: Hans Apel

Exekution ohne Opfer?

Die Sozialdemokraten hängen keinen, sie hätten ihn denn – dieses Motto scheint für Willy Brandts Kabinettsreform zu gelten. Im Wort, während der Halbzeit der Legislaturperiode Minister auszuwechseln, und im Zwang, es auch tun zu müssen, scheint er sich zu einer Exekution durchgerungen zu haben, die den Tricks jener Zauberkünstler nicht unähnlich ist, die auf offener Bühne in Kästen versteckte Menschen durchsägen, um sie nachher, wundersamerweise unversehrt, wieder dem Volk zu zeigen.

Kabeljaukrieg: Test der Tugenden

Geduld und Großzügigkeit sind Tugenden, die auch in der Außenpolitik zu Buche schlagen. Und je kleiner der Partner, um so stärker werden sie strapaziert.

Fliegender Start und Schneckentempo

Die Bonner Koalition ist sich einig darin, daß Europa in dieser Legislaturperiode außenpolitische Priorität haben wird. Dieses Versprechen, in der Regierungserklärung und bei vielen anderen Gelegenheiten verkündet, läßt gewiß das Herz manchen überzeugten Europäers höher schlagen.

Die Mitglieder der Regierung: Die Konflikte sind eingebaut

Auch nach der Vorstellung des zweiten Kabinetts Brandt/Scheel gilt, daß Sensationen ausgeblieben sind. In der Kernmannschaft aus den vergangenen drei Jahren hat es lediglich einige Umgruppierungen gegeben.

REPORT AUS BONN

Der seit einiger Zeit in Bonn recht lebhaft für Verkehrs- und Postminister Georg Leber agierende Ex-Unternehmer Willy H. Schlieker erwirbt sich mehr und mehr den Ruf eines "Mädchens für alles".

Runter mit Schwarz-Rot-Gold?

Der Hamburger Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Hans Apel, witterte Ungeheures. Er hatte erfahren, daß die Deutsche Afrika Linie (DAL) eines ihrer Schiffe in das Ausland verkauft hatte.

ZEITSPIEGEL

Im Auswärtigen Amt wird zur Zeit geprüft, wie sich die gesetzlichen Hürden überwinden lassen, die dem Wunsch von Frau Scheel entgegenstehen, einen Indianerjungen aus Bolivien zu adoptieren.

Vier Fragen an Hans Apel: Eine politische Entscheidung

Sie haben sich für eine Erhöhung der Mineralölsteuer vom kommenden Jahr an ausgesprochen, um damit das Defizit bei der Finanzierung des langfristigen Straßenbauprogramms der Bundesregierung zu verringern.

Was der Fiskus einmal hat...

Kaum wurde in Bonn über Steuererhöhungen gesprochen, da wurde auch schon die Begehrlichkeit der Länderfinanzminister geweckt.

SPD-Vorstand:: Links zu sein genügte nicht

Von den Jungsozialisten erhielt keiner mehr als ein Viertel der Stimmen. Nur links zu sein genügte nicht. Die neuen Kandidaten mußten sich als tüchtige Praktiker ausweisen wie Vera Rüdiger, die "Jeanne d’Arc aus Südhessen", Entwicklungsminister Erhard Eppler, Carl Heinz Evers, ehemaliger Schulsenator in Berlin, Diether Posser, ein Jurist aus der Schule Heinemanns, der Münchner Oberbürgermeister Vogel oder auch die "Senkrechtstarter" im Parlament; Hans Apel und Holger Börner.

Drei-Klassen-Bundestag

Volkswirt von Hause aus, dazu mit der sympathischen hamburgischen Mischung von Pragmatismus und distanzierter Neugier begabt, ist Hans Apel ein Mann der jungen Generation im Bundestag und mit einem Fuß bereits im Establishment seiner sozialdemokratischen Fraktion, dem Vorstand.

Mutmaßungen über NÖSPL

Hans Apel, Professor der Nationalökonomie, ist gebürtiger Ostpreuße. Er lebt heute in den USA. In den letzten Jahren hat er mehrfach die DDR besucht.

ZEITSPIEGEL

Der Kronzeuge für die Milliardenforderungen der DDR an Bonn und Verkünder des „ostdeutschen Wirtschaftswunders“, der Amerikaner Professor Hans Apel, ist in Ostberlin zur Persona non grata erklärt worden.

Anerkennung im Tausch

Professor Apels Analysen der Entwicklung in der DDR sind nicht unumstritten. Noch weniger sind es die Thesen, die er zur Bonner Deutschlandpolitik formuliert.

Wandel jenseits der Mauer

Noch vor fünf Jahren wäre es keinem westlichen Beobachter in den Sinn gekommen, die Möglichkeit der Alternative "Fiasko oder wahres Wunder" auch nur zu vermuten.

Das große Herzklopfen

In der Europadebatte des Bundestages am vorigen Donnerstag hielt der 34 Jahre alte EWG-Experte der SPD, Dr. Hans Apel aus Hamburg, eine bemerkenswerte Jungfernrede, aus der wir einige Auszüge wiedergeben.