: Heinrich Zille

Wohnungsraum: Lieber grau als grün

"Grünflächen" – was für ein Wort, eine Idee für Aufmarschplätze. Aber doch nicht für unsere Innenstädte. In Zeiten der Wohnungsnot, bloß weg damit!

Ausstellung: Zwei Blumentöpfe für Lieschen

Heinrich Zille blieb immer ein Kind der Hinterhöfe. Die Berliner Akademie der Künste widmet dem Zeichner zum 150. Geburtstag eine Ausstellung. Eine Galerie

Fussball-WM 2010: Chaos in Kapstadt

In drei Jahren soll die Fußball-WM in Südafrika stattfinden. Die Vorbereitungen lösen heftige Konflikte zwischen Schwarzen und Weißen aus.

Kunstmarkt: So stahl die DDR

Eine neue Veröffentlichung arbeitet die Aktivitäten der Kunst und Antiquitäten GmbH auf

Vom Utöpchen

Eine Geschichte des deutschen Kleingartenwesens

Winkewinke, falsche Welt

Schon oft hat das Traumschloß vor dem Aus gestanden - jetzt ist es wieder so weit

Das Meer, die Stadt und der Tod

Der Himmel samstags abends über Berlin ist blau, tiefblau. Nicht preußisch-blau, eher aquamarin, durchmischt mit Nachtschwärze schon, und nur am westlichen Horizont leuchtet noch ein weißer Streifen Tag.

32 Standbilder, 64 Büsten, Marmor, alles echt: Zum Geburtstag des neuen Jahrhunderts schenkte Wilhelm II. seiner Hauptstadt ein Deutsches Historisches Museum – die Siegesallee im Tiergarten. Doch von der großen Revue blieben nur Trümmer in einem alten Wasserwerk.: Kaiser Wilhelms Hollywood

Schenken, wohl wahr, ist eine Kunst, vor allem, wenn es um Kunst geht. Oder um Geschichte, oder um Geschichte als Kunst. "Als Zeichen Meiner Anerkennung für die Stadt und zur Erinnerung an die ruhmreiche Vergangenheit unseres Vaterlandes will Ich", so erließen SM im Jahre 1895 zu Berlin, "einen bleibenden Ehrenschmuck für Meine Haupt- und Residenzstadt Berlin stiften, welcher der Erinnerung der vaterländischen Geschichte von der Begründung der Mark Brandenburg bis zur Wiederaufrichtung des Reichs darstellen soll.

Die Modernität des Wilhelminismus

Die Städte und Wohnungen, in denen die Menschen heute leben, erfüllen viel von den Träumen, mit denen das Jahrhundert begann; aber den Träumenden ist unbehaglich.

Kunstkalender

Eine Flasche, die man nicht öffnen kann, ein Besteck, mit dem man nicht essen kann, ein Tisch, der auf weiblichen Beinen balanciert, und ein Plattfisch, der auf Empirekrallen schwebt: Fabelwesen des Manierismus sind Paul Wunderlichs Schmelz- und Schmirgelwerkstatt entsprungen.

Kunstkalender

Der Mann mit dem steifen Hut, mit der Baskenmütze, der Matrose, der Fischer, der Zirkusdirektor, der Mann, der in immer neuen Rollen auftritt und immer derselbe ist: kein Künstler seit Rembrandt hat sich so oft dargestellt, hat so leidenschaftlich, so kühl, so distanziert die Frage nach dem Selbst gestellt.

Die Sprache der Augen

Mein Vater war mir, der ich 1938 geboren bin, jahrelang nahezu völlig unbekannt. Er existierte nur in Form von Bildern: Ein uniformierter Mann, allein oder zusammen mit anderen uniformierten.

Fernseh-Vorschau: Engagement statt Andacht

Zeichnen könne er freiberuflich oder als Angestellter; wenn er freilich an eine freiberufliche Tätigkeit denke, solle er lieber gleich zum Strick greifen.

Photographie: Kunst und Beweisstück: Totenmasken zu Lebzeiten

Als Walter Benjamin 1936 das (filmische und photographische) Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit abgelöst sah vom auratischen Kultwert des einmaligen Originals, zugleich geschrumpft und vergrößert auf seinen beliebig (und politisch) verfügbaren "Ausstellungswert", hätte wohl kaum ein Photograph davon träumen können, seinen Bildern noch, signiert oder von alten Platten kopiert, als dinglichen Kunststücken und Gegenständen hochzahlender Sammlerfreunde wiederzubegegnen.

PREISE + ANGEBOTE

Beuys, Joseph, "Schlitten", Objekt 69, 50 Ex., gestempelt 2500 Mark "1 a gebratene Fischgräte", Objekt 70, 25 Ex., sign. 800 Mark "Intuition", Holzkiste 1968, unlimitierte Auflage, sign.

Spaziergänge (XVIII): Mit Max Schmeling durch die Vergangenheit

Wir tranken Cola. "Hätte ich 1928 den Rat von Alfred Flechtheim befolgt", sagte Max Schmeling, "und ein paar von den Picassos gekauft, die er gerade in seiner Galerie ausstellte, sie kosteten ein paar tausend Mark, wieviel wären diese Bilder wohl heute wert? .

Keine Parallelen zu Karthago, bitte

Lebenslauf, ick erwarte dir! sei die Devise des "Eckenstehers Nante" gewesen; und diese Berliner Type wird der "Hamlet der Eckdestillen" genannt.