: Gunnar Myrdal

In der Dritten Welt wurden Milliarden sinnlos verpulvert. Die Entwicklungshilfe war nahezu wirkungslos : Am Ende nur ein Scherbenhaufen

Gunnar Myrdal war einer der ersten, der seine Enttäuschung öffentlich eingestand. Voller Pathos schwor der Nobelpreisträger, einst einer der größten Eiferer für mehr Hilfe an die Dritte Welt, vor zwei Jahren seinen alten Thesen ab: Die Unterstützung der Regierungen in der Dritten Welt könne nicht mehr für die Beseitigung der Armut bewirken "als Zahlung an die Mafia für die Bauern in Sizilien", bekannte der Schwede düster im Londoner Guardian.

Seit über einem Jahrzehnt ist die CDU in Bonn in der Opposition. Hat sie die Zeit genutzt, um neue Ideen zu wichtigen politischen Themen zu entwickeln? Welche Alternativen haben Unions-Politiker zu bieten? : "Jeder Arme ist unser Freund"

Hinter der – zum Teil berechtigten – Kritik an Fehlern und Mißerfolgen der Entwicklungshilfe tritt in letzter Zeit die Diskussion darüber, welche Aufgaben und Chancen eine Zusammenarbeit mit der Dritten Welt bietet, deutlich zurück.

Schweden: Vorbild oder abschreckendes Beispiel? Vier ZEIT-Redakteure haben im vergangenen Jahr Schweden besucht. Ihre Artikel – als ZEIT-Report gedruckt – erscheinen jetzt, durch mehrere Beiträge ergänzt, in Buchform (16,80 DM). Wir drucken daraus, gekürzt, ein Kapitel über eine der großen schwedischen Familien. : Die Myrdals – eine große Familie

Schwedische Intellektuelle lieben es, Ehe und Familie als Institution in Frage zu stellen und theoretisch zu demontieren. Praktisch stammen sie dann selber aus jenen häufig über ganz Skandinavien bis nach Rußland und Deutschland verzweigten Familien, für die einem das Wort "Geschlechter" wieder einfällt.