: Günther Weisenborn

Zum Nutzen und Vergnügen

Für die Wand und für die Hand: Mit literarischen (und musikalischen) Kalendern durch das neue Jahr

Das denunzierte Wort

Verbot, Verrat, Verfolgung: Wie Macht und Ideologie das Schreiben vergifteten

Der BMW der armen Literaten

Zur Jahrestagung 1997 des Deutschen PEN-Zentrums Ost: Kritische Anmerkungen über den ernsthaften Umgang mit Literatur und Gesellschaft

Das Kunstwerk ist dem Tode abgetrotzt

Ist Tod Abschied oder der große Beginn; Aufbruch ins Unbekannte, Unbenannte, Unbenennbare? Treffen wir uns, finden wir uns – verlieren wir uns? Sterben als Versinken oder als Aufsteigen: einer der großen Dispute, über die Jahrtausende der menschlichen Kultur hinweg; vorangetrieben nicht nur von Moraltheologen und Philosophen, sondern ganz wesentlich auch von Schriftstellern.

Bochum ist besser als Bonn

In diesem giftigen, gemeinen Wahlkampf 1980 ist nun doch noch etwas Gutes passiert: Ein Theater in der Provinz, das Schauspielhaus in Bochum, hat das provinzielle Treiben unserer führenden Staats-Schauspieler (und Oppositions-Darsteller) aus der Weltstadt Bonn gründlich blamiert – mit einer Wahlkampfveranstaltung, die aggressiv, aber nie vulgär, parteiisch, aber nie fanatisch ist.

G. Weisenborn

Günther Weisenborn ist vor einigen Tagen gestorben. Warum hat die ZEIT nichts über sein Leben und Wirken geschrieben? Immerhin hat er schon in seinen ersten Büchern vor 1-933 gezeigt, wie sehr der Nazismus Deutschland bedrohte; er hat registriert und gewarnt.

Nochmals – die Affäre Scholl

Karl Heinz Jahnke (Jahrgang 1934) ist Dozent am Historischen Institut der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Sein kleines Werk hat es in sich: Es deckt die politische Substanz der Flugblätter der Weißen Rose auf und zeigt deren Ausstrahlung, die sich von München nach Hamburg, vom Saargebiet nach Ostpreußen erstreckte.

Memorial aus dem Tessin

Und dann war es soweit. Morgens gegen sieben Uhr hörten wir vierzig Außenarbeiter ein wildes, hundertstimmiges Gebrüll von draußen.

Die Entlarvung der Großen und der Kleinen

In seinem Arbeitszimmer oben hing wieder das Rollbild des chinesischen Glücksgottes. Wenn damals in Berlin ein Gespräch versandete, keinem von uns etwas einfiel, eine Pause sich ergab, dann pflegte Brecht das Bild aufzurollen, um es vergnügt wieder fallenzulassen, sobald das Gespräch lief.

Ganz kleines Welttheater

Nicht alles, was vom Ausland kommt, ist darum schon Weltliteratur / Von Johannes Jacobi

Günther Weisenborns Fliegen

Die "Akademie der freien Künste", der "Deutsche Presseklub" und der Künstlerclub "die insel", alle drei in Hamburg ansässig, hatten den Schriftsteller Günther Weisenborn gebeten, über seine Reiseeindrücke nach einer mehrwöchigen Fahrt durch China zu berichten.

Notizen

In eigener Regie. Günther Weisenborn hat die Einladung des Bremer Theaters angenommen, sein Schauspiel "Lofter oder das verlorene Gesicht" selbst zu inszenieren.

Weisenborns schiefer Blick

Welcher Sportler ist mehr zu bewundern: einer, der die simple Grätsche übers Pferd vorbildlich zeigt, oder einer, der bei der Riesenwelle am Hochreck abstürzt? Mir ist der Mann, der seine Kür in Übereinstimmung mit seinen Kräften hält, der vielleicht sogar ein bißchen untertreibt, lieber.

Protest der Überlebenden

Das deutsche Filmpublikum, das seine jüngste Vergangenheit auf der Leinwand bisher nur von hurtig montierten Wochenschaustreifen rekapituliert sah, erfährt mit Staunen, daß die Widerstandsbewegung neuerdings als erfolgversprechendes Geschäft entdeckt wird.

Dramatischer Anruf aus der neuen Welt

Jedes Volk suche in den Übertragungen aus fremden Sprachen zunächst sich selber" - mit dieser Ansicht bekannte Goethe sich zur "Weltliteratur".

Das Unerlernbare

Auch ein Stück, das vor dem Rampenlicht versagen würde, kann die dramatische Qualität eines jungen Autors beweisen.

Kolleg für Königinnen

Auch Ideale haben ein kritisches Alter. Es setzt dann ein, wenn sich herausstellt, ob das Fünkchen Realität, das in ihnen stecken müßte, inzwischen zu einem kleinen Feuer geworden oder verloschen ist.

Zweifelhafte Menschlichkeit

Etwas über zwei Stunden dauerte es: dann waren sie alle zu Menschen geworden; die beiden Fremdenlegionäre, der ehemalige SS-Mann, der Jude, ein Vater, eine Mutter, ein Zimmermann .

Das Spiel vom Thomaskantor

Den Menschen Johann Sebastian Bach und sein Werk einer breiten Öffentlichkeit nahezubringen und erlebbar zu machen, ist eine große und schwere Aufgabe.