: Haile Selassie

Schweizer Bankgeheimnis: Der Mythos lebt

Vor 75 Jahren trat das Bankgeheimnis in Kraft. Es wurde verteufelt, es wurde verherrlicht. Aber bis heute wird seine Bedeutung für die Schweiz maßlos überschätzt.

Die mageren Kühe von Saba

Die Scheibenwischer wischen keinen Regen, sondern Staub. Gelb wie Erbsensuppe ist die Luft; Sichtweite ein bis drei Meter. Im Schrittempo tasten wir uns mit dem Geländewagen voran durch weglose Wildnis, bemüht, keinen Akazienstamm und kein Kamel zu rammen.

Abessinien in der Wandlung

In der Frühe des 6. April 1941 zog eine kleine Gruppe britischer Offiziere und alliierter Korrespondenten unter dem Schutz eines Panzerspähwagens in Addis Abeba ein.

ZEITSPIEGEL

„Wie ich nicht bereit gewesen wäre, mit Franz Josef Strauß und seinen Claqueuren gegen die Okkupation der Tschechoslowakei zu demonstrieren, so kann ich nicht bereit sein, mit der DKP des Herrn Bachmann gegen die rechtsradikale „Aktion Widerstand“ Protest auszusprechen.

Zeitspiegel

Bonn hat mit seiner militärischen Ausrüstungs- und Ausbildungshilfe Pech. Somalia, eines der belieferten Länder, geriet in Grenzstreitigkeiten mit Äthiopien und verwandte dabei Waffen aus der Bundesrepublik.

ZEITSPIEGEL

Beim Besuch von Kaiser Haile Selassie in Moskau scheinen Gast und Gastgeber auf ihre Kosten gekommen zu sein. Hochgeehrt und reich beschenkt ist der Herrscher von Äthiopien wieder abgereist.

Seid umschlungen, Millionen

Wenn in der Schweiz von Gnomen die Rede ist, denktniemand an Kobolde, Zwerge oder Erdgeister, sondern an ganz soignierte, unauffällige Herren.

Sudan: Einigung erreicht

Im Sudan ist ein Ende des seit 1955 andauernden blutigen Kleinkrieges zwischen der arabisch-mohammedanischen Zentralregierung in Chartum und der zum großen Teil christlichen Negerbevölkerung der drei Südprovinzen in Sicht.

Mao bei bester Gesundheit

Die Spekulationen über den chinesischen Parteichef Mai Tse-tung haben sich als haltlos erwiesen: Mao ist weder schwer krank, noch gar gestorben.

Ein k.u.k.-Denkmal

Als vor ein paar Jahren Kaiser Haile Selassie zu einem Staatsbesuch in Wien weilte, da äußerte er bereits am ersten Tage den Wunsch, am Denkmal des letzten großen Habsbürgers, Kaiser Franz Joseph I.

Sussex: Königin des englischen Südens

Am Samstagabend geleitet der Manager die „Banker“ von Hastings zum Jahresdinner durch die große Halle des „Grand Hotel“ von Eastbourne.

Wer kommt nach dem Negus?

Es ging zwanglos zu. Die Kapelle der Leibgarde spielte Märsche und Schlager, Diener in roten Pumphosen und grünen Fräcken servierten Käsehappen und Champagner.

Hitlers Doppelspiel im abessinischen Krieg: Kanonen für den Negus

Wieder einmal müssen die Zeitgeschichtsbücher korrigiert werden: Bislang gehörte es zu den kaum bezweifelten Ergebnissen historischer Forschung, das Bündnis der faschistischen Diktatoren Hitler und Mussolini, die sogenannte „Achse“ Berlin–Rom, sei während des italienisch-abessinischen Krieges 1935/36 entstanden.

Tod im Hausarrest

Die Szene machte Geschichte: Im schwarzen Umhang trat der zierliche Mann vor die Delegationen der Welt, erbat und forderte ihre Hilfe zur Rettung seines geschundenen, gedemütigten Landes.

Der Heilige Geist als Urmutter

Jedesmal zu Pfingsten, wenn auf den Kanzeln die Botschaft des Heiligen Geistes verkündet wird, kommt die Erinnerung an ein seltsames Erlebnis in meinen Sinn zurück, an ein Gespräch, das ich vor vielen Jahren in Addis Abeba mit einem alten abessinischen Priester hatte.

Nachlese eines Kaiserbesuchs

Langsam beginnt die breite Öffentlichkeit den Besuch von Kaiser Haile Selassie wieder zu vergessen. In vielen deutschen Betrieben und Handelsshäusern aber hat die Reise des afrikanischen Monarchen, der dem Bonner Protokoll so viel Kopfzerbrechen bereitete, Anlaß zu realen Projekten gegeben.

Die Jet-Fete des Kaisers: Der Löwe von Juda als Partylöwe

Keine Feier ohne den Kaiser. Obwohl Haile Selassie, Herrscher von Äthiopien, eigentlich aus dem Alter heraus ist, um noch als Partylöwe zu fungieren – immerhin wird er bald achtzig Jahre alt –, wird der Löwe von Juda auf jeder besseren Festlichkeit in Addis Abeba gebraucht.

Die „Neue Blume“ und der alte Gärtner

Auf halber Höhe der Churchill-Road in Addis Abeba – zu deutsch „Neue Blume“ – stehen zwei imposante Säulen. Sie bilden ein Tor, aber sie sind kein Eingang.

Ist Panafrika tot?

Die afrikanische Gipfelkonferenz in Addis Abeba begann mit einem dramatischen Vorspiel. Aus einem Flugzeug, das von Conakry in die äthiopische Hauptstadt flog und in Accra zwischenlandete, holte ghanaisches Militär den guinesischen Außenminister und seine 18 Mann starke Begleitung heraus.

Stirbt die Demokratie in Afrika?

Nigeria galt bisher als afrikanischer Musterstaat: Hier herrschte politische Stabilität, hier schien die parlamentarische Demokratie zu funktionieren.

Mord in der Botschaft

Am Sonntagmorgen, kurz nach sieben Uhr, trugen die Terroristen drei zugedeckte Bahren aus der Residenz des saudiarabischen Botschafters in Khartum.

Israels schwerer Rückschlag in Afrika

Mit der Geschwindigkeit eines Buschfeuers breitet sich in Schwarzafrika eine Solidaritätsbewegung gegen Israel aus. Zu allen 32 Ländern dieser Staatengruppe hatte Israel diplomatische Beziehungen unterhalten; jetzt waren es am Dienstag noch acht.