: Heinrich Köppler

Opposition: Es tut sich etwas in der CDU

Viele Stunden hat am vergangenen Wochenende der Landesparteitag der rheinlandpfälzischen Christdemokraten in Ludwigshafen über Konsequenzen aus der neuen Wahlniederlage der Union, im Bund diskutiert.

Am Herzen liegt’s nicht

Was die Kommentatoren aus allen politischen Lagern an Gutem über Heinrich Köppler, den so plötzlich verstorbenen Oppositionsführer im Düsseldorfer Parlament, geschrieben und gesagt haben, wird sicher zutreffend gewesen sein.

Heinrich Köppler †: Er war eine Institution

An Heinrich Köppler als Oppositionsführer im Düsseldorfer Landtag hatte man sich zehn Jahre lang gewöhnt. Er war zur Institution geworden, mit dröhnendem Baß und freundlicher Verbindlichkeit, überall gegenwärtig und immer unauffällig.

Ein Wahlkampf mit Trauerflor

Fast flehentlich steht es in Zeitungsanzeigen: "Zeigen Sie Flagge für die CDU

Wenn Wahlgeschenke als "Förderung" neuer "Technologien" verpackt und die Kritiker diffamiert werden:: Alte Tricks im neuen Gewand

Angriff ist die beste Form der Verteidigung – diese Regel gilt für Boxer ebenso wie für Politiker. Zu denen, die sie offenbar begriffen haben, gehört Bundesforschungsminister Volker Hauff, der an Kurt Biedenkopf – noch vor dem plötzlichen Tod des nordrhein-westfälischen Landtagswahl-Spitzenkandidaten Heinrich Köppler, dessen Nachfolge Biedenkopf nun angetreten hat – einen offenen Brief geschrieben hat.

Zeitmosaik

Auch so feiert das sozialistische Arbeiter-Paradies auf deutschem Boden den 30. Geburtstag: Ein dichtender Arbeiter wird wegen "Devisenvergehens" zu zweitausend Mark Strafe verurteilt.

Zeitspiegel

Verhinderter Strauß Eine kaum verhüllte Kriegserklärung lesen die Sozialausschüsse der CDU aus dem Brief von Franz Josef Strauß heraus, in dem er begründet hat, weshalb er am CDA-Kongreß in Krefeld nicht teilnahmen könne.

Warum Kohl entlastet werden soll...

ZEIT: Haben Sie nicht einiges dazu beigetragen, daß zumindest Verwirrung entstanden ist, und zwar durch Ihren Vorstoß für eine Neuordnung der Oppositionsformation und für eine Trennung von Partei- und Fraktionsvorsitz? Sie sagten, Sie wollten Helmut Kohl helfen, aber Ihr Vorstoß wirkte wie ein Aufstand gegen den Parteivorsitzenden.

Alle warten auf Kühn

Die gewünschte Melodie ertönte; ein Knopfdruck hätte genügt. "Weder in Bonn noch in Düsseldorf" gehe die CDU auf Abwertung aus, gab Oppositionschef Heinrich Köppler aus, als Herbert Wehner mitten in die Oster-Beschaulichkeit hinein vor der Neuauflage eines "Überraschungs-Coups" warnte, wie ihn die CDU bei dem Ministerpräsidentenwechsel in Niedersachsen gelandet habe.

Was meint Onkel Herbert?

Angesichts des jüngsten Artikels von Herbert Wehner für Die Neue Gesellschaft haben die Kommentatoren zu der Vokabel "Meisterstratege" Zuflucht genommen – wie immer, wenn der SPD-Fraktionsvorsitzende etwas von sich gibt, was schwer verständlich, widersprüchlich, wenn nicht gar unsinnig erscheint.

Kein Düsseldorfer Tragi-Kommödchen

Wieder einmal hatte es, nicht ohne eigenes Verschulden, ein heftiges Gerangel um seine Nachfolge gegeben: Posser oder Rau, Halstenberg oder Farthmann? Damals feierte Heinz Kühn, dienstältester SPD-Ministerpräsident im bevölkerungsstärksten Bundesland, seinen 65.

Brüsewitz-Zentrum: Der mißbrauchte Tod

Solche Einmütigkeit, selbst unter Christen hüben und drüben, ist selten geworden in Deutschland: Erst verweigerten die CDU-Mitglieder des Rates der Evangelischen Kirche ihre Unterschrift unter den Aufruf zur Gründung eines "Brüsewitz-Zentrums"; dann zogen andere, prominente Christdemokraten wie Gerhard Schröder, Heinrich Köppler und Hans Filbinger ihre Namensnennung zurück.

Papier und Posten

Über allzu volle Sackkarren eines Altpapierhändlers stolpert jetzt der in zahllosen Eskapaden bisher obengebliebene Regierungspräsident a.

Bonner Kulisse

Das komplette Durcheinander der Rüstungsplanung im Verteidigungsministerium ist die größte Enttäuschung, die ich als Abgeordneter erlebt habe.

Tanz mit den Frauen

Der Landtag von 1970 hat abgemustert. Die alte Garde löst sich auf: Willi Weyer, Fritz Kassmann, Josef Neuberger und Fritz Holthoff nehmen knapp dreißig Jahre nach der Gründung Nordrhein-Westfalens Abschied von der aktiven Politik.

Trümpfe und Träume

Wenn Horst-Ludwig Riemer durchs Sauerland zieht, dann hält ihn nichts. Da mögen die Kinder Carsten, Helga und Holger murren, da mag Boxerhund Dani knurren.

K.und K. Kopf an Kopf

Um seine Gleichgültigkeit gegenüber den Verheißungen der Meinungsforscher zu unterstreichen, zitiert Heinz Kuhn einen englischen Parlamentarier: "Politiker benutzen Prognosen allzuoft wie Betrunkene einen Laternenpfahl – sie versuchen, sich daran festzuhalten.