verbindet: Sport als Sex für die Massen, von dialektisch geschulten Literaturproduzenten analytisch auf den kritischen Begriff gebracht.

...kann nicht leben und nicht sterben

Anfang Dezember wollte er sein 25jähriges Bestehen feiern, mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion über seine Zukunft. Die Feier wurde in letzter Minute abgesagt.

Wallraff und "Bild"

In der Literatur-Beilage der ZEIT zur Buchmesse (Nr. 43 vom 16.. Oktober 1981) konnte in feiner Rezension meines Buches "Zeugen der Anklage – Die BILDbeschreibung wird fortgesetzt" von Harry Pross ein falscher Eindruck entstehen.

Presse, "Bild"-Zeitung, Günter Wallraff: Signalökonomie und Sensationsmacherei

Die technische Entwicklung der Kommunikationsmittel folgt durch die Jahrhunderte dem Prinzip, den Signalaufwand des Mitteilenden für die einzelne Mitteilung zu verringern, das heißt, mit möglichst geringen Anstrengungen möglichst viele in möglichst weiten Räumen in möglichst kürzester Zeit zu erreichen.

Gedankenmüll: Syberbergs Kampf

Das Buch ist betitelt "Die freudlose Gesellschaft – Notizen aus dem letzten Jahr" und beginnt mit einer Widmung: "Für die, die das jetzt fünfzehn Jahre am meisten getragen, durch anschauen, zusehen, zuhören, mitlesen, die es ausgehalten fünfzehn Jahre, wovon dies letzte das beste war in Erfolg und endlichem Sieg, wie man so sagt, die das alles dulden mußte ohne produktive Gegenwehr, mit offenen Augen, dienend, aus Liebe, ohne andere Wahl.

"Gewichtige Mißstände"

Die "Bild-Zeitung" hat vor dem Bundesgerichtshof eine Schlappe erlitten: Der Schriftsteller Günter Wallraff durfte Mißstände in der "Bild"-Redaktion kritisieren, obwohl er die Informationen nur durch einen Vertrauensbruch erlangt hatte.

Ein Lesebuch aus der DDR: Klassenkampf neu – für neue Klassen

Rolf Schneider, 1932 in Chemnitz geboren, seit 1958 freier Schriftsteller in Schöneiche (DDR), Autor zahlreicher Erzählungen, Romane, Bühnenstücke, Hörspiele und Essays, hat das neue Lesebuch seiner Tochter kritisch betrachtet und findet es "eine kleine Sensation": Belletristik darf auch ohne politische Agitation vorkommen.

Die Opfer des Rechtsstaates

Seit dem Abschluß der Notstandsgesetzgebung im Jahre 1968 hat sich die Diskussion über den Staatsnotstand an zwei Ereignissen entzünden Das eine war die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über das vom Bundestag beschlossene Gesetz zu Artikel 10 des Grundgesetzes (Abhörgesetz).

BONNER BÜHNE: Zipfel einer leeren Wurst

Nur in Anführungszeichen mag Lorenz Niegel, Abgeordneter und Parteifreund Edmund Stoibers (CSU), Leute wie Hans Magnus Enzensberger, Günter Wallraff, Klaus Staeck, Heinrich Böll und Peter Weiß "Schriftsteller" oder "Künstler" nennen.

Wallraff contra "bild": Abhörskandal?

Es hat sich herumgesprochen, daß Journalisten, wie andere Zeitgenossen auch, zuweilen den Polizeifunk mithören. Daß sie auch private Telephongespräche anderer Bürger belauschen und auf Band aufnehmen, hatte man bislang nicht vernommen.

Halbzeit

Natürlich handelt es sich um ein Spiel, das mitgespielt werden soll. Nur nicht um eines von der Art, wie ich es noch um 1920 kennenlernte.

Gift-Skandal: Tatort Hamburg

Hier weiß doch jeder, daß die Gift auf ihrem chaotischen Gelände haben", berichtet ein Nachbar den Lokalreportern, die seit dem vergangenen Wochenende in Scharen zum Horrorkabinett des Dr.

Der Äbhörfall Günter Wallralf: ,,Ein ganz normaler Vorgang"

Am 28. Juni erhielt der Kölner Schriftsteller Günter Wallraff einen Brief des Bundesinnenministeriums: Da Anfang 1974 "tatsächliche Anhaltspunkte" zumindest für einen Verdacht des Hochverrats gesprochen hätten, sei sein Telephon in der Zeit zwischen dem 22.

Zeitmosaik

Die Geschichte der Zensur ist vor allem eine Geschichte der Proteste gegen sie... Im siebzehnten Jahrhundert beschreibt in England John Milton die sozialen Konsequenzen von kultureller Vielfalt und Zensur: "Wenn wir meinen, durch Regulierung des Druckens die Sitten bessern zu können, so müssen wir auch alle Erholung und Kurzweil regulieren, alles, was für den Menschen ergötzlich ist.

Bayerischer Index

Ave, Maior salvator! Nun ist er da, der bayerische Index. Er verbannt unliebsame Schriftsteller aus Schulbüchern, die in Bayern schon zugelassen waren; er zwingt Schulbuchmacher, gewisse Autoren künftig nicht mehr in Lese- und Arbeitsbücher aufzunehmen, falls diese auch in Bayern zugelassen werden sollen.

Der Einschleicher

Den meisten Journalisten ist er nur allzu wohl bekannt: der Ruck, den sich die Wirklichkeit gibt, sobald sie auf dem Plan erscheinen.

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