: Heinz Kühn

Karl Schillers ungeliebtes Kind

So entscheiden! ist dieser Termin auch nicht“, ließ Karl Schiller wissen und sagte das für vergangenen Freitag geplante Gespräch mit Ruhr-Bossen und Gewerkschaftlern über die drängende Sanierung der angeschlagenen Ruhrkohle AG kurzerhand ab.

„Größen-Wahn“ in der Wahner Heide?

Vor vier Jahren, im März 1970, nannte Ministerpräsident Heinz Kühn den hufeisenförmigen Betonklotz in der Wahner Heide südöstlich von Köln einen „Countdown für die Zukunft der Luftfahrt in Nordrhein-Westfalen“.

Koalitions-Hoffnungen

Freude und Enttäuschung über das Wahlergebnis in Schleswig-Holstein hielten nicht lange vor. Einige Sozialdemokraten hätten schon am Montag, wäre es ihnen nur möglich gewesen, die Schwalben überschwenglicher Hoffnung am liebsten wieder zurückgerufen, die manche ihrer Genossen, voran Heinz Kühn, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, hatten fliegen lassen.

Von ZEIT zu ZEIT

Nach dem zweiten Deutschland-Gespräch zwischen Bundesregierung und Bundestagsfraktio- nen, beriefen Experten des Bundesjustizministe- riums und der Parteien über Möglichkeiten eines freien Geleits für exponierte SED-Funktionäre.

Worte der Woche

„Dieselben Steuerzahler, mit deren Geld die Autobahnen gebaut, unterhalten und repariert werden, zahlen auch das Defizit der Deutschen Bundesbahn, das durch die Verlagerung von Gütern auf die Straße entsteht.

Zeitspiegel

Der Präsident der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften ließ sich von einem amerikanischen Journalisten nach seiner Meinung über Andrej Sacharow befragen.

K.und K. Kopf an Kopf

Um seine Gleichgültigkeit gegenüber den Verheißungen der Meinungsforscher zu unterstreichen, zitiert Heinz Kuhn einen englischen Parlamentarier: „Politiker benutzen Prognosen allzuoft wie Betrunkene einen Laternenpfahl – sie versuchen, sich daran festzuhalten.

Immer noch ein Arbeiterkind

Unter den Ministerpräsidenten ist Heinz Kühn ein Typ für sich. Von den CDU-Landesfürsten unterscheidet er sich durch seine Askese: So bescheiden wie er repräsentiert keiner.

Trümpfe und Träume

Wenn Horst-Ludwig Riemer durchs Sauerland zieht, dann hält ihn nichts. Da mögen die Kinder Carsten, Helga und Holger murren, da mag Boxerhund Dani knurren.

ZEITSPIEGEL

„Wenn ein in einer Großstadt lebender Mann während einer dreißigjährigen oder noch länger währenden Ehe nie in Versuchung gerät, sich einmal Abwechslung zu verschaffen, dann muß ich ihn verdächtigen, biologisch oder psychologisch nicht normal zu sein.

ZEITSPIEGEL

Der genaue Termin des japanischen Überfalls auf Pearl Harbor wurde anscheinend sechzehn Tage zuvor durch Annoncen im „New Yorker“ angekündigt.

ZEITSPIEGEL

„Es ist schon beinahe ein Prozeß widernatürlicher ideologischer Unzucht, wenn man Generaldirektoren von Sozialisierung in unserer Zeit reden hört.

Worte der Woche

„Die Kommunistische Partei ist in Portugal eine Minderheitspartei, die sich aufführt, als sei sie der Eigentümer der Revolution des Volkes, und die sich erlaubt, die Mehrheitsparteien zu exkommunizieren.

Zeitspiegel

„Wer heute auf Breslau und Stettin verzichtet, wird morgen auf Leipzig und Magdeburg verzichten und übermorgen ganz bestimmt auf Berlin, um des lieben Friedens willen – um eines faulen Friedens willen.

Worte zur Krise

„Ich glaube, daß Bundeskanzler Brandt eine tiefe europäische Überzeugung hatte. Meine Erfahrung als Politiker ist kurz, aber Ich konnte feststellen, daß die Politik ein grausames Spiel ist das die Größten auf die Probe stellt und sie letztlich auch trifft.

Worte der Woche

nordrhein-westfälischer Landesvorsitzender der FDP, über die Bonner Koalition. „Wir sind am 9. Juni, dem Tag der Landtagswahl, auch dazu aufgerufen, dafür zu sorgen, daß sich ein 30.

ZEITSPIEGEL

Immer besser geht es Rudi Dutschke. Inzwischen muß sein langjähriger Freund, der ungarische Emigrant und Diplom-Psychologe Thomas Ehleiter, schon nach den wenigen Wörtern suchen, die Dutschke wegen anfänglicher Aphasieerscheinungen noch entfallen sind.

ZEITSPIEGEL

„Dieser widerrechtliche ‚Blitzbesuch‘ der am höchsten gestellten Persönlichkeit der BRD in Westberlin zeugt davon, daß gewisse Leute in Bonn sich nicht von der fixen Idee des Anspruchs auf fremdes Territorium trennen können.