: Hans Sahl

porträt: Der Verlorene

Er war Jude, Protestant, Kommunist, Katholik. Er floh aus Nazideutschland in die Sowjetunion, kehrte zurück, erlitt die Qualen dreier KZ, fand sein letztes Asyl in Manhattan: Hermann Borchardt (1888 bis 1951). Sein Jahrhundertroman "Die Verschwörung der Zimmerleute" ist das letzte große bislang ungedruckte Werk des deutschen Exils

Eiserner Vorhang, kalte Zeit

Deutschland Ost contra Deutschland West - und die Künstler zerissen. Fritz J. Raddatz schreibt von Autoren und Fanatikern, Regisseuren und Politruks, von Dramen und Komödien

Das Unglück der Literatur

Es scheint, als ob der auf sieh selbst angewiesene Geist aus Angst vor dem Alleinsein eine Zugehörig

Alles, was Europa war

Wir traten aus dem Restaurant hinaus in die Nacht; von der anderen Straßenseite her schimmerte ein grünliches Licht. Es war die Neonschrift eines Hotels: "Sylter Hof", ein unscheinbarer Neubau.

Über Ignazio Silone: Alles kam anders

Ist die Stunde Silones gekommen? Er gehörte, gemeinsam mit Arthur Koestler und George Orwell, zu jenen Autoren, die als erste dem "Gott, der keiner war", dem Kommunismus, abschworen.

Zeitlos in der Zeit

Man kann sie unter verschiedenen Aspekten sehen: als Schauspielerin, als beispielhafte Persönlichkeit, als Teil unseres Bewußtseins der Zeit, in der wir leben, wie das Rockefeller-Center, die George Washington Bridge oder das Penicillin.

"Wie können Sie hier leben?"

Der Schriftsteller Hans Sahl hat einmal gesagt, er schlage um sich mit Worten. Der Autor Rafael Seligmann schlägt um sich mit Wortgeklingel.

WOLF BIERMANN:: Zu einem Gedicht von Hans Sahl

Hans Sahl ist ein lebendiger junger deutscher Dichter an der Schwelle des Todes. Er wurde 1902 in Dresden geboren, er wuchs auf im wilhelminischen Berlin, wohlbehütet im kühlen Schoß einer akkulturierten und säkularisierten Judenfamilie.

Man lebt immer "als ob"

Über die Lehren aus einem langen Leben in einem Jahrhundert der Gewalt und die Heimkehr nach Deutschland – ein ZEIT-Gespräch mit Hans Sahl