: Harold Wilson

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Großbritannien: Und sie streiten noch immer

Gehen? Bleiben? Schon 1975 stimmte Großbritannien über den Brexit ab. Das Volk wirkte unsicher. Um es zu überzeugen, warf Margaret Thatcher sich in ein gewagtes Shirt.

Schweizer Bankgeheimnis: Der Mythos lebt

Vor 75 Jahren trat das Bankgeheimnis in Kraft. Es wurde verteufelt, es wurde verherrlicht. Aber bis heute wird seine Bedeutung für die Schweiz maßlos überschätzt.

Kommentar: Bittere Resignation

Der Parteitag der Tories war als Sprungbrett auf dem Weg zur Macht gedacht. Doch es kam anders als erwartet

"Kampf auf Leben und Tod"

Vor der EU-Erweiterung: Briten, Dänen, Iren - noch jede neue Nation machte Schwierigkeiten. Ein Rückblick in zwei Teilen

Der ewige Tony

Die Briten halten an New Labour fest. Die reformierte Linkspartei könnte eine neue Ära begründen

Es lebe die Krone

Britische Linksliberale wollen den Skandal um Gräfin Sophie gegen die Monarchie instrumentalisieren. Sie werden scheitern

Wachstum im Visier

Labour will Englands Wirtschaft Beine machen

Kursverlust für das Duo von der Downing Street

Wie sich die Zeiten geändert haben. Vor fünf Monaten noch himmelten die Konservativen ihren Premier an. Nach seinem Wahlsieg wurde John Major zum Supermann hochstilisiert; alles schien dafür zu sprechen, daß die neunziger Jahre eine Dekade des "Majorismus" werden würden, geprägt von einem Politiker mit scharfem Verstand, der Fähigkeit zu kühlem Krisenmanagement und dem rechten Augenmaß für die Rolle der Mittelmacht Großbritannien in einer sich rasant wandelnden Welt.

Am Donnerstag wählt Großbritannien ein neues Unterhaus. In den dreizehn Jahren ihrer Herrschaft haben die Konservativen vieles verändert und nur wenig verbessert. Seine erste "Anatomy of Britain" schrieb der Autor 1962; die Fassung 1992 gerät zur bitteren Abrechnung mit dem "Thatcherismus".: Auf den Trümmern einer Revolution

Wie grundlegend haben dreizehn Jahre konservativer Regierung die Machtstrukturen in Großbritannien verändert? Könnte eine andere Regierung wieder zurücksteuern? Während der achtziger Jahre gab es in den Ländern der westlichen Welt gleichartige Pendelschläge von Macht und Meinung: Verlust der Illusionen über Nationen und die Dogmen des Sozialismus, Revolte gegen zu hohe Steuern, Schwächung der Gewerkschaften, wachsende Sorge um die Umwelt.

Die Stunde des Maulwurfs

Der krönende Abschluß eines britischen Staatsschauspiels, das sowohl die Züge einer Farce als auch die einer Schmierenkomödie trägt, wird diese Woche in New York zelebriert.

Ein Beispiel aus Amerika, wie Geld und Geist, Dinner und Literatur; Millionäre und Schriftsteller zusammengehen können: Literatur ist das Gedächtnis der Menschheit

Was erklärt werden will: Vor etwa zwei Jahren fand ein wundersames Amalgam aus Geld und Geist statt: Ann Getty, verheiratet mit einem der Getty-Söhne Gordon Peter (der auch schon mal die Carnegie Hall mietet oder Pavarotti, seine Kompositionen singen läßt) und damit über eines der größten Vermögen der Welt verfügend, traf auf George Weidenfeld: Aus Wien stammender Verleger (von unter anderen Adenauer, Harold Wilson, Golda Meir, Kissinger) und hochgebildeter, vielsprachiger Kulturimpresario zwischen Tel Aviv, London und New York; inzwischen zum Lord ernannt, ist der Neunundfünfzigjährige einer der einfluß- wie einfallsreichsten Großunternehmer mit Verlagshäusern (in Getty-Teilbesitz) in London und New York.

Britische Sicherheitsdebatte: Gefährliches Signal

Ausgerechnet in Großbritannien, dem Land der besonderen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, faßt eine große Partei – die Labour Party – den Beschluß, im Falle einer Regierungsübernahme die amerikanischen Kernwaffen-Streitkräfte unverzüglich aus dem Lande hinauszuwerfen.

Aus dritter Hand

Wenn ein Rolls-Royce Phantom VI an einem vorbeiflüstert, dann blickt man diesem Koloß auf Rädern noch immer respektvoll hinterher.