: Hans Egon Holthusen

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Auschwitz: In der Todesmühle

Thomas Gnielka war als Kindersoldat in Auschwitz und schrieb ein hochmodernes Romanfragment. Es wirft auch ein Licht darauf, ob die Gruppe 47 wirklich antisemitisch war.

Zeitfragen: Was gilt die deutsche Literatur im Ausland?

Über Ansehen und Einfluß der neueren und neuesten deutschen Literatur im Ausland herrscht weitgehend Unklarheit. Zwei Spielarten der Naivität müssen die Unkenntnis ausgleichen: die eine nimmt gutgläubig an, unsere Nachbarn kennten und schätzten uns wie wir selbst (schätzen wir uns? nach außen hin bestimmt); die andere, kritische, behauptet, die deutsche Literatur stehe jenseits der Grenzen denkbar niedrig im Kurs oder werde überhaupt ignoriert.

Marcel Reich-Ranicki:: Selfmadeworld in Halbtrauer

Ein Ärgernis ist Arno Schmidt längst nicht mehr. Nicht daß er aufgehört hätte, Bücher zu veröffentlichen. Alljährlich legt er neue vor – und sie sind geschrieben, wie es die früheren auch waren: mit Schaum vor dem Mund.

ZEITSPIEGEL

„Ich beweinte den Stand der Dinge in Hanoi und Saigon und auf den Reisfeldern im Mekong-Delta, alle die Toten, Verstümmelten, die Gefolterten und Napalm-Verbrannten, denen keine Aufklärung mehr helfen konnte.

Peter Gan:: Auf meine Lampe

Dieses Gedicht ist dem von Hans Egon Holthusen und Friedhelm Kemp herausgegebenen Auswahlband „Deutsche Lyrik von 1900 bis 1950“ entnommen.

Unbehagen und Sicherheit

Hans Egon Holthusen hat es durch seine bisherigen Arbeiten, seine Essays, auch seine früheren Gedichte dazu gebracht, daß man einen neuen Band von ihm mit anspruchsvoller Erwartung aufschlägt.

Ein Buch für Kenner: Olympia als Literatur

Es ist wieder da. „Das offizielle Standardwerk des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) für Deutschland“ herausgegeben von der Deutschen Olympischen Gesellschaft.

Hüben und drüben: Unbarmherzig

„Immer ist es bei ihm (Holthusen) der ‚Mensch überhaupt und von Herzens, wegen‘, der als Pendel die kritische Uhr ins Lot bringt, und da dieses Pendel im leeren Raum der Brust schwingt und so Verschiedenartiges ausbalancieren muß, kann man es wohl utopisch nennen.

Der gute Geschmack hat ausgedient

Unser literarisches Leben wird von Leuten, die saubere Einteilungen lieben, gelegentlich nach „links“ und „rechts“ sortiert.

Gibt es große deutsche Schriftsteller?

Der Frage wird nachgegangen an Hand der Erfahrungen eines Ausländers, der Studie eines Kritikers und der Bücher eines deutschen Autors

Oskars Empfang in England

Diejenigen Briten, die sich für die zeitgenössischen geistigen Erzeugnisse Deutschlands interessieren, hatten schon vor zwei Jahren den fernen Trommelschlag von Günter Graß gehört.

Dies „Schiff“ hält keinem Sturm stand

und der Literaturkritiker Franz Schonauer hat in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung seiner nicht eben sehr hohen Meinung über dieses Werk deutlich Ausdruck gegeben.

Mystik als Zeitkritik

Literaturkritik sei „durch tausend Fäden mit außerästhetischen Disziplinen des Denkens verknüpft“, sagt Hans Egon Holthusen in der Einleitung zu seinem neuen Essayband „Ja und Nein“ (er erschien soeben bei R.

Aufklärung Anno 1966

Für Spott war gesorgt: "Da rächt sich das Dritte Reich" – "Holt doch den Emmerich von Borussia, der schießt sie um" – "Den hat sicher der Adolf persönlich gebaut.

Funk für Anspruchsvolle

Wir ir haben uns daran gewöhnt, „Rede“ zu nennenoder uns als „Rede“ präsentieren zu lassen, was in Wahrheit nichts anderes ist als ein vorgelesener Aufsatz.

Endlich in Paris

Über das Pfingsttreffen deutscher und französischer Schriftsteller in Paris haben bereits mehrere der deutschen Teilnehmer an anderer Stelle berichtet (Rudolf Hagelstange in der „Neuen Zeitung“, Rudolf Krämer-Badoni in der „Welt“ und Hans Egon Holthusen in der „Süddeutschen Zeitung).

Wenn man sich vor Provinzialismus hüten will...

„Deutscher Geist zwischen Gestern und Morgen – Bilanz der kulturellen Entwicklung seit 1945“, herausgegeben von Joachim Moras und Hans Paeschke, unter Mitwirkung von Wolfgang v.

Worldcup der Alpinen: Skizirkus unterwegs

Der Sport ist eine machtvolle, in den Massen tief eingewurzelte Wirklichkeit unseres Lebens, als Wirklichkeit immer geneigt, zu entarten, als Möglichkeit eine Chance von unübersehbarer Tragweite“.

Der letzte „Kahlschläger“

Autoren, die zu sehr gelobt werden, geraten oft in eine peinliche Situation. Sie stehen so sichtbar auf einem Podest, daß kritische Pfeile an ihnen gar nicht vorbeifliegen können.

Waren sie Nazis?

Bücher, das liegt in der Natur ihres Materials, haben öfter den Wurm in sich. Dieses Buch aber hat viele. Es entstand, wie Anthologien bei uns öfter entstehen: aus Anlaß eines geglückten Einzelfalls, aus Anlaß von sieben Seiten – der Rest kam hinzu.

Wir sind alle Zwerge

Unlängst meditierte im Münchner Merkur der Akademiepräsident Hans Egon Holthusen über die politische Anstößigkeit des Gartenzwergs.