: Hans Rothfels

Protest gegen eine Publikation

Jetzt wird sich der Verleger Heinrich Seewald die Hände reiben und denken: Nun habe ich sie alle überlistet, die mich mit ihren kleinlichen Bedenken daran hindern wollten, die „Kaltenbrunner-Berichte über das Attentat vom 20.

August '14: Wahrheit auf Raten

Wieder ist ein historisches Dokument ins Zwielicht geraten: die sogenannten Riezler-Tagebücher, eine der wichtigsten Geschichtsquellen zur Frage der deutschen Kriegsschuld am Ersten Weltkrieg.

Geschichte aus der Dunkelkammer

Die lohende Flamme über der Kuppel des Parlamentsgebäudes am Königsplatz in Berlin hatte von Anbeginn eine Signalwirkung, der sich weder Freund noch Feind der Nationalsozialisten entziehen konnten.

An die ZEIT-Leser

Ein Plan, an dem seit Jahren getüftelt wurde, ist jetzt Wirklichkeit geworden: Der ZEIT-Verleger Gerd Bucerius hat eine Stiftung errichtet und damit die Kontinuität des Blattes gesichert.

20. Juli 1944

Seit 1939 hatte Adam von Trott zu Solz für eine Verhinderung des Krieges gewirkt. Im Juli war er in London von Chamberlain und Lord Halifax empfangen worden und hatte das Foreign Office ermahnt, Hitler gegenüber eine feste und starke Haltung einzunehmen.

Bürgerliche oder marxistische Wissenschaft? Die Professoren Wolfgang Abendroth (links) und Ernst Nolte sind die Kontrahenten im Streit um die Habilitationsschriften des Marburger Politologen Reinhard Kühnl Aufnahmen: Wilfried Bauer/Klaus Mehner: Habilitation eines Marxisten

Liegt Moskau in Marburg? Wer in den letzten Wochen den Leserbriefteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung studierte (oder Die Welt, die daraus abschrieb), mochte glauben, die Bundesrepublik sei auf dem besten Wege, eine Volksdemokratie sowjetischer Bauart zu werden.

Weimarer Reminiszenzen

In den Vierteljahresheften für Zeitgeschichte, herausgegeben von Hans Rothfels und Theodor Eschenburg, nimmt Professor Hans Schneider (Tübingen) in einer ausführlichen Darstellung zu dem berüchtigten Ermächtigungsgesetz vom 24.

Distanz und Nähe zulgeich

Hans Rothfels, der am 12. April 75 Jahre alt wird, gehört zu den seltener werdenden Professoren, die Ethos und Leistung der älteren deutschen Universität noch glaubwürdig verkörpern.

Hoggans Entstellungen

Der erzwungene Krieg“, die Darstellung des amerikanischen Historikers David L. Hoggan über die Ursachen des Krieges von 1939, hat in Deutschland einige Unruhe hervorgerufen, weil Hoggan zu beweisen sucht, daß Hitler am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges keine Schuld trage.

Mittler zwischen Skepsis und Dogma

Der diesjährige Historikerkongreß, der vor zwei Wochen in Duisburg stattfand und von über tausend Teilnehmern besucht worden ist, hat in der Tagespresse ein lebhaftes Echo gefunden.

Im alten Preußen gab es nur Pflicht

Aus dem umfassenden Lebenswerk und dem eindrücklichen Lebensbild des Tübinger Gelehrten Eduard Spranger ist es schwer, einzelne Aspekte herauszuheben, ohne der unaufdringlich vorgeprägten, aber in ihrer Unbedingtheit um so wirkungskräftigeren Einheit von Denken und Lehren, von Forschen und Sein empfindlichen Abbruch zu tun.

Stiftungen in Deutschland

In der letzten Ausgabe der ZEIT hat Shepard Stone, Direktor der Abteilung für Internationale Angelegenheiten bei der Ford Foundation geschildert, in wie entscheidender Weise die amerikanischen Stiftungen das gesellschaftliche Leben der USA beeinflußt haben.

Handeln aus dem Gewissen

Der deutsche Widerstand gegen Hitler: Front des Menschen gegen das Unmenschliche

Ein Diplomat im Dienst des Friedens

Als Theo Kordt, in den ersten Jahren nach dem Zusammenbruch der Leiter der politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes, Ende Januar einem schweren Leiden erlag, ist in der Öffentlichkeit wohl seiner Verdienste um die Wiederherstellung des diplomatischen Dienstes und insbesondere um die Normalisierung der Beziehungen zu Griechenland auf dem Athener Botschafterposten gedacht worden.

Aufgehellte Vergangenheit

Es ist eine beklagenswerte Tatsache, daß wir zwanzig Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft noch immer keine Gesamtdarstellung der Jahre 1933 bis 1945 aus der Feder eines deutschen Autors oder eines deutschen Autorenteams besitzen, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügt.

Angeklagter Bismarck im Kreuzverhör

Jüngst wurde durch das Preisausschreiben einer deutschen Illustrierten weithin bekannt, daß auf eine Umfrage des Instituts für Demoskopie, „Welcher große Deutsche hat am meisten für Deutschland getan?“, 41 v.

Stets ein Meister der Balance

Im zeitlichen Abstand und im Blick auf die dazwischenliegenden Katastrophen hat das Bild Bismarcks Konturen gewonnen, die ihn nicht nur als einen großen Gestalter des deutschen politischen Lebens in seiner Zeit charakterisieren, sondern ihn hinausgreifen lassen über das nationalstaatliche Jahrhundert wie über dessen Ende in Weltkrieg und Weltrevolution.