: Harry Buckwitz

Manager und Märkte

In den Aufsichtsrat der Gerling-Konzern-Versicherung-Beteiligungsgesellschaft, der Holding des Kölner Versicherungsriesen, ist Flick zwar schon eingezogen, vertreten durch Eberhard von Brauchitsch und Harald J.

Was wird...gespielt?

Von 49 Staats- und Stadttheatern melden, was das Schauspiel angeht, 27 eine Zunahme der prozentualen Platzausnutzung, nur noch bei sechs dieser Theater geht die Zahl zurück – mit diesen und ähnlichen Fakten belegt das Jahressonderheft der Zeitschrift "Theater heute" das "Ende der Theaterkrise": "Die Theaterkrise (dieses Gemenge aus objektiven Fakten, Unsicherheiten, Personenwechsel, gesellschaftlichen und ästhetischen Wandlungen) ist im Auslaufen begriffen.

ZEITMOSAIK

Vom Sommer 1973 an soll Friedrich Dürrenmatt als Nachfolger von Harry Buckwitz das Schauspielhaus in Zürich leiten. Der Verwaltungsrat hat ihn jedenfalls für dieses Amt gewählt, und es ist kaum anzunehmen, daß Dürrenmatt, der sich bisher noch nicht geäußert hat, das Amt ablehnen wird.

Eichenlaub gegen Goethe-Medaille

An Imre Bekessy erinnert man sich gelegentlich, weil Karl Kraus sich mit ihm auseinandergesetzt hat; ansonsten weiß man von ihm nur, daß er immer noch Artikel schrieb, als längst niemand mehr bereit war, sie zu drucken.

Harry Buckwitz und die Welt am Sonntag

Wer Nazi war, bestimmt Hans Habe, Ausgerechnet in der Welt am Sonntag zitiert er, nachdem er aus einem Büchlein zitiert hatte, das Harry Buckwitz im Zweiten Weltkrieg im Auftrag des deutschen Kolonialbundes schrieb, ob denn der Verwaltungsrat des Zürcher Schauspielhauses dieses Buch gekannt habe, als er Buckwitz zum Intendanten berief.

ZEITMOSAIK

Der amerikanische Schriftsteller will sich künftig noch intensiver dem politischen Untergrundfilm widmen. Zur Zeit läuft in den Dritten Fernsehprogrammen "Jenseits des Gesetzes", eine halb dokumentarische Studie über brutale arrogante New Yorker Polizisten, die Mailer als Opfer ihres Berufes interpretiert – ein Niederschlag seiner Erfahrungen bei der großen Anti-Vietnam-Demonstration in Washington 1967, die er auch in dem Buch "Heere aus der Nacht" beschreibt.

Weg von China

Wenn man den Theatersaal betritt, fällt der Blick auf einen Autofriedhof – der Orchesterdeckel als Schutthalde. Dahinter eine abgewandelte "Brecht-Gardine", auf der Worte von Jesus, Mohammed und Buddha geschrieben stehen.

Aus zwei mach eins

Was immer die Ruhrfestspiele waren, sind oder als umstrittene Gesamtkonzeption noch werden könnten, in einem Anspruch sind sie in dreiundzwanzig Jahren gleichgeblieben: Die Eigeninszenierungen wollen zu den Spitzenleistungen deutschen Theaters gezählt werden.

Theater: Hier irrt Buckwitz

Im Januar 1966 wurde unter dem Titel "Aale auf einem Baum" zum erstenmal in Deutschland eine Szene aus dem Theaterstück "Him" gespielt, das der 1962 verstorbene amerikanische Lyriker und Romancier E.

Ende einer Affäre: Monk oder das Regiment der 75 Tage

An dem Morgen, da der Aufsichtsrat des Hamburger Schauspielhauses tagte, um das Rücktrittsgesuch seines Intendanten anzunehmen, wartete die Morgenpost mit einem Nachfolger-Vorschlag auf: Sie nannte Harry Buckwitz, den ehemaligen Generalintendanten von Frankfurt, jenen Mann also, den Egon Monk um ein Haar in Frankfurt abgelöst hätte, wäre Hamburg damals nicht schneller gewesen.

Keine Experimente

Die diesjährige Theater-experimenta findet nicht statt. Wie immer, wenn ein hoffnungsvolles Projekt bald nach seiner Geburt zweiter Klasse beerdigt wird, will niemand schuld gewesen sein und ist (daher) niemand ganz unschuldig.

Vietnam auf der Bühne

Frage: "Das Theater theatert alles ein", der Satz ist von Brecht. Man ist nicht in Vietnam, wenn da ein Schild über der Szene hängt, auf dem "Vietnam" steht.

... in Frankfurt

In Frankfurt führte Harry Buckwitz Regie. Die breite Bühne des Schauspielhauses war von Ekkehard Grübler dekorativ gegliedert worden.

Palitzsch laboriert an Brecht

Beinahe hätte Brechts "Schweyk" seine deutsche Erstaufführung bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen erlebt, 1958, zwei Jahre nach der Uraufführung des Stücks in Warschau.

Die Ohnmacht der Allmacht

Aber im Augenblick dreht sich das deutsche Intendantenkarussell mit ungewohnter Geschwindigkeit: Ab Sommer 1968 wird an über einem Dutzend deutscher Bühnen, darunter an mehreren großen, die Intendantenstelle neu besetzt, bereits am Ende der laufenden Spielzeit 1966/67 wechseln fünf Bühnen den obersten Leiter.

Intendantenwechsel in Hamburg

Intendanten gehören in einer abgesicherten und verwalteten Gesellschaft zu den letzten, die die Macht der persönlichen Entscheidung, aber auch das Risiko der Freiheit sichtbar tragen.

Münchens Oper spielt hoch

Die Bayerische Staatsoper ist bestrebt, ihre Position in dem historischen Festspieldreieck Bayreuth-Salzburg-München zu verstärken.

Theater in Gefahr?

Es ist wieder einmal so weit: Die Aktien fallen, die Gewerbesteuern werfen keine Überschüsse mehr ab... man sucht nach einem Opfertier, mit dessen Abschuß sich der öffentliche Haushalt ausgleichen läßt.

In Bad Hersfeld wird Porzellan zerschlagen

Intendantenkrisen ähneln in Deutschland Staatskrisen. Tant de théâtre! Darum ist es nicht verwunderlich, daß der Entschluß des Hersfelder Magistrats, den Vertrag seines Festspielintendanten William Dieterle nicht zu erneuern, ein ungewöhnliches Echo gefunden hat.

Theaterkritiker spielen Hauptstadt

Was einmal als "deutsche Theaterolympiade" etwas hochtönend gefordert worden ist, ging jetzt als "Berliner Theaterwettbewerb 1965" über die Szene.